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CDU will Matthias Ewert als Präsidenten

Bergen CDU will Matthias Ewert als Präsidenten

Die Fraktion nominierte den Malermeister als Kandidaten / Rainer Eggers will auch antreten

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Der neue und der alte Präsident der Stadtvertretung? Geht es nach der CDU/FDP-Fraktion, soll Matthias Ewert (l.) die einstige Funktion von Eike Bunge übernehmen. FOTO: LOEW/ARCHIV

Bergen. Matthias Ewert könnte Bergens neuer Präsident der Stadtvertretung werden. Die CDU/FDP- Fraktion hat sich kürzlich auf den Malermeister als Kandidat für die Nachfolge von Eike Bunge (CDU) geeinigt, der den Vorsitz des Volksvertreter-Gremiums aufgegeben und die Führung der Fraktion übernommen hatte (die OZ berichtete).

Vorausgegangen war dieser Nominierung ein wahrer Bewerber-Poker. Während Ewert von Anfang an Bunges erklärter Wunschkandidat gewesen sein soll, habe der Christdemokrat nach einer anfänglichen Zusage aus persönlichen Gründen seine Bereitschaft wieder zurückgezogen. Und weil sich die CDU/FDP-Fraktion – sie hat in der Stadtvertretung die absolute Mehrheit – bis dato nicht auf einen Kandidaten habe einigen können, war die Wahl des neuen Präsidenten auf den kommenden Montag, 5. Dezember, verschoben worden.

Zwischenzeitlich galt SPD-Fraktionsvorsitzende Kristine Kasten als heiße Favoritin der CDU/FDP- Mannschaft, obwohl sich mit dem ehemaligen Amtsgerichtsdirektor Rainer Eggers in den eigenen Reihen ein Bewerber in Stellung gebracht hatte. Den wollten obendrein auch die Fraktionen der Linken und des Grünen Bündnisses Bergen (GBB) mittragen.

Das Planspiel mit Kristine Kasten war nach Informationen der OZ bei Kreis- und Landes-CDU aber auf Unmut gestoßen, weshalb die Suche nach einem Kandidaten von Neuem begann. Immer wieder neue Namen kursierten. So waren sowohl Taxifahrer Oliver Gurk als auch Kleinunternehmer Torsten Zink Gegenstand der Gerüchteküche. Lediglich Rainer Eggers blieb bei den Überlegungen offenbar außen vor.

„Ich werde mich trotzdem zur Wahl stellen“, kündigte Eggers gestern an. „Wahlen kann man gewinnen oder verlieren – das gehört zur Demokratie.“ Eine gewisse Enttäuschung, in der eigenen Fraktion nicht die erhoffte Anerkennung zu erhalten, schwingt in seinen Worten allerdings mit. „Es gibt nun mal unterschiedliche Auffassungen dazu, wer für das Präsidentenamt geeignet wäre. Allerdings sagt mir in meiner Fraktion niemand, was er gegen mich hat.“ Trotzdem sei die CDU/FDP-Fraktion weiter sein politisches Zuhause. Verlassen will Rainer Eggers sie nicht.

Sozialdemokratin Kristine Kasten tritt nicht als Kandidatin für das Präsidentenamt an. „Wir werden in der Fraktion noch darüber beraten, wen wir als den Geeigneteren ansehen“, sagt Kasten. „Für wen ich mich entscheiden werde, verrate ich nicht, denn es wird eine geheime Präsidentenwahl sein.“

Matthias Ewert bestätigte gestern seine Kandidatur. „Ich wurde auf einer außerordentlichen Sitzung der CDU/FDP-Fraktion vorgeschlagen und mit einer überwältigenden Mehrheit von 93 Prozent als Kandidat für das Stadtpräsidentenamt gewählt“, sagt er. „Da mir die Fraktion die vollste Unterstützung zugesagt hat, sehe ich heute keinen Hinderungsgrund, eine Kandidatur anzunehmen.“

Neben der Präsidentenwahl steht auch die Hauptsatzung der Stadt Bergen auf dem Prüfstand. Nach Informationen der OZ sollen erneut Beschlussvorschläge auf die Tagesordnung kommen, die die Personalhoheit von Bürgermeisterin Anja Ratzke einschränken könnten. Auch stehen Überlegungen zur Debatte, Ausschüsse zu verkleinern. Hier tritt das GBB auf den Plan. „Der Rechnungsprüfungsausschuss soll auf Initiative der CDU/FDP-Fraktion von sieben auf fünf Mitglieder verringert werden“, sagt Carmen Kannengießer, Vorsitzende der GBB-Fraktion. „Das würde bedeuten, dass wir unseren einzigen Sitz in dem Ausschuss verlieren.“ Dabei handelt es sich um Wolfgang Kannengießer, der als sachkundiger Einwohner dem Ausschuss angehört. Per se sei die Verkleinerung von Ausschüssen rechtens, bisher habe es für dieses Anisinnen allerdings noch keine schlüssige Begründung gegeben. „Es ist immer nur von einem ,politischen Willen’ die Rede“, sagt Kannengießer. „Ich vermute, dass die kritischen Stimmen aus den Ausschüssen aussortiert werden sollen.“ Die CDU/FDP-Fraktion äußerte sich gegenüber der OZ dazu nicht. Fraktionsvorsitzender Eike Bunge will am Montag die Beschlussvorlagen begründen.

Jens-Uwe Berndt

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