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Landtagsausschuss kommt nach Prora

Prora Landtagsausschuss kommt nach Prora

Der Bildungsausschuss des Landtages kommt zu einer Sondersitzung nach Prora. Die Linksfraktion hatte ein stärkeres Engagement des Landes gefordert, um die historisch-politische ...

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Der Block V ist der letzte Teil der Anlage, der sich noch in öffentlicher Hand befindet. Auch er soll verkauft werden.

Quelle: Gerit Herold

Prora. Der Bildungsausschuss des Landtages kommt zu einer Sondersitzung nach Prora. Die Linksfraktion hatte ein stärkeres Engagement des Landes gefordert, um die historisch-politische Arbeit am Standort der als „KdF-Seebad der 20000“ geplanten Hinterlassenschaft auch künftig zu gewährleisten. Gestern beschloss der Ausschuss, sich am 4. Mai vor Ort zu informieren, wie der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion Torsten Koplin sagte.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen will den letzten in öffentlicher Hand befindlichen Block der Anlage verkaufen. Ursprünglich sollte in dem Gebäude, in dem das Deutsche Jugendherbergswerk eine Jugendherberge betreibt, für fünf Millionen Euro ein Bildungs- und Informationszentrum entstehen. Eine Finanzierung war älteren Angaben des Kreises zufolge aber gescheitert. Die Museen im Block V sowie im bereits privatisierten Block III sehen sich vor einer unsicheren Zukunft. Die privaten Investoren sehen sich bislang nicht in der Pflicht, auf die Geschichte des Ortes aufmerksam zu machen.

Kritik an dieser vorhersehbaren Vermarktung kommt auch von den Sozialdemokraten. „Die gegenwärtige Entwicklung ist unbefriedigend“, sagt der Rügener Landtagsabgeordnete Ingulf Donig. Prora dürfe nicht zu einem reinen Wohn- und Ferienpark mutieren, der die Geschichte des Ortes völlig ausblende. „Die Verkaufsabsichten des Landkreises Vorpommern-Rügen als Besitzer von Block V sind vor diesem Hintergrund kontraproduktiv und nicht hinnehmbar.“

Alle Akteure müssten jetzt schleunigst an einem Tisch, um die zukünftige Ausrichtung der historisch-politischen Bildung an einem „so bedeutenden und belasteten Standort wie Prora“ zu besprechen und Maßnahmen einzuleiten. „Die bisherigen Alleingänge müssen beendet und die Ideen zusammengeführt werden.“ Block V müsse als Ort der historisch-politischen Bildung erhalten werden.

OZ

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