Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen „Clown Max“ will Bürgermeister werden
Vorpommern Rügen „Clown Max“ will Bürgermeister werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 03.04.2014
Sagard

„Max macht‘s“ lautet sein berufliches Credo. Als Clown Max bringt Ulf Reimann kleine und große Insulaner zum Lachen. Jetzt will der gute Laune verbreitende Sagarder in die Politik: Ulf Reimann tritt zur Kommunalwahl an, er will Bürgermeister in Sagard werden.

Ulf Reimann kann Leute begeistern. Ob er auch das Vertrauen der Sagarder für das Ehrenamt des Gemeindeoberhauptes gewinnen kann, wird sich am 25. Mai zeigen. Beim Gang an die Wahlurne haben die Sagarder nämlich tatsächlich eine Wahl. Denn Reimann tritt nicht allein an. „Bei der Bürgermeisterwahl in Sagard werden drei Bewerber um die Stimmen kämpfen“, sagt die Verwaltungschefin des Amtes Nord-Rügen, Gabriele von der Aa, die auch den Gemeindewahlausschuss leitet. Der hat getagt und die Wahlvorschläge für alle amtsangehörigen Kommunen geprüft. „Alle eingereichten Vorschläge sind zugelassen“, bringt sie das Prüfungsergebnis auf den Punkt.

Für Clown Max alias Ulf Reimann bedeutet das starke Konkurrenz. Denn zur Bürgermeisterwahl in Sagard hat die Partei Die Linke mit Aenne Sahr das amtierende Gemeindeoberhaupt zu ihrer Kandidatin gekürt. Für die Wählergemeinschaft Bündnis für Rügen (BfR) tritt mit Sandro Wenzel ein Kandidat für den Bürgermeisterposten an, der in der aktuellen Gemeindevertretung bereits Sitz und Stimme und somit Erfahrungen in der Kommunalpolitik gesammelt hat. „Für mich ist das absolut ungewohntes Terrain“, räumt Ulf Reimann ein, der als Einzelbewerber antritt. „Mir haben aber viele Leute gesagt, mach‘ es, weil sie unzufrieden sind. Sie wollen bei der Gemeindeentwicklung mehr integriert, mitgenommen werden. Da habe ich wiederum durch meine berufliche Selbstständigkeit ziemlich viel Erfahrung.

Das Mitnehmen steht für mich bei der Bürgermeisterwahl auch im Vordergrund.“

Während in Sagard zur Bürgermeisterwahl drei Kandidaten um das Vertrauen der Wähler kämpfen, werden die in der Jasmunder Nachbarkommune Glowe bei der Wahl des neuen Gemeindeoberhauptes nur zu entscheiden haben, ob sie mit Ja oder Nein stimmen. Um den Posten in Glowe bewirbt sich nur ein Kandidat — Thomas Mielke. Das BfR hat den amtierenden Bürgermeister erneut als ihren Bewerber für dieses Ehrenamt aufgestellt.

In Lohme tritt das aktuelle Gemeindeoberhaupt ebenfalls wieder zur Wahl an. Die CDU hat Bürgermeister Matthias Ogilvie zu ihrem Kandidaten gekürt. Doch der Inhaber des Ehrenamtes bekommt Konkurrenz.

Die Freie Wählergemeinschaft Lohme hat Klaus Peper als Bürgermeisterkandidaten nominiert. Er ist bereits seit Jahren Gemeindevertreter.

In der neuen Volksvertretung von Lohme werden aber weniger Kommunalpolitiker sitzen, kündigt Gabriele von der Aa an. „Lohme verliert zwei Sitze. In der neuen Gemeindevertretung sind es nur noch sieben. In der zu Ende gehenden Legislaturperiode sind es noch neun Kommunalpolitiker, die für die Gemeindeentwicklung die Entscheidungen treffen.“ Grund dafür sei der Einwohnerrückgang. „Die Einwohnerzahl in der Gemeinde Lohme ist unter die 500er Marke gerutscht“, so von der Aa.



Udo Burwitz

Die Band „Club der toten Dichter“ gastiert morgen mit ihrem neuen Schiller-Programm im Insel-Theater in Putbus. Die OZ sprach vorab mit dem Gründer Reinhardt Repke.

03.04.2014

Am Sonnabend machen erstmals alle Gemeinden Nord-Rügens gemeinsam ihren Frühjahrsputz. Auch die Radwege sollen künftig weiter ausgebaut werden.

03.04.2014

Der russische Regisseur Aleksei Fedortschenko hat seinen 2010 produzierten Film „Stille Seelen“ selbst als „erotisches Drama“ beschrieben. Das können Insulaner und Gäste morgen in Sassnitz erleben.

03.04.2014