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ICE-Anschluss, Flughafen und B 96n

Binz ICE-Anschluss, Flughafen und B 96n

Die Rügener FDP will Touristen unkomplizirten Zugang zur Insel ermöglichen

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Einen besseren Bahnanschluss mit mehr IC- und ICE-Verbindungen parallel zum Straßenausbau fordert die FDP. Archiv-

Quelle: Hannes Ewert

Binz. Auch wenn sich das Interesse am Tourismus-Forum der Rügener FDP im Binzer Arkona-Strandhotel am Freitagabend äußerst in Grenzen hielt – Direktkandidat Sven Heise (26) und seine Gäste – darunter die liberale Spitzenkandidatin für den Landtag in MV, Cécile Bonnet-Weidhofer – hielten kämpferische Reden. Allen voran Heise, der die Veranstaltung organisiert hatte. Die geringe Zahl von nur 25 Gästen (inklusive geladener Polit-Prominenz und MV-Dehoga-Präsident Guido Zöllick) schüchterte ihn nicht ein.

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Die Rügener FDP will Touristen unkomplizirten Zugang zur Insel ermöglichen

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Sven Heise sieht viele Baustellen in Sachen Tourismus auf der Insel. So sei aus seiner Sicht die Chance auf einen Insel-Flughafen vertan, ohne den eine gut funktionierende Toursimus-Region eigentlich nicht auskomme. Von den großen Bahnverbindungen abgeschnitten zu sein, findet der Landtagskandidat mindestens ebenso schlimm wie die Bauverzögerungen an der B 96n. „Die durchschnittliche Verweildauer auf Rügen sind 4,6 Tage“, rechnete Heise vor. „Wenn allein 0,6 Tage davon für An- und Abreise benötigt werden, wird Rügen für Urlauber irgendwann keine Attraktivität mehr besitzen.“ Ein Verkehrskonzept soll her, das Luft, Schiene und Straße gleichermaßen einbeziehe.

Cécile Bonnet-Weidhofer hatte Heise zuvor eine Steilvorlage gegeben, indem sie der aktuellen Landesregierung vorwarf, die Chancen der Tourismuswirtschaft zu verspielen. Und das nicht nur, weil infrastrukturelle Maßnahmen gerade auf Rügen Mangelware seien. Vor allem in der Bildung eines geeigneten Nachwuchses für die Hotel- und Gastronomiebranche hätten die Verantwortlichen bisher versagt. Deshalb – so kündigte sie an – sei mit der FDP im Landtag mit einer Bildungsoffensive zu rechnen. Und so wie Bonnet-Weidenhofer eine Bettensteuer ablehnte, schwor der ehemalige FDP-Landtagsabgeordnete Gino Leonhard auf die einst von der FDP durchgedrückte Sonderregelung bei der Mehrwertsteuer für Hotels von 7 Prozent. Alle Redner waren sich einig: Dieser Wert muss auch für die Gastronomie gelten, sei diese doch vom Beherbergungsbetrieb nicht zu trennen. Die Tourismusbranche müsse insgesamt entlastet werden, sei sie doch die einzige, die Standorttreue garantiere.

Thomas Kemmerich, Vorsitzender der Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand, kritisierte den eingeführten Mindestlohn und berichtete aus seiner Heimat Thüringen, dass diese Maßnahme gerade im Tourismusbereich Arbeitsplätze gekostet habe. „Wir müssen wieder zurück zu mehr Selbständigkeit und raus aus der Umverteilungsmaschinerie“, plädierte er für mehr Entscheidungsfreiheit für die Arbeitgeber. Der ehemalige FDP-Bundestagsbageordnete Patrick Meinhardt – heute beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft – schlug in die gleiche Kerbe. Er, der aus Baden-Baden stammt und sich gerade zum Neu-Binzer mausert, sieht Rügen von der Außenwelt abgeschnitten. „Wir brauchen IC- und ICE-Anschlüsse, einen funktionierenden Regionalflughafen“, sagte er. Für ihn seien diese Themen keine Utopien. Er habe die Erfahrungen gemacht, dass man nur lange und intensiv genug die Finger in Wunden legen müsse, damit sich etwas bewege.

Sven Heise kündigte für den 22. August in Zirkow das „Sommerfest der Liberalen“ an. Mit dabei: Cécille Bonnet-Weidhofer und der FDP-Bundesvorsitzende, Christian Lindner.

Jens-Uwe Berndt

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