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Fest zum 60. Jahrestag des Stadtrechts trotzt Regen

Fest zum 60. Jahrestag des Stadtrechts trotzt Regen

Wegen anhaltenden Regens blieben die aufgebaute Bühne wie auch der auf dem Rügenplatz aufgebaute Biergarten in Sassnitz ungenutzt. Kinder und Erwachsene von Vereinen und Initiativen wechselten kurzerhand in das Festzelt, wo sie ihr eingeübtes Programm begeistert und begeisternd vortrugen.

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Die Pep-Steps des Karnevalsvereins und die Jasmunder Plattdänzer machen Sassnitz zur Rügener Hochburg des Tanzes. FOTOS (4): UWE DRIEST

Sassnitz. „Am Kurplatz sagten alte Einwohner, dass vor 60 Jahren an diesem Tag die Sonne schien“, hatte Frank Kracht gehört. „Heute feiern wir leider nicht bei eitel Sonnenschein.“ Zum Trost spendierte der Bürgermeister zum 60-jährigen Jubiläum des Stadtrechts am Sonnabend 60 Liter Bier und Slush-Eis soviel die Kindermägen fassten. „Auf gute Zusammenarbeit in den kommenden 60 Jahren“, stieß Kracht sodann mit seinen Kollegen Beatrix Wilke (Putbus), Karsten Schneider (Binz) und Hartwig Diwisch (Baabe) an.

OZ-Bild

Wegen anhaltenden Regens blieben die aufgebaute Bühne wie auch der auf dem Rügenplatz aufgebaute Biergarten in Sassnitz ungenutzt. Kinder und Erwachsene von Vereinen und Initiativen wechselten kurzerhand in das Festzelt, wo sie ihr eingeübtes Programm begeistert und begeisternd vortrugen.

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Wie aus Kübeln schüttete es während des Festumzugs und den gesamten Nachmittag über, so dass die aufgebaute Bühne mitsamt Biergarten ungenutzt blieben. Stattdessen drängten sich Besucher und Künstler im Festzelt. Dort trugen Kinder und Erwachsene der 15 beteiligten Vereine unbeirrt von den widrigen Bedingungen und mit großer Begeisterung ihr eingeübtes Programm vor.

Pascal Gerstung (20), der schon seit der ersten Klasse tanzt, legte mit Anabell Budde (17) und den Jasmunder Plattdänzern eine heiße Sohle aufs Parkett. Die Tanzgruppe hatte bereits beim kulturellen Warm-up auf dem Kurplatz Begeisterung ausgelöst. Das weitere Programm bestritten das Frauen-Kammerensemble „vocal total“, der Sassnitzer Karnevalclub mitsamt seinen „Pep Steps“, Volkschor, Shanty-Chor, Jugendblasorchester, Jugendfeuerwehr, Judoka von Sho Bu Kan oder Sassnitzer Klönclub.

Grundschul-Lehrerin Kristina Kauertz freute sich auf den Auftritt ihrer Schützlinge: „Wir haben mit zwei vierten Klassen ein kleines Programm auf plattdeutsch eingeübt, an dem die Knirpse ganz begeistert teilnahmen.“

Eine originelle Idee hatte sich der Leiter des Stadtarchivs, Frank Biederstaedt, mit der „Zeittonne“. Kinder und Erwachsene füllten Fragebögen aus, die samt Foto für 20 Jahre unter Verschluss gehalten werden und danach nur vom Absender eingesehen werden dürfen. Welche „Botschaft an mich selbst in 20 Jahren“ sie geschrieben hatte, verriet Laura Grugel (12) aus der Klasse 6c nicht.

Am späten Nachmittag klarte der Himmel ein wenig auf und wer wollte, konnte die wenigen Schritte nach Alt-Sassnitz wagen, wo Dahlmanns Bazar anlässlich des Stadt-Jubiläums zur „Langen Nacht der Literatur“ mit den Rügener Autoren Eugen Kozik, Eckhard Lau, Klaus Schütt, Irmgard Senf und Klaus Wondratschek geladen hatte. Die Texte zum Thema „Erzählungen von den Inseln“ reichten von autobiographischer Prosa bis zu Lyrik und Schüttelreim.

Obwohl Sassnitz bereits 1538 erstmals urkundlich erwähnt wurde und nach dem Bau des Hafens Ende des 19. Jahrhundert schnell wuchs, erhielt der Ort erst 1957 sein Stadtrecht verliehen. Damit ist die Stadt mit ihren knapp 10 000 Einwohnern nicht nur nach Bergen die zweitgrößte Stadt auf Rügen, sondern auch die zweitjüngste in Mecklenburg-Vorpommern. Der Ort, der von Tourismus, Fischverarbeitung und Kreideindustrie lebt, hat seit 1998 wieder die staatliche Zertifizierung als Erholungsort und strebt die Anerkennung als „Thermal-Kreideheilbad Sassnitz“ an. Den Sassnitzern bleibt im Rahmen ausgleichender Gerechtigkeit besseres Wetter zu wünschen, wenn am kommenden Wochenende das Forschungsschiff Ludwig Prandtl zum Open Ship einlädt und sie am darauffolgenden die Hafentage ausrichten.

Uwe Driest

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