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Rügen Reparaturstart an gesperrter Promenade
Vorpommern Rügen Reparaturstart an gesperrter Promenade
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00:00 22.10.2016
Ein Bauzaun versperrt Spaziergängern den Zugang zur direkt an der Ostsee gelegenen Windpromenade in Sassnitz, die beim ersten Herbststurm dieses Jahres stark beschädigt wurde. Quelle: Udo Burwitz

Absperrzäune und -bänder kommen in Sassnitz scheinbar in Mode. Am Zugang zum Seesteg, vor dem Eingangsgebäude des Tierparks und an der Radweg-Brücke am Birkengrund sind sie zu finden und verwehren den Zutritt. Neuerdings ist auch der zur Windpromenade tabu. Die Stadt hat die direkt an der Ostsee gelegene Flaniermeile zwischen dem Stadthafen und der Altstadt sperren lassen. Doch während Absperrzäune und -bänder an den drei erstgenannten Objekten keineswegs unerwartet wegen schleichendem Verfall aufgestellt beziehungsweise gezogen werden mussten, haben im Falle der Windpromenade die Naturgewalten die Sassnitzer überrascht. „Die Flaniermeile wurde durch das Hochwasser beim ersten Herbststurm beschädigt. Deshalb musste sie aus Sicherheitsgründen gesperrt werden“, begründet Bürgermeister Frank Kracht. Die an die Mole des Stadthafens anschließende und am Café Gumpfert beginnende Flaniermeile direkt am Meer ist noch eine junge. Erst vor fünf Jahren wurde sie als zweite Promenade der Hafenstadt fertiggestellt und eingeweiht. Sie mündet hinter der Gaststätte „Rügenstube“ auf die Strandpromenade. Wer über die aufgestellten Absperrzäune an der Windpromenade schaut, erblickt Löcher im Belag. „Der Wellenschlag des Hochwassers hat bei der ersten Herbst- Sturmflut stellenweise nicht nur die Borde auf der Seeseite freigespült, sondern die kleinen Platten auf der Promenade sogar komplett weggespült“, beschreibt Bauamtsleiterin Claudia Klemens die Schäden. Doch damit nicht genug: An der Windpromenade zeigt sich, welche enormen Kräfte die Naturgewalten entfalten können. „Sogar große Platten sind betroffen“, so Klemens. Die sind alles andere als „Fliegengewichte“, sondern teilweise bis zu einer halben Tonne schwer und wurden verschoben beziehungsweise unterspült. Jetzt liegen sie nicht mehr plan und wackeln. Die Sturmflut hat zu Stolperfallen auf der Flaniermeile geführt, die deshalb gesperrt wurde. Die genaue Schadenshöhe kann die Bauamtsleiterin zurzeit noch nicht beziffern.

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Für Instandsetzung der beim Herbststurm stark beschädigten Windpromenade in Sassnitz muss schwere Technik anrücken

„Die Schäden werden aber bereits behoben. Mitarbeiter des Stadtbauhofes sind dabei im Einsatz“, teilt Claudia Klemens mit. Sie haben bereits durch das Hochwasser freigespülte Promenadenborde wieder einbetoniert. An die schweren Brocken können die Bauhof-Mitarbeiter aber nicht ran. Ohne den Einsatz schwerer Technik könnten die großen Platten nicht wieder vernünftig verlegt werden, erläutert sie.

„Diese Technik hat unser städtischer Bauhof allerdings nicht.“

Den schwergewichtigen Teil der Instandsetzung sollen deshalb jene übernehmen, die sich mit der Windpromenade bestens auskennen. Bürgermeister Frank Kracht kündigte den Stadtvertretern bereits an, dass damit Rügen Recycling beauftragt werde. Jene ortsansässige Firma, die die Platten beim Bau der Promenade auch verlegt hat. „Vorgesehen ist“, so Kracht, „dass die schwergewichtigen Instandsetzungsarbeiten an der Windpromenade ab der 48. Kalenderwoche durchgeführt werden.“ Dass die schwere Technik erst Ende November anrücken wird, liege an vollen Auftragsbüchern, begründete Claudia Klemens. Ob die Windpromenade noch Wochen gesperrt bleiben wird, ließ die Bauamtsleiterin offen. „Die abschließende Entscheidung darüber steht noch aus.“

Zweite Promenade

315 Meter lang ist die Windpromenade. Sie wurde neben der Strandpromenade als zweite Sassnitzer Flaniermeile zwischen Stadthafen und Altstadt direkt am Ostseesaum angelegt.

600000 Euro investierte die Kommune in die Flaniermeile direkt am Meer, die im Juni 2011 fertiggestellt und ihrer Bestimmung übergeben wurde. Außerdem wurde am Ende der Windpromenade in Richtung Altstadt auf einer Freifläche auf Höhe der Gaststätte „Rügenstube“ ein Spielplatz für den Nachwuchs angelegt.

Udo Burwitz

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