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Nordperdhalle: Göhren hofft auf Unterstützung von Gemeinden

Göhren Nordperdhalle: Göhren hofft auf Unterstützung von Gemeinden

Die Trainingsstätte ist nicht kostendeckend und soll modernisiert werden

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Dass die Nordperdhalle von Kindern und Jugendlichen aus der ganzen Region genutzt wird, zeigt sich deutlich in der Abteilung Sportakrobatik des TSV Empor Göhren. Lediglich 13 der 59 Mitglieder sind aus dem Ostseebad.

Göhren. Sie ist wohl die bekannteste und beliebteste Halle auf der Insel Rügen und begehrter Austragungsort für Fußball- und Badmintonturniere, Akrobatikwettkämpfe oder Dance Contests, die weit über die Inselgrenzen hinaus strahlen. „19500 Sportler aus vier Sportvereinen und 25 Sportgruppen trainieren hier im Jahr, ohne Schule und Kita“, weiß Göhrens Bürgermeister Wolfgang Pester. Und die Nordperdhalle ist nicht nur Heimstätte des TSV Empor Göhren. Seit vielen Jahren veranstalten auch Vereine aus ganz Deutschland ihre Trainingslager im Ostseebad, das auch mit Stadion und Kunstrasenplatz beste Rahmenbedingungen bietet. Aber auch kulturelle Großveranstaltungen finden statt, wie seit Jahren schon und auch am 25. März wieder die Abschlussgala des Festspielfrühlings Rügen. Die Halle ist über das Jahr hinweg bestens gebucht. Doch finanziell ist sie ein riesiger Klotz am Bein der Kommune. „Nicht annähernd kostendeckend“, winkt der Bürgermeister ab. Und das seit ihrer Eröffnung vor nunmehr fast 20 Jahren.

OZ-Bild

Die Trainingsstätte ist nicht kostendeckend und soll modernisiert werden

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„Wir haben ein jährliches Minus von 40000 bis 70000 Euro“, sagt Jörn Fenske, Leiter des Kommunalen Eigenbetriebes Kurverwaltung, dem die Halle angegliedert ist. Die beiden Hallenwarte und Badmintontrainer Günther Budahn oder Christian Heinisch sind Angestellte der Kurverwaltung. Das sind Personalkosten auf der einen Seite, aber ständige Pflegearbeit auf der anderen, durch die die Halle noch immer so gut in Schuss sei. Dennoch: Für mittlerweile dringende Investitionen war in den letzten Jahren kein Geld da, so Fenske. Um die ständig steigenden Betriebskosten zu drosseln, müsste die Heizungsanlage modernisiert und die Lichtanlage auf LED umgerüstet werden. Auch Risse in der Fassade müssen weg und der Kraftraum soll neu ausgerichtet werden. Doch dafür beim Land Fördermittel zu beantragen sei schwierig. Das Problem: „Kein Ministerium fühlt sich für uns zuständig“, so Fenske.

Das bisher zuständige Innenministerium förderte nur den Schulsport. Aber in einer Mehrzweckhalle finden eben auch Veranstaltungen statt. Am Montag fahren die Göhrener mit ihrem Anliegen in die Landeshauptstadt und hoffen gleichzeitig auf Unterstützung durch die Nachbargemeinden. Denn die Halle wird von vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der ganzen Region genutzt. Das wird vor allem in der Abteilung Akrobatik des TSV deutlich: Von den 59 Mitgliedern sind lediglich 13 aus Göhren. Beunruhigt ist der Bürgermeister in diesem Zusammenhang mit dem geplanten Multifunktionshallenneubau in Sellin (die OZ berichtete). „Wir sollten uns nicht gegenseitig den Rang abrennen, sondern müssen über den Tellerrand hinausschauen und uns gegenseitig unterstützen“, so Wolfgang Pester und hat dabei ein ähnliches Konstrukt wie beim Erlebnisbad in Sellin im Auge. Um die Schwimmhalle vor der Schließung zu retten, war 2015 die Bade- und Erlebniswelt GmbH gegründet worden, die das Bad bewirtschaftet. Die Gesellschaft ist eine 100-prozentige Tochter der Tourismuszentrale Rügen. Deren Gesellschafter sind die Gemeinden Binz, Sellin, Baabe, Göhren und Putbus.

1998 wurde die 5,5 Millionen Mark teure, 2000 Quadratmeter große und mit modernster Technik ausgestattete Nordperdhalle eröffnet. Das Konzept war auf eine vielfältige Nutzung ausgelegt: Neben dem Schul- und Vereinssport für Tagungen, Konzerte etc. Die Baufinanzierung setzte sich aus Mitteln der Kinder- und Jugendsportstättenförderung des Landes (1,5 Millionen Mark), einer Sonderbedarfszuwendung (1 Millionen Mark) und 2,5 Millionen Mark an Eigenmitteln der Gemeinde zusammen.

Moderne Technik bis zum Boxring

Viele Sportarten finden unter dem Dach der Nordperdhalle eine moderne Trainingsstätte – Fußball, Badminton, Handball, Akrobatik, Basketball, Tischtennis, Volleyball, Tennis, Sportakrobatik, Judo, Karate. Neben Umkleide-, Wasch- und Duschräumen sowie einem Fitnessraum verfügt die Halle über absenkbare Fuß- und Handballtore, eine elektronische Anzeigetafel und einen Boxring (55 Quadratmeter).

Bei Veranstaltungen gibt es bis zu 1200 Sitzplätze, auf der Tribüne finden 280 Zuschauer Platz.

Die Halle ist täglich außer sonnabends von 13 bis 22 Uhr geöffnet. Jeden Montag, Mittwoch und Freitag sind Sportinteressierte von 14.30 Uhr bis 16 Uhr willkommen, die Badminton, Fußball, Tischtennis oder Volleyball spielen wollen. Die Nutzung kostet pro Person 5 Euro, mit Kurkarte 3 Euro. Weitere Informationen gibt es an der Touristinformation in der Kurverwaltung, direkt in der Nordperdhalle Göhren, Gerhart- Hauptmann-Straße 1, oder unter www.nordperdhalle.de

Gerit Herold

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