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Nun doch: Die Polizei zieht ins ehemalige Finanzamt

Bergen Nun doch: Die Polizei zieht ins ehemalige Finanzamt

Die seit Jahren leerstehende Immobilie an der Wasserstraße soll vom nächsten Frühjahr an umgebaut werden und im Oktober 2018 bezugsfertig sein

Bergen. Das jahrelange Hin und Her hat ein Ende, denn nun scheint es festzustehen: Das Polizeihauptrevier Bergen wird künftig im ehemaligen Finanzamt zu finden sein. Dies bestätigt Marion Schlender. „Nach unseren Raumbedarfsplänen sollen in dem künftigen Gebäude 70 Mitarbeiter der Polizei untergebracht werden“, sagt die Sprecherin des Innenministeriums des Landes Mecklenburg-Vorpommern auf Nachfrage.

 

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Nach dem Umbau ist das einstige Finanzamt der Reviersitz.

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Die Dienststelle in der Breitsprecherstraße. Fotos (2): Chris Herold

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Unsere gegenwärtige Dienststelle hat schon noch den Charme der DDR.“ Mario Ullrich, Leiter des Polizeihauptrevieres Bergen

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Die Dienststelle in der Breitsprecherstraße. Fotos (2): Chris Herold

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Nach dem Umbau ist das einstige Finanzamt der Reviersitz.

Nach Informationen der OSTSEE-ZEITUNG werden die Polizeibeamten aber wahrscheinlich noch etwas mehr als zwei Jahre an ihrem derzeitigen Standort in der Breitsprecherstraße 11 bleiben müssen. Denn mit dem Umbau des seit Jahren leerstehenden Finanzamtes an der Wasserstraße 15d solle erst im April des kommenden Jahres begonnen werden. Die sollen etwa eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen, so dass wohl frühestens im Oktober 2018 mit dem Einzug der Polizei in ihr neues Reich zu denken ist.

Zusammen mit der Kriminalpolizei seien derzeit knapp 60 Beamte in der derzeitigen Dienststelle tätig, weiß Mario Ullrich. Der Erste Polizeihauptkommissar ist gebürtiger Insulaner und leitet seit Oktober des vergangenen Jahres das Polizeihauptrevier in der größten Stadt der Insel Rügen. Seinen Worten zufolge, „haben wir genug Platz in unserer aktuellen Liegenschaft und erst im vergangenen Jahr haben wir die Wände einiger Büros mit frischer Farbe versehen. Aber die Dienststelle hat schon noch den Charme der DDR“, sagt Ullrich.

Der Umzug der Polizisten von der Breitsprecher- in die Wasserstraße rückte zum Ende des vergangenen Jahrzehnts erstmals auf die Tagesordnung. Ausgangspunkt war die schon zum 1. Januar 2009 organisatorisch und Ende 2011 dann auch räumlich vollzogene Fusion der Finanzämter von Stralsund und Bergen in einen Gebäudekomplex an der Stralsunder Schwedenschanze.

Danach begann die Zeit des Hin und Her. Zuerst präsentierte der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften MV Umbaupläne für das ehemalige Finanzamt. Die Kosten wurden seinerzeit mit etwa 3,6 Millionen Euro angegeben. Damals sollten auch nicht nur die Polizei, sondern auch das Grundbuchamt und die Zentrale Informations- und Auskunftsstelle des Finanzamtes in die umgebaute Liegenschaft einziehen. Die Bauarbeiten sollten im August 2012 starten. Der Einzug war für das Jahr 2014 vorgesehen.

Diese Zeitpläne hatten sich aber in der weiteren Abfolge als Makulatur erwiesen. Ursächlich dafür war die umstrittene Gerichtsstrukturreform in Mecklenburg-Vorpommern und der in diesem Zusammenhang fragliche Verbleib des Grundbuchamtes auf der Insel. Dessen Zukunft hat sich inzwischen geklärt. Das Grundbuchamt ist in der Hansestadt zu finden und das Amtsgericht in Bergen ist nur noch eine Außenstelle des Stralsunders.

Und auch die beiden letzten noch auf der Insel verbliebenen Mitarbeiter des Finanzamtes zogen im Oktober 2014 aus. Die Zentrale Informations- und Auskunftsstelle war seinerzeit in der Verwaltung des Landkreises Vorpommern-Rügen in der Störtebekerstraße im Bergener Stadtteil Rotensee eingerichtet worden.

Im nunmehr seit fast zwei Jahren komplett leergezogenen Finanzamt stehen etwa 2200 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Das soll für die Polizei als einzigem Nutzer zu viel Platz sein. Deshalb wird wohl der Anbau der Immobilie im Zuge der Umbauarbeiten abgerissen werden.

Zahlen & Fakten zur Polizei

60 Mitarbeiter hat das Polizeihauptrevier in Bergen in etwa. Es gehört zur Inspektion Stralsund. Außenstellen hat es in Samtens, Putbus und auf Hiddensee.

5800Beamte sind zurzeit insgesamt bei der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern im Dienst.

37 Polizeireviere gibt es in Mecklenburg-Vorpommern. Sie unterstehen acht Inspektionen und zwei Polizeipräsidien. An der Spitze steht das Ministerium für Inneres und Sport.

Chris-Marco Herold

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