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Bergen Einfach anfangen: Jugendliche wollen sich einmischen

Nach Jugend-Demografie-Dialog wollen Schüler der Insel weiterarbeiten

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Suchen noch Mitstreiter für die Initiative zu einem Jugendrat Rügen: Jule Neumann (Sellin), Marvin Müller (Binz), Jette Buttgereit (Bergen), Tabio Romanski und Gertje Koslik (beide Garz), Lena Droese (Sassnitz) sowie Fereshte Fenty (Bergen).

Bergen. Warum nicht einfach anfangen und die Initiative ergreifen für einen Jugendrat auf Rügen? Das fragten sich einige Jugendliche der Insel, die sich nach Abschluss des vom Landkreis mitorganisierten „Jugend-Demografie-Dialogs“ dazu verabredeten, den gerade entstandenen Dialog nun gar nicht erst wieder abreißen zu lassen.

OZ-Bild

Nach Jugend-Demografie-Dialog wollen Schüler der Insel weiterarbeiten

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Jugend-Demografie-Dialog

Am „Jugend-Demografie-Dialog“ nahmen hundert Jugendliche aus Vorpommern-Rügen als einem von bundesweit vier Landkreisen teil. Der Rügener Workshop fand im Juli im Nachbarschaftszentrum Bergen-Rotensee statt. Ende September gab es ein Vernetzungstreffen in Stralsund. Die Ergebnisse wurden dann Mitte November auf einer abschließenden Tagung in Zingst vorgestellt.

Lena Droese arbeitet bereits im Jugendbeirat Sassnitz (JuBS) mit und auch in Bergen soll ein solcher entstehen, wissen Emma Heusler, Jette Buttgereit und Fereshte Fenty. „Es ist wahrscheinlich nicht sinnvoll, in jeder Gemeinde einen Beirat zu gründen, weil sich nicht genügend Leute finden würden“, glaubt Gertje Koslik aus Garz. „Aber es wäre vielleicht gut, einen Jugendrat zu haben, der örtliche Beiräte in den drei größten Städten Bergen, Sassnitz und Binz vernetzt“, kann sich die Schülerin vorstellen.

In der Inselhauptstadt soll künftig ein Beirat gebildetet werden, der allerdings aus Vertretern der Schulen gebildet wird und in Binz gab es bereits einen, der jedoch wieder einschlief. „Den würde ich gern wiederbeleben“, sagt Marvin Müller, der im Ostseebad aktiv werden möchte. Da könnten dann auch Jugendliche aus anderen Orten der Bäderküste mitarbeiten wie Jule Neumann aus Sellin.

Zwar existiert seit Mai 2014 ein Schülerrat auf Kreisebene, der sei aber in erster Linie zuständig für Fragen von Lehrplänen oder Prüfungsordnungen, sagt Isabel Brunk aus Altefähr. Die 17-Jährige ist zugleich Vorsitzende des Landesschülerrats und neben Jennifer Hartwig aus Göhren und Klemens Kujanneck aus Waase die dritte Vertreterin der Insel in dem Gremium. Die Tätigkeit von Jugendbeiräten ist jedoch einerseits thematisch weiter gefasst als jene von Schülervertretungen, andererseits können junge Leute mitarbeiten, die nicht mehr zur Schule gehen und zudem „sind lokale Beiräte sicher sinnvoller als überregionale Strukturen“, hat Corinna Gregull erfahren. Die Arbeit auf Landkreisebene sei schwer zu organisieren. Gleichwohl findet die Mitarbeiterin des Jugendrings Rügen „die Partizipation junger Menschen an allen Vorgängen in der Gesellschaft grundlegend wichtig“. Die Frage sei nur wie? „Man wird Jugendliche nicht für Ausschusssitzungen und bürokratische Vorgänge begeistern können, wohl aber für punktuelle Mitarbeit an der Lösung unmittelbar sie selbst betreffender Fragen“, so Gregull. „Daher sind lokale und vernetzte Beiräte auch sinnvoller als überregionale Strukturen.“ An dem „Jugend-Demografie-Dialog“ der Bundesregierung hatten rund hundert Jugendliche aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen als einem von bundesweit vier Landkreisen teilgenommen (die OZ berichtete). In fünf dezentralen Workshops – darunter einer in Bergen – erarbeiteten die Jugendlichen einen Ideen-Katalog, den sie bei einem Vernetzungstreffen in Stralsund vereinheitlichten. 40 von ihnen präsentierten die Ergebnisse schließlich auf einer Abschlussveranstaltung im November in Zingst. Fragestellung: Was muss in meiner Region passieren, damit ich hier meine Zukunft sehe?

„Wir würden uns aber gern auch mit konkreteren Problemen und deren Lösung befassen“, sagt Tabio Romanski. Der Garzer würde gern auch über kulturelle und sportliche Angebote und Öffnungszeiten, schnelles Internet oder öffentlichen Nahverkehr nachdenken, damit junge Leute an Training oder Freizeitangeboten teilnehmen können. Interessenten können sich bei Tabio Romanski unter tabrom@web.de melden.

Uwe Driest

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