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Fusionspläne: Was sagen die Bürger?

Mönchgut Fusionspläne: Was sagen die Bürger?

Einwohnerversammlungen zum Zusammenschluss von Middelhagen, Thiessow und Gager zur Gemeinde „Mönchgut“

Mönchgut. Nun ist die Basis gefragt: Über den aktuellen Stand der Fusionspläne von Middelhagen, Gager und Thiessow zu einer neuen Gemeinde „Mönchgut“ können sich die Bürger auf Einwohnerversammlungen informieren lassen und mitdiskutieren. Dies soll am Mittwoch, dem 9. November, parallel in den drei Orten geschehen.

Drei Sitzungen parallel

19 Uhr beginnen die Sitzungen in den drei Gemeinden am morgigen Mittwoch, dem 9. November. Die Bürger von Gager sind in der Grundschule „Mönchgut“ (Boddenstraße 1a) willkommen, die Bürger von Middelhagen in der Kurverwaltung (Dorfstraße 4) und die Bürger von Thiessow in der Kurverwaltung (Hauptstraße 36).

Nachdem die Volksvertreter der drei Mönchguter Gemeinden im Mai einen Grundsatzbeschluss über eine mögliche Fusion ihrer Gemeinden gefasst hatten (die OZ berichtete), soll den Einwohnern nun das Positionspapier vorgestellt werden, das die Arbeitsgruppe in den letzten Monaten zusammengestellt hat. Dem Arbeitskreis, der im Fusionsprozess als koordinierendes Gremium fungieren soll, gehören Middelhagens Bürgermeister Ulrich Kliesow (WG „Wir Alle“), Thiessows Bürgermeistern Holger Roepke (parteilos) und Gagers Bürgermeister Peter Quilitzsch (WG Gager-Groß Zicker) an. Weiterhin sind darin ihre drei ersten Stellvertreter David Masuch (Middelhagen), Jürgen Freese (Thiessow), und Dr. Detlef Besch (Gager) vertreten.

Welche Vorteile bringt ein Zusammenschluss der Gemeinden? Was ändert sich für die Gemeinde, was konkret für den Bürger? Was bleibt gleich? Diese und andere Fragen sollen geklärt werden. Weil eine Fusion nur erfolgreich sein könne, wenn sie von der Mehrheit der Bevölkerung auch getragen werde, soll die Öffentlichkeit schon am Beginn des zweifellos längeren Prozesses mit in die Entscheidungsfindung einbezogen werden, heißt es. Doch so lang scheint der Prozess dann doch nicht geplant: Die Fusion könnte schon 2017 über die Bühne gehen.

Die Kommunalverfassung MV strebt an, dass Gemeinden nicht weniger als 500 Einwohner haben sollen. Dies erfülle aktuell nur die Gemeinde Middelhagen mit 603 Einwohnern. Die Gemeinde Ostseebad Thiessow zählt 354 Einwohner und die Gemeinde Gager 388 Einwohner. Nach einer Fusion würde die Einwohnerzahl in der neuen Gemeinde „Mönchgut“ dann auf 1345 anwachsen.

Der Zusammenschluss zu einem dann leistungsstarken Gemeindeverbund biete die Chance vor dem Hintergrund immer geringerer finanzieller Mittel, die bestehenden Potentiale zu bündeln und Investitionsvorhaben anzuschieben. Einsparpotentiale würden sich beispielsweise durch höhere Schlüsselzuweisungen, niedrigere Amtsumlage, nur eine Kreisumlage und einen Haushalt ergeben sowie durch die Einsparung von Sitzungsgeldern. Künftig gäbe es nur noch einen Bürgermeister und eine Gemeindevertretung. Synergie- und Spareffekte erhofft man sich auch im Bereich der Kurverwaltungen. Deren Standorte und Personal sollen erhalten bleiben, langfristig könnte es eine Hauptstelle und nur noch einen Kurdirektor geben. Die drei genannten Gemeinden sollten sich in diesem „kleinen Rahmen“

zusammenschließen ohne die angrenzenden Ostseebäder Göhren und Baabe, weil diese ganz anders strukturiert seien. Die Identität der drei Gemeinden soll erhalten bleiben. Zudem würden Middelhagen, Gager und Thiessow schon in einigen Bereichen zusammenarbeiten, so im Schul- und Kitaverband. Neben der Sicherung des Kita-Standortes habe auch die Sicherung des Schulstandortes für die neue Gemeinde absolute Priorität und dies nicht nur laut Schulentwicklungsplanung des Landkreises Vorpommern-Rügen für die nächsten fünf Jahre. Apropos Schule: Ein Teil des „Hochzeitsgeldes“ bei einer Fusion soll in den Bau der geplanten Sporthalle an der Schule fließen.

Die Wahl der neuen Gemeindevertretung und des Bürgermeisters könnte zusammen mit der Bundestagswahl im Herbst nächsten Jahres erfolgen, wird im Positionspapier angekündigt. Als Ansprechpartner können Ortsteilvertreter aus den fusionierenden Gemeinden als gleichrangige Verhandlungspartner in einer Einwohnerversammlung gewählt werden.

Für Kritiker, so vom Tourismus- und Gewerbeverein „Mönchgut“, ist die Eile unbegründet. Auch gibt es Unverständnis über den Ausschluss von Göhren und Baabe, die nicht befragt wurden. Ebenso Stimmen, gleich eine Großgemeinde Mönchgut-Granitz mit Amtssitz in Baabe zu gründen mit einem hauptamtlichen Bürgermeister. Diese Großgemeinde hätte rund 7000 Einwohner und 26500 Gästebetten (die OZ berichtete).

Gerit Herold

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