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Abgelehnt: Kein Hochhaus an der Prorer Wiek

Binz/Prora Abgelehnt: Kein Hochhaus an der Prorer Wiek

83Prozent der Binzer und Proraner votiert gegen die Nutzung des Schulgrundstücks für den geplanten „Wohnturm“

Binz/Prora. In Prora wird kein Hochhaus gebaut – jedenfalls nicht auf dem Gelände der ehemaligen Schule. Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Einwohner beim gestrigen Bürgerentscheid gegen den Verkauf des kommunalen Grundstücks an den Unternehmer Jürgen Breuer ausgesprochen. Der wollte dort ein 104 Meter hohes Gebäude errichten – als architektonische Aufarbeitung der Geschichte des Kolosses, wie es zur Begründung hieß. Doch das Votum der Binzer und Proraner war deutlich: 2398 lehnten den Verkauf und damit das Vorhaben ab, 486 sprachen sich dafür aus. Das Ergebnis zeichnete sich bereits nach der Auszählung des ersten Stimmbezirks ab, als 104 Wahlberechtigte dafür und 501 dagegen stimmten. Das für die Ablehnung notwendige Quorum von 1195 Nein-Stimmen war dann spätestens nach der Auszählung des dritten Wahlbezirks erreicht.

Dass das Projekt so viele Gegner auf den Plan rief, hat die Gemeinde offenbar überrascht. Bürgermeister Karsten Schneider sagte, er habe natürlich auch in verschiedenen Gesprächen mitbekomen, was die Binzer und Proraner von den Plänen halten. „Da war aber doch der eine oder andere darunter, der die Idee gar nicht so schlecht fand.“ Dass eine solch große Mehrheit sich dagegen ausspreche, damit habe er nicht gerechnet.

Das Hochhaus-Projekt ist damit aus Binzer Sicht gestorben. Weder die Gemeinde noch der Unternehmer werde es nach der Ablehnung weiter verfolgen. „Das hat Herr Breuer ja bereits im Vorfeld mehrfach betont“, so Schneider. In finanzielle Schwierigkeiten bringt der geplatzte Verkauf die Gemeinde nicht. Die Kommune habe nicht darauf spekuliert, sagt der Bürgermeister: „Wir hatten das Geld an keiner Stelle eingeplant, es wird also deswegen auch kein Projekt gestrichen werden müssen, wenn das Areal nicht veräußert wird.“

Wie die Zukunft der Fläche aussieht, ist nach wie vor offen. Auf die Ausschreibung der Gemeinde hin hatte es neben Jürgen Breuer noch weitere Bewerber mit ganz anderen Ideen gegeben. Die Vorschläge werde man sich noch einmal ansehen und gegebenfalls erneut ausschreiben. Hochhaus-Pläne dürften aber auch dann keine Chance auf Realisierung haben.

mt

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