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Rügen Pflaster am Busbahnhof gerissen: Instandsetzung umstritten
Vorpommern Rügen Pflaster am Busbahnhof gerissen: Instandsetzung umstritten
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00:00 06.10.2016
Einige Betonsteine der gepflasterten Flächen unmittelbar an den Bussteigen des Busbahnhofs in Sassnitz sind gerissen und das Pflaster hat sich stellenweise abgesenkt. Quelle: Udo Burwitz

Wer in Sassnitz den öffentlichen Nahverkehr auf der Straße nutzt, wird beim Ein- und Aussteigen am Busbahnhof sicher schon bemerkt haben: Der Fahrbahnbelag hat Risse bekommen. Die will die Stadt beseitigen lassen. Doch die Instandsetzung wird teuer und -zig Tausende Euro kosten. „Wahnsinn“ findet Norbert Schult, Fraktionsvorsitzender Die Linke in der Stadtvertretung.

Zehnjähriges

2006 wurde der auf der ehemaligen Ladestraße am Bahnhof neu gebaute Platz mit fünf Bussteigen als Verkehrsknotenpunkt zwischen Bus und Bahn in Betrieb genommen. In das Projekt wurden rund 1,4 Millionen Euro investiert.

Einige Betonsteine der gepflasterten Flächen unmittelbar an den Bussteigen sind gerissen. Doch das ist es nicht allein, weiß Bauamtsleiterin Claudia Klemens: „Das Pflaster hat sich an mehreren Stellen abgesenkt“, skizzierte sie die Schäden den Mitgliedern des Finanzausschusses in jüngster Sitzung. Diese Schäden sollen beseitigt werden. Die Stadt will Instandsetzungsarbeiten am Busbahnhof durchführen lassen. Doch Geld dafür ist im aktuellen Haushalt bislang nicht dafür vorgesehen. Deshalb sollten die Finanzauschussmitglieder über einen Antrag „auf überplanmäßige Mittelbereitstellung für die Unterhaltung von Gemeindestraßen“ befinden.

„Der Busbahnhof ist noch gar nicht so alt“ erinnerte Norbert Schult an die Eröffnung des neu gebauten Verkehrsknotenpunktes, die erst zehn Jahre zurückliegt.. Als gravierende Schäden stufte Schult die vorhandenen nicht ein. Es sei kaum etwas zu sehen, sagte er. „Mir ist schleierhaft, was da für 60000 Euro gemacht werden soll“, stellte er das Vorhaben in Frage. „Denn andererseits bekommen wir die Bushaltestelle an der Dorfstraße nicht hin.“ Die stufte er als wichtiger ein. Ebenso andere Straßen in der Kommune, „die sich in einem weitaus maroderen Zustand befinden“.

Seine angeführte Investitionssumme war allerdings schon „Schnee von gestern“, korrigierte Claudia Klemens die Kosten mit 90000 Euro nach oben. Für die Instandsetzung seien im vergangenen Jahr 50000 Euro angesetzt gewesen. „Das ist mit den aktuellen Marktpreisen aber nicht machbar“, stellte sie ernüchternd und nach zwei vorgenommenen Ausschreibungen der zu erbringenden Bauleistungen fest.

„Das können wir dem Bürger nicht vermitteln“, meldete SPD-Fraktionsvorsitzender Norbert Benedict Bedenken an. Einerseits seien die Kosten enorm, andererseits weisen andere Straßen einen weitaus höheren Investitionsstau auf. Eine Entscheidung fällte der Finanzausschuss nicht. Die Mitglieder stimmten einem Vorschlag von Stadtvertreter Stefan Grunau (CDU) zu. Danach sollen der Bau- und der Ordnungsausschuss bei einer gemeinsamen Vor-Ort-Begehung mit einem Tiefbauexperten die Schäden am Busbahnhof noch einmal genau unter die Lupe nehmen.

Udo Burwitz

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