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Rügen Pferdefreunde helfen todkranker Nadine
Vorpommern Rügen Pferdefreunde helfen todkranker Nadine
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00:00 15.04.2013
Altkamp

663,90 Euro wurden am Abend aus dem Spendenglas geschüttet. Eine beachtliche Summe, denn beim FN-Reitturnier des Pferdehofs Altkamp hatte es am Sonnabend kaum jemanden gegeben, den das Schicksal der an ALS erkrankten Nadine Schröder (die OZ berichtete) kalt ließ. Und so standen während des Wettkampfes nicht nur erstklassiger Pferdesport und das Streben nach Anerkennung im Mittelpunkt, auch die um ihr Leben kämpfende 31-Jährige aus Altenkirchen war immer wieder ein Thema. „Die junge Frau ist bei uns im Dorf groß geworden und gerade mal so alt wie mein Sohn“, sagte Pferdeliebhaberin Karola Kolbe (49), die sich die Aktion mit Gerda Prehl vom Pferdehof ausgedacht hatte. „Wir leben in einem Wohlstand, dass es viele gar nicht juckt, für Zigaretten fünf Euro auszugeben. Da können die Leute auch mal etwas Geld ins Glas stecken.“ Und das taten die meisten ausgiebig. Zwischen einem und 100 Euro lagen die Einzelspenden.

Für Nadine Schröder wächst damit die Hoffnung, sich vielleicht doch noch erfolgreich gegen die fortschreitende Krankheit wehren zu können, die sie mittlerweile an den Rollstuhl fesselt. „Wir hatten die junge Dame zu uns eingeladen“, sagte Gerda Prehl. Allerdings sei es für Nadine Schröder sehr schwer, sich in ihrem momentanen Zustand der Öffentlichkeit zu zeigen, weshalb die kranke Frau das Ansinnen abgelehnt habe.

Ein um ein Vielfaches vergrößerter Artikel der OSTSEE-ZEITUNG über die todkranke Nadine prangte am Eingang zur Reithalle. In ihm erfuhren potenzielle Spender nicht nur, was es bedeutet, an ALS zu leiden. Auch von den benötigten 30 000 Euro für eine Stammzellentherapie in Israel war darin zu lesen — der letzten Strohhalm, an den sich die Altkirchenerin klammert.

Über 100 Gäste sahen am Sonnabend 50 Reiter und 80 Pferde beim Stilspringen, der Dressur oder der Prüfung der vier- bis fünfjährigen Pferde. „Wir machen das schon seit 20 Jahren und der Schnitt ist gut“, zeigte sich Pferdehofbesitzer Ulrich Prehl zufrieden mit der Größe des Teilnehmerfeldes. „Allerdings hatten wir früher mehr.“ Auch die Besucherzahlen hätten sich so entwickelt. Die etwas mehr als 100 Gäste nannte Prehl „mäßig“. „Das ist ein allgemeiner Trend“, sagte der Turnierausrichter. „Die Leute sind satt.“ Dabei wusste er von so genannten Freunden des Pferdesports zu berichten, die ihrer Leidenschaft bereits in virtuellen Welten frönten. „Es gibt Spiele, wo man alles — von der Pflege und Fütterung des Pferdes, über das Aufziehen bis hin zum Reitwettkampf — am Computer erleben kann.“

Jens-Uwe Berndt

für Rügen u.Altenkirchen: Kap-Apotheke, M.-Reimann-Str.Granitzer Str.Stralsunder Str.Dr. G.Dr. W.der J.-Odebrecht-Stiftung Bergen, Bahnhofstr. 33a, ☎ 0 38 38/25 21 89, Mo.

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