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Ein starkes Museumsnetz für eine sichere Zukunft

Göhren/Karlino Ein starkes Museumsnetz für eine sichere Zukunft

Die Gemeinden Göhren, Karlino und Walcz unterzeichnen Partnerschaftsvereinbarung für ein Deutsch-Polnisches Geschichtsforum / Großes Trachtenfest im Ostseebad geplant

Göhren/Karlino. Ein wichtiger Schritt für die zukunftsweisende Entwicklung der Mönchguter Museen ist getan: Die Gemeinden Göhren, Karlino und Walcz haben im polnischen Karlino eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet. Damit ist die Voraussetzung erfüllt, Interreg-Fördermittel für ein gemeinsames Deutsch-Polnisches-Geschichtsforum zu beantragen. Die drei Kommunen setzen auf eine enge Zusammenarbeit und wollen ein innovatives Museumsnetzwerk über die Ländergrenzen hinweg knüpfen.

 

OZ-Bild

Halten die Tracht lebendig: OZ-Mitarbeiterin Steffi Besch und Christian Pisch, Leiter der Mönchguter Trachtengruppe.

Quelle: Gerit Herold/oz-Archiv
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Nach der Vertragsunterzeichnung (v.l.) : Danuta Butrym, Direktorin Kulturzentrum Karlino, Göhrens Bürgermeister Wolfgang Pester und Boguslawa Towalewska, Bürgermeisterin Walcz.

Quelle: Kurverwaltung Göhren
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Halten die Tracht lebendig: OZ-Mitarbeiterin Steffi Besch und Christian Pisch, Leiter der Mönchguter Trachtengruppe.

Quelle: Gerit Herold/oz-Archiv

„Wir hoffen dann zum Jahresende mit einem positiven Bescheid, um die gemeinsam entwickelten Ideen umsetzen zu können“, schaut Kurdirektor Jörn Fenske voraus – und auf die letzten beiden Jahre zurück.

Seit 2014 arbeiten die drei Partnerstädte und deren Museen eng zusammen, bringen sich aktiv in das gemeinsame Projekt ein und erforschen die Geschichte der ehemaligen Region Pommerns. Nun hat jeder sein Teilprojekt klar im Blick: Das Ostseebad Göhren möchte über die Interreg-Förderung die inhaltliche Neuausrichtung des Heimatmuseums und die Gestaltung des „Pommerschen Trachtenmuseums“

beantragen. Die Stadt Walcz plant die Erweiterung ihres Freilichtmuseums mit dem Bau eines Ausstellungsgebäudes, in dem das Wissen um die Geschichte des „Pommernwalls“ vertieft werden soll. Und die Stadt Karlino plant bauliche und inhaltliche Erneuerungen in ihrem Stadtmuseum, das damit mehr Raum für neue Präsentationen erhält. In den nächsten Jahren sind auch eine Fülle von gemeinsamen Projekten geplant, die sich mit der Historie der drei Regionen beschäftigen: mit Handel und Wandel, Sitten und Bräuchen, Liedern und Tänzen, mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Dazu sind Workshops, Vorträge, Exkursionen, Ausstellungen und Internet-Auftritte in Arbeit, die in jedem Jahr bei jedem Partner stattfinden sollen.

Eine Idee: „Wir wollen in Göhren ein mehrtägiges Trachtenfest veranstalten“, kündigt Jörn Fenske an. Es gehe aber auch darum, zu erforschen, welche Rolle die Region Pommern in verschiedenen Epochen gespielt und welchen Einfluss dies auf die Entwicklung der heutigen drei Regionen hatte. Dabei sei aber auch wissenschaftliche Hilfe von Historikern notwendig.

Die fachkundige Hilfe von Bauleuten ist derzeit gefragt bei der Sanierung des Heimatmuseums, die im August begonnen hat. In den nächsten Monaten wird das um 1847 errichtete denkmalgeschützte Haus erneuert und soll durch einen modernen Anbau erweitert werden. Doch bei den Arbeiten gab es einen unerwarteten Stopp. „Wir mussten den Bauantrag ändern und die Statik neu berechnen“, so der Kurdirektor. Im Dachstuhl wurde – wie schon im Museumshof – das zu DDR-Zeiten gängige Holzschutzmittel Hylotox festgestellt, wodurch dieser nun nicht mehr erhaltenswert sei. Im Einklang mit der Denkmalschutzbehörde wird der Dachstuhl am Montag entsorgt. Parallel dazu beginnen die Erdarbeiten für den neuen Anbau.

Pommersche Volkstrachten im Fokus

3 Trachten sollen zukünftig bei der Museumsarbeit im Fokus stehen. Das sind neben der Mönchguter Tracht auch die Belbucker Bauerntracht und die Weizackertracht. Die Tracht der Bauern aus dem Gebiet des Pyritzer Weizackers ist die bekannteste Volkstracht Pommerns. Der Wohlstand der Bauern, die die sehr fruchtbaren Böden dieser Landschaft bewirtschafteten, spiegelte sich besonders in ihrer Festtagskleidung wider.

Gerit Herold

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