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CDU-Mann bezweifelt Einbruch in Bürgermeisterbüro

Bergen CDU-Mann bezweifelt Einbruch in Bürgermeisterbüro

Eike Bunge fordert Aufklärung über Ermittlungsergebnisse / Kriminalpolizei schließt gewaltsame Schreibtischöffnung nicht aus

Bergen. Der Vorsitzende der CDU/FDP-Fraktion der Bergener Stadtvertretung , Eike Bunge, bezweifelt, dass jemals in das Büro von Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos) eingebrochen wurde. Das verkündete er auf der jüngsten Stadtvertretersitzung am vergangenen Montag.

 

OZ-Bild

Eike Bunge

Quelle:

Ende August 2016 hatte Ratzke einen Einbruch in ihrem Büro bei der Polizei angezeigt und angegeben, dass Unbekannte ihren Schreibtisch geöffnet hätte, in dem sich vertrauliche Dokumente befunden haben sollen (die OZ berichtete). Damals war die Tat von den Fraktionsvorsitzenden einhellig verurteilt worden. Allerdings hatten Vertreter der CDU in den zurückliegenden Monaten immer mal wieder Zweifel an den Schilderungen Ratzkes geäußert und Informationen zum Ermittlungsstand gefordert.

„Ich glaube nicht daran“, sagte Bunge über den Einbruch und forderte „ein letztes Mal“ Aufklärung, da mit der Anzeige die Stadtvertreter und Verwaltungsmitarbeiter unter Generalverdacht gestellt worden seien. „Wir stehen hinter allen Mitarbeitern des Rathauses und trauen niemandem solche Tat zu“, betonte Bunge. „Sie haben unsere Solidarität. Und Sie, Frau Ratzke, sollten sich auch hinter ihre Mitarbeiter stellen.“

Anja Ratzke informierte die Stadtvertreter darüber, dass die Ermittlungen von der Polizei an die Staatsanwaltschaft Stralsund übergeben worden seien.

Das bestätigt Oberstaatsanwalt Martin Cloppenburg. „In einem Gutachten ist das Landeskriminalam zu dem Ergebnis gekommen, dass es mit einem Gegenstand, der nicht der Originalschlüssel ist, am Rollcontainer des Schreibtisches einen Öffnungsversuch gegeben hat“, sagt Cloppenburg. „Gleichzeitig kann anhand der Spuren aber auch nicht sicher gesagt werden, ob dem auch tatsächlich so war.“ Der Fall sei bei der Stralsunder Staatsanwaltschaft derzeit in Bearbeitung. Am Ende werde geprüft, ob es zu einer Anklage kommt oder die Ermittlungen ergebnislos eingestellt werden müssen.

Martin Cloppenburg rechnet zeitnah mit einem Entschluss.

Der von Anja Ratzke im vergangenen Jahr angezeigte Vorfall hatte einige Zeit in Bergen für helle Aufregung gesorgt. Dabei hatte vor allem die Stadtvertreterin des Grünen Bündnis Bergen (GBB), Carmen Kannengießer, Öl ins Feuer gegossen, als sie unverholen einen Verdacht äußerte. „Die Täter suchten offensichtlich nach Unterlagen, die sie selbst als Mitarbeiter der Verwaltung oder als Stadtvertreter belasten könnten, wenn sie an die Öffentlichkeit kämen“, sagte Kannengießer damals.

Jens-Uwe Berndt

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