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Bergen: Nominiert die CDU eine SPD-Frau als Stadtpräsidentin?

Bergen Bergen: Nominiert die CDU eine SPD-Frau als Stadtpräsidentin?

Obwohl Ex-Amtsgerichtsdirektor Rainer Eggers (CDU) als kompetent gilt und von Linke und GBB mitgetragen werden würde, ist Kristine Kasten eine heiße Anwärterin für das Amt

Bergen. Wer wird Präsident in Bergen? Auf ihrer jüngsten Sitzung hatten die Stadtvertreter die anstehende Wahl eines neuen Vorstehers wieder von der Tagesordnung genommen.

 

OZ-Bild

Kristine Kasten (SPD)

Quelle:

Grund: Die CDU/FDP-Fraktion – als stärkste Kraft mit dem Vorschlagsrecht – habe sich noch auf keinen Kandidaten einigen können (die OZ berichtete).

Dabei sah es nach dem Rückzug von Eike Bunge auf den Posten des Fraktionsvorsitzenden Mitte September erst ganz einfach aus: Matthias Ewert (CDU) als Stellvertreter sollte nachrücken, weshalb man auf der Sitzung am 17. Oktober einen neuen Vize wählen wollte.

Anfangs durchaus angetan, trat Ewert nach eigenen Aussagen als Kandidat „aus persönlichen Gründen“ schon wenig später wieder zurück. Damit sei laut OZ-Informationen der ehemalige Amtsgerichtsdirektor Rainer Eggers ins Gespräch gekommen. Bunge selbst soll seinen Fraktionskollegen angesprochen haben.

„Ich wäre es gern geworden“, sagt Eggers. „Ich traue mir das Amt auch zu. Und so war ich schon ein bisschen enttäuscht, dass in der Sitzung am 17. Oktober nicht gewählt wurde. Ich hätte es mir gewünscht.“ Rainer Eggers hätte durchaus gute Karten gehabt, die überwältigende Mehrheit einzufahren, handelt es sich bei ihm doch um den Wunschkandidaten vom Grünen Bündnis Bergen (GBB). „Er ist integer und neutral“, sagt Fraktionsvorsitzende Carmen Kannengießer. „Das ist uns wichtig für dieses Amt. Die CDU/FDP-Fraktion meinte aber, zur Bestimmung eines geeigneten Kandidaten nicht genügend Zeit gehabt zu haben.“

Auch aus der Fraktion der Linkspartei kommen Signale, dass man sich auf Eggers einigen könnte. „Unser Fraktionsmitglied Andreas Schröder hat mit Herrn Eggers bereits gesprochen und wünscht ihn sich als neuen Präsidenten der Stadtvertretung“, sagt Vorsitzender Peter Wendekamm. „Ich könnte auch mit ihm leben.“

Teile der CDU/FDP-Fraktion haben allerdings eine SPD-Frau auf dem Wunschzettel: Kristine Kasten. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie für das Amt passt“, sagt Peter Wendekamm. Carmen Kannengießer hält die Sozialdemokratin ebenfalls für ungeeignet: „Sie ist mir für dieses Amt einfach nicht neutral genug.“ Und Eggers? Der lobt Kastens Erfahrungen als Kommunalpolitikerin und findet es gut, dass sie sich in Bergen bestens auskennt. „Ich weiß aber nicht, ob es so richtig ist, wenn die CDU jemanden aus einer anderen Partei als Kandidaten für das Amt des Präsidenten der Stadtvertretung vorschlägt“, sagt er. „Das würde bedeuten, in den Reihen unserer Fraktion gibt es keine geeignete Person.“

Enttäuschung hatte Rainer Eggers bereits während der jüngsten Stadtvertretersitzung gezeigt, die er vorzeitig verließ. „Das war aber nicht wegen der ausgebliebenen Wahl“, versichert der Christdemokrat. „Vielmehr habe ich mich geärgert, dass aus meiner Fraktion ein Antrag gekommen war, das Thema ,Tourismuskonzept für Bergen’ zurück in die Ausschüsse verweisen zu wollen. Dabei war es seit April eben genau dort ständig beraten worden.“

Anfang Dezember muss gewählt werden, sagt Rainer Eggers, denn das Amt könne nur sechs Wochen vakant bleiben. Ob er Konsequenzen zieht, wenn sich seine eigene Fraktion dann doch eher für eine Sozialdemokratin entscheidet, lässt er offen. „Ich treffe meine Entscheidungen, wenn es soweit ist“, sagt Eggers.

Kristine Kasten und Eike Bunge waren gestern für die OSTSEE-ZEITUNG Nicht zu erreichen.

Absprache beantragt

Das Grüne Bündnis Bergen hat beim Präsidium der Stadtvertretung Bergen ein Treffen der Fraktionsvorsitzenden beantragt. „Wir sollten uns abstimmen und auf einen passenden Kandidaten einigen“, sagt GBB-Frau Carmen Kannengießer. Peter Wendekamm von der Linken wünscht sich einen ähnlichen Schulterschluss. „Bei der nächsten Sitzung sollte es einen Kandidaten geben, damit wir das Thema abschließen können.“ Hinzu kommt, dass es einen vorgeschriebenen Zeitrahmen gibt, um das Amt zu besetzen.

Jens-Uwe Berndt

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