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Linke verlieren Mandat

Bergen Linke verlieren Mandat

Die Fraktion der Linken wird in der Bergener Stadtvertretung künftig mit einem Mitstreiter weniger auskommen müssen.

Bergen. Die Fraktion der Linken wird in der Bergener Stadtvertretung künftig mit einem Mitstreiter weniger auskommen müssen. Wie Stadtpräsident Eike Bunge (CDU) mitteilt, haben die Linken für den aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Ulrich Weisner keinen Nachrücker gefunden. Die für das freigewordene Mandat vorgesehene Rosemarie Heyn, die als sachkundige Einwohnerin im Sozialausschuss mitarbeitet, hat es abgelehnt, in die Stadtvertretung einzuziehen.

OZ-Bild

Die Fraktion der Linken wird in der Bergener Stadtvertretung künftig mit einem Mitstreiter weniger auskommen müssen.

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Da die Linken bei den letzten Kommunalwahlen mit lediglich sechs Listenplätzen angetreten waren und damals bereits fünf Mandate errangen, war Heyn die letzte Option, die Fraktion aufzufüllen. Da sie aber ablehnte, werden ab sofort nur noch vier Vertreter der Linken bei den Stadtvertretersitzungen zugegen sein.

Fraktionsvorsitzender Peter Wendekamm bedauert die Entscheidung von Rosemarie Heyn. „Ich muss das aber akzeptieren“, sagt er. „Erst recht, da sie nicht Mitglied der Partei ist, sondern als Sympathisantin auf unserer Liste stand.“ Es sei bei der letzten Kommunalwahl sehr schwer gewesen, Bergener zu finden, die bereit waren, sich der Wahl zur Stadtvertretung zu stellen. Allerdings habe das seiner Ansicht nach nichts mit einem Reputationsverlust seiner Partei zu tun, denn die habe im Vergleich zu den Wahlen davor sogar ein Mandat mehr erringen können.

Rosemarie Heyn habe das Mandats „aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen abgelehnt“, sagt Wendekamm. Und dass das Ehrenamt des Stadtvertreters derzeit mit viel Stress und Zeitaufwand verbunden sei, zeigten die zurückliegenden Sitzungen.

Das Kräfteverhältnis in der Vertretung stellt sich jetzt wie folgt dar: 14 Mitglieder der CDU/FDP-Fraktion, vier Vertreter der Linkspartei, dreimal SPD und zwei Stadtvertreter gehören zum Grünen Bündnis Bergen (GBB). Trotz zahlenmäßig erdrückender Übermacht der Christdemokraten hofft Peter Wendekamm darauf, bald wieder Themen der Linken durchzubekommen. „Ich denke, dass wir dazu zurückkommen werden, sachbezogen zu arbeiten, wo die Parteizugehörigkeit keine Rolle spielt“, sagt Wendekamm. „Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen blauäugig, ich bin aber ein Anhänger des Prinzips Hoffnung.“

Von Jens-Uwe Berndt

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