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Für 1,2 Millionen vom Schuppen in einen Neubau

Ummanz Für 1,2 Millionen vom Schuppen in einen Neubau

Die Ummanzer haben ihre Pläne konkretisiert: 2018 soll der Bau eines kombinierten Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshauses starten

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In einem Schuppen auf dem Wirtschaftshof in Waase sind zurzeit der Mannschaftswagen sowie das Löschfahrzeug der Ummanzer Feuerwehr untergebracht.

Quelle: Foto: Chris-Marco Herold

Ummanz. . Gleich am Ortseingang von Waase wollen die Ummanzer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Direkt neben der Buswendeschleife soll ein eingeschossiges Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus entstehen. „Endlich hätten unsere Kameraden dann ein ordentliches Zuhause für ihre Fahrzeuge, Ausrüstung und sich selber. Und wir Ummanzer hätten endlich einen Anlaufpunkt zu gemeinschaftlichen Treffen aller Art“, sagt Bürgermeister Holger Kliewe (CDU).

Die Wehr

25 Mitglieder hat nach Angaben von Bürgermeister Holger Kliewe derzeit die Ummanzer Wehr.

In der Jugendfeuerwehr sind aktuell etwa 15 Mädchen und Jungen mit von der Partie. Gegründet wurde die Nachwuchstruppe im November 2013.

Diese Lösung zweier aktueller Probleme wird nicht billig. „So etwa 1,2 Millionen Euro wird das kosten“, sagt das 54 Jahre alte Gemeindeoberhaupt. Hofft aber natürlich auf Fördermittel in einer Höhe zwischen 75 und 85 Prozent. Zwei Töpfe, die es anzuzapfen gilt, haben die Ummanzer dabei im Blick: für das Gerätehaus den des Innenministeriums des Landes für die Feuerwehren, für das Gemeinschaftshaus zum anderen den zur Förderung des ländlichen Raumes. „Beide Bereiche werden mit einem Zwischentrakt verbunden sein. Öffentliche Sanitäranlagen, die es bislang auf Ummanz gar nicht gibt, vervollständigen das Gesamtvorhaben“, macht Kliewe deutlich. Er rechne mit einem Baubeginn im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres. „Vorher müssen wir aber noch ordentlich unsere Hausaufgaben erledigen, den Vorentwurf zu einer Genehmigungsplanung werden lassen.“

Das werden die Ummanzer wohl gerne tun. Denn die aktuellen Bedingungen für ihre Kameraden sind unhaltbar. Ihr Domizil in einem Teil des alten Speichers auf dem Waaser Wirtschaftshof zählt jedenfalls nicht zu den ersten Adressen unter den Feuerwehren der Insel Rügen. Dort kriegen sie gerademal eines ihrer beiden Fahrzeuge unter. Duschen haben sie dort zwar. „Aber vor allem feuchte Wände“, weiß

der Bürgermeister. Deshalb müsse ein Neubau her mit Platz für die Kameraden und die die beiden Fahrzeuge. Schon allein, weil die Feuerwehrunfallkasse der Gemeinde im Nacken sitze. „Wir müssen reagieren.“

Seit September 2015 verfügt die Freiwillige Feuerwehr Ummanz auch über einen allradgetriebenen Mannschaftswagen. Der bringt die Kameraden zum Einsatzort, zieht bei der Wasserrettung das Mehrzweckboot, befördert die Jugendfeuerwehr zu Wettkämpfen. „Das Fahrzeug ist unerlässlich. Mit rund 42 Quadratkilometern Fläche sind wir eine sehr große Gemeinde und unsere Einsatzgebiete liegen oft abseits der Straßen“, sagt Gemeindewehrführer Andre Möller (33). Und schließlich haben die Ummanzer noch ihr Löschfahrzeug. „Damit das in den alten Speicher passt, musste der Fußboden abgesenkt werden. Das ist auch ein Grund dafür, dass Wände feucht geworden sind und sich Salpeter im Mauerwerk ausbreitet“, sagt Kliewe, der Lorenz Caffier (CDU), Innenminister des Landes, die ehrgeizigen Pläne unlängst an Ort und Stelle vorgestellt hatte.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – vorgemacht haben es den Ummanzern die Trenter Nachbarn. Bei denen ist seit März dieses Jahres Schluss mit Drängelei und Provisorien: Denn damals haben sie ihren zweistöckigen Mehrzweckanbau am Gerätehaus beziehen können. Im Erdgeschoss haben die Kameraden Platz für Schulungen und ihre Ausrüstung. Oben drüber kann Gemeindepolitik betrieben, können Feste gefeiert, Vorträge gehalten „oder auch mal Filme gezeigt“ werden. „Es ist eine Begegnungsstätte für das ganze Dorf“, sagte Bürgermeisterin Kirsten Wiktor (parteilos) zur Eröffnung. Und davon träumen mittlerweile auch die Ummanzer.

Chris-Marco Herold

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