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Neue Idee: Kletterturm, Bänke und Spieltische vor dem Rathaus

Bergen Neue Idee: Kletterturm, Bänke und Spieltische vor dem Rathaus

Das Bauamt hat eine Umgestaltungsvariante für den Rathausvorplatz erarbeitet / Eine schnelle Realisierung wäre möglich / Die Innenstadt soll dadurch belebt werden

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Der Rathausvorplatz soll deutlich umgestaltet werden. Die so genannten „Runen-Hecken“ sind einigen ein Dorn im Auge. Auch könnte hier künftig der Weihnachtsbaum seinen neuen Platz finden.

Quelle: Jens-Uwe Berndt

Bergen. Während zu Beginn des vergangenen Jahres im Zuge des Bürgermeisterwahlkampfes bereits intensiv über die millionenschwere Umgestaltung des Bergener Marktplatzes debattiert wurde, werden vorerst kleine Brötchen gebacken: Die Stadtverwaltung hat dem Bauausschuss auf seiner jüngsten Sitzung eine Idee präsentiert, die eine kurzfristig realisierbare Veränderung des Rathausvorplatzes inklusive Marktstraße beinhaltet. Zum Ziel hat das Ganze, Einwohner und Touristen mehr Lust darauf zu machen, längere Zeit in der Innenstadt zu verweilen.

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Das Bauamt hat eine Umgestaltungsvariante für den Rathausvorplatz erarbeitet / Eine schnelle Realisierung wäre möglich / Die Innenstadt soll dadurch belebt werden

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„Damit wollen wir die komplexe Marktumgestaltung aber nicht ad acta legen“, sagt Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos). „Allerdings ist das Vorhaben aus finanziellen Gründen noch sehr weit weg. Es müssen aber schneller Ergebnisse her.“ Alles unter der Prämisse, Bergen für Besucher attraktiver zu machen und die Innenstadthändler zu unterstützen.

Vor der Post sollen beispielsweise die Poller gegen Hecken ausgetauscht werden, vorm Rathaus könnten ein kleiner Spielturm, ein Springbrunnen, Spieltische und anderes ihren Platz finden. Auch neu gestaltete Grünflächen vor den Parkplätzen am „Maklerhaus“ sind Bestandteil der Bauamtsplanung. „Wir sind für Ideen aus den Reihen der Stadtvertreter offen, denn es gibt da einige Möglichkeiten“, sagt Ratzke. Und ihr sei es vor allem wichtig, dass die Veränderungen vornehmlich durch den Bauhof vorgenommen werden können, was kaum Kosten im Haushalt entstehen lassen würde.

Bauausschussvorsitzender Torsten Zink (CDU) findet, dass es durchaus Sinn macht, Markt und angrenzende Flächen Stück für Stück umzugestalten. „Alles auf einmal geht sowieso nicht“, findet er. Nicht nur aus finanzieller Sicht, denn ein allumfassender Umbau würde das Markttreiben für längere Zeit vollkommen lahmlegen. „Das angedachten Klettergerüst finde ich zu groß, ansonsten sind Spielgeräte in diesem Bereich okay“, sagt Zink. Er würde für Kinder die gesamte Marktstraße entlang weitere Spielelemente aufstellen lassen. Gleichzeitig plädiert er dafür, den zweiten Bürgersteig in der Marktstraße für Parkplätze zu beseitigen. „Ich weiß von anliegenden Händlern, dass sie die Stellgebühren übernehmen würden, um ihren Kunden freies Parken zu ermöglichen. Aber die Haushaltslage gibt einen solchen Umbau angeblich nicht her.“ Zink sieht noch einen weiteren wichtigen Punkt, der seiner Meinung nach Vorrang haben sollte: „Wir brauchen einen begehbaren Fußweg über den Markt und über die Straßen.“

Das ist auch Ausschussmitglied Peter Wendekamm (Linke) wichtig. „Die Überwege müssten mit dem Rollator problemlos bewältigt werden können“, sagt Wendekamm, der sich mit der Vorplatzumgestaltung anzufreunden weiß. „Ich lehne die große Marktumgestaltung sowieso ab, denn ich glaube nicht, dass sie für die Innenstadt irgend welche Fortschritte bringt.“ Er findet es auch gut, dass die so genannten „Runenhecken“ unmittelbar vor dem Rathaus verschwinden und durch attraktivere Grünanlagen ersetzt werden sollen.

Dirk Sodmann, für das Grüne Bündnis Bergen (GBB) im Bauausschuss, sieht hingegen die Umgestaltung an falscher Stelle begonnen. „Ich finde es zwar löblich, dass man in der Stadtverwaltung weiter daran arbeitet, die Verweildauer der Besucher des Marktes zu erhöhen. Ist es aber sinnvoll mit der Fläche zu beginnen, die derzeit noch am besten gestaltet ist?“, fragt Sodmann. „Ich finde zum Beispiel den ,Möwenplatz’ am ,Eispalast’ für einen Spielplatz viel geeigneter.“ Dort bestünde für Familien die Nähe zur Eisdiele und die Kinder wären weiter weg von der Straße. Allerdings fehle ihm bei den Vorschlägen aus dem Rathaus der Gedanke der „Ganzheitlichkeit“. „Ich bin mit meinen Gedanken zu der Idee noch nicht ganz im Reinen“, sagt Sodmann. „Lobenswerte Ansätze sind da, im Detail müssen sie noch diskutiert werden.“

Genau das sei auch das Anliegen der Stadt, sagt Bürgermeisterin Ratzke. Ausschüsse und Stadtvertretung könnten sich mit dem Vorschlag befassen. Dort seien dann auch die Entschlüsse zu fassen, was am Ende tatsächlich passiert.

Marktgestaltung

Ende Januar 2015 waren drei verschiedene Varianten einer Marktumgestaltung auf einer Einwohnerversammlung vorgestellt worden. Diese Informationspolitik des Rathauses stieß auf Kritik, da die Stadtvertreter zu dem Thema noch keine Grundsatzentscheidung getroffen hatten.

Im März 2015 lag dem Bau- und dem Verkehrsausschuss in einer gemeinsamen Sitzung nur noch Variante drei in wiederum drei verschiedenen Versionen zur Beratung vor. Hier sollte eine erste Grundsatzentscheidung fallen, was einigen Ausschussmitgliedern sauer aufstieß, die sich über die Eile wunderten. Die Vorlage wurde vom Rathaus wieder einkassiert.

Jens-Uwe Berndt

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