Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Peter Heydemann: Die Saison startet jetzt erst richtig
Vorpommern Rügen Peter Heydemann: Die Saison startet jetzt erst richtig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 10.10.2018

Herr Heydemann, bei Ihnen lief es sportlich zuletzt nicht wie gewohnt. Was ist passiert?

Peter Heydemann wurde beim Gedenklauf in Lubmin Zweiter.

Peter Heydemann: Das Schlimmste war der Ironman in Binz. Materialprobleme, Krämpfe und am Ende musste ich aufgeben. Beim Kap Arkona Lauf wurde ich dann disqualifiziert, weil die Strecke nicht klar ausgeschildert war und ich falsch gelaufen bin – nicht mein Fehler, aber ich wurde dafür bestraft.

Schon einen Tag später in Lubmin sind Sie Zweiter in Ihrer Altersklasse M 50 geworden. Viele Punkte für den Laufcup-MV, aber da treten Sie nicht an. Warum nicht?

Ich mache solche Punktesammelgeschichten nicht. Der Aufwand ist durch die langen Strecken zu den verschiedenen Veranstaltungen zu groß und es kommt für mich nichts dabei raus.

Statt dessen treten Sie bei einer Crosslauf-Serie in Stettin (Polen) an. Warum?

Die Gegner sind viel stärker und interessanter. Und ich mag die Herausforderung. Die fünf Kilometer auf der Crossstrecke fühlen sich wie mindestens zehn Kilometer bei einem normalen Lauf an.

Die Serie geht über den ganzen Winter. Hier hätten die Veranstalter Angst wegen des Wetters und den Teilnehmerzahlen. Was wird in Polen anders gemacht?

Die Veranstaltungen dort sind viel besser aufgestellt. Fast jede Woche finden im ganzen Land Wettkämpfe statt, nicht nur Laufen, sondern auch andere Wettbewerbe. Dazu sind der Sport und das Zusammenkommen viel stärker verwurzelt, deshalb sind die Sportveranstaltungen in allen Altersklassen gut besucht.

Würden Sie sich Ähnliches auch für die hiesige Region wünschen?

Definitiv! Mehr Wettkämpfe wären gut und diese müssten vor allem besser verteilt werden. Im Sommer findet bei bestem Wetter kaum etwas statt, dafür sind im Frühjahr und Herbst die Wettkämpfe geballt.

Mir geht es dabei aber nicht nur um die Wettkämpfe und nicht nur ums Laufen, sondern auch um die Bewegung für eine gute Gesundheit und das menschliche Zusammensein. Dadurch werden neue Freundschaften geknüpft. In diesen Bereichen sollte es viel mehr Förderung geben.

Die ersten sprechen schon vom nahenden Saisonende der Läufer. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Ganz im Gegenteil, die intensive Zeit mit den Crossläufen fängt jetzt erst an. Ich mache das ganze Jahr bei jedem Wetter Sport.

Regen und Matsch können Sie also nicht abhalten?

Auf gar keinen Fall! Mit der richtigen Kleidung macht einem das nichts aus. Schmutzig werden gehört dazu. Besonders bei den Crossläufen im Winter, und das macht auch Spaß. Inzwischen gibt es sogar Wettkämpfe, bei denen es darum geht, durch den Schlamm zu kriechen und die Leute machen da mit. Ich bin also nicht allein.

Interview von Niklas Kunkel

An den nächsten beiden Wochenenden gehen hunderte Hobby-Radler auf verschiedenen Strecken an den Start. Höhepunkt ist die Brückenfahrt mit Prominenten.

10.10.2018

Mit der „Audacia“ ist ein zweites Verlegeschiff für den Bau der neue Ostseepipeline im Einsatz.

10.10.2018

Diego Wald und Pauline Sledz gewinnen bei 17. Sebastian-Fredrich-Gedenklauf

10.10.2018