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Nach Totalschaden: Feuerwehr soll Ersatzfahrzeug bekommen

Sellin Nach Totalschaden: Feuerwehr soll Ersatzfahrzeug bekommen

Gemeinde Sellin kauft geländegängigen Gerätewagen und ruft zu Spenden auf

Sellin. Erleichterung bei den Selliner Brandschützern: Nachdem der so wichtige Gerätewagen-Material wegen Totalschaden ausgefallen ist (die OZ berichtete), wurde nun eine Lösung für ein Ersatzfahrzeug gefunden. „Über die Firma Unitech können wir einen gebrauchten Unimog bekommen, der nach den Vorstellungen der Feuerwehr umgerüstet wird“, informierte Bürgermeister Reinhard Liedtke.

Der 35 Jahre alte Robur mit Allradantrieb und Seilwinde, der seit 1990 zur Feuerwehr gehört, ist nicht mehr einsatzfähig. Ein geländegängiges Fahrzeug ist aber unerlässlich für die Rettungskräfte.

Sie benötigen es vor allem bei Einsätzen am Strand, um das Schlauchboot der Wehr zu transportieren. Aber auch bei Einsätzen in der Granitz ist ein Geländewagen sehr wichtig. Gerade im Hochsommer wird die Feuerwehr öfter in das Waldgebiet zwischen Sellin und Binz gerufen, wenn es am Bahndamm der Kleinbahn zu Böschungsbränden kommt.

„Die Feuerwehr ist mit dem Gebrauchtfahrzeug einverstanden und für die Gemeinde Sellin haben wir sogar noch einen Kostenvorteil“, erklärt der Bürgermeister. Aufgrund des Artikels in der OSTSEE-ZEITUNG, in dem das Innenministerium prinzipiell Fördermöglichkeiten in Aussicht stellte, habe die Gemeinde Kontakt mit Schwerin aufgenommen. „Dabei ist herausgekommen, dass nur Neufahrzeuge gefördert werden“, so Liedtke. Ein neuer Unimog würde rund 200000 Euro kosten. Da aber nur eine 50- bis 60-prozentige Förderung möglich sei und eine zeitnahe Beschaffung eines neuen Feuerwehrautos nicht ginge, sei die Lösung mit dem Gebrauchtfahrzeug preiswerter und besser. Das Fahrzeug werde auch vor dem Hintergrund der nahenden Hochsaison dringend benötigt. Der gebrauchte Unimog kostet samt Umbau rund 75000 Euro, so Liedtke. „Wir versuchen nun, gemeinsam Spenden einzuwerben. Dazu wurde ein Spendenkonto im Amt eingerichtet. Über die Differenz müssen wir dann in der Gemeindevertretung beraten.“ Gleichzeitig soll ein Feuerwehrförderverein gegründet werden. Die Gemeindevertreter Andreas Käske und Achim Kress hätten ihre Bereitschaft für die Mitwirkung bereits erklärt. Weitere Mitglieder werden noch gesucht.

„Da aber Gefahr im Verzug ist, haben wir das Ersatzfahrzeug schon verbindlich geordert“, so Liedtke. Das hat bereits die Probefahrt am Selliner Strand hinter sich. Und hat die Feuerwehrleute überzeugt. „Die Testfahrt lief schon mal super. Die Fahrt mit und ohne Boot im Sand war gut möglich“, ist Wehrführer Karsten Steinwedel begeistert. „Und wenn der Unimog den weichen Strandsand mit Anhänger schafft, kommt er sicherlich auch gut durch den Wald“, meint der erfahrene Wehrführer.

Bis der Geländewagen einsatzklar im Selliner Gerätehaus steht, werden nun noch einige Wochen verstreichen. Eine Umrüstung muss erst vorgenommen werden. Dafür wird der alte Robur noch gebraucht.

Bestimmte Geräte werden aus dem alten Gefährt entnommen und in den Unimog eingebaut, damit nicht alles neu gekauft werden muss. „Wir freuen uns schon auf das neue Fahrzeug“, so Wehrführer Karsten Steinwedel.

Die Zahl der Einsätze für die Selliner Wehr hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Seit Januar sind die Brandschützer bereits 33 Mal ausgerückt. Im Tourismusort Sellin mit seinen 2700 Einwohnern und mehr als 8000 Betten sind im Sommer am Tag auch noch bis zu 10000 Tagesgäste unterwegs. 16000 Fahrzeuge passieren täglich den Ort.

Gerit Herold

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