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Ummanzer Feuerwehrträume: Vom Schuppen in einen Neubau

Ummanz Ummanzer Feuerwehrträume: Vom Schuppen in einen Neubau

Am Ortseingang von Waase wäre Platz für ein neues Gerätehaus, das auch von der Gemeinde genutzt werden soll / Das derzeitige Domizil ist eines mit nassen Wänden

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In einem Teil des alten Speichers auf dem Wirtschaftshof in Waase ist derzeit nur Platz für das Löschfahrzeug der Ummanzer Kameraden. Die müssen deshalb ihren Mannschaftswagen auf der Freifläche davor parken.

Quelle: Chris-Marco Herold

Ummanz. Das Zuhause der Ummanzer Kameraden zählt sicherlich nicht zu den ersten Adressen unter den Feuerwehren der Insel Rügen. Im Teil des alten Speichers auf dem Wirtschaftshof in Waase kriegen sie gerademal eines ihrer beiden Fahrzeuge unter. Duschen haben sie dort auch. „Aber vor allem feuchte Wände, das ist ein unhaltbarer Zustand“, macht Holger Kliewe deutlich. Deshalb, so der Ummanzer Bürgermeister, müsse ein Neubau her. „Die Feuerwehrunfallkasse sitzt uns im Nacken. Wir müssen uns darüber ernsthafte Gedanken machen“, sagt Kliewe.

Zahlen der Wehr

25 Mitglieder hat nach Angaben von Bürgermeister Holger Kliewe derzeit die Ummanzer Wehr. In der Jugendfeuerwehr sind aktuell etwa 15 Mädchen und Jungen mit von der Partie.

Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung hatte er die Diskussion angeschoben. „Wir könnten es so wie die Trenter machen und das neue Gerätehaus so bauen, dass es auch von der Gemeinde für Sitzungen und Veranstaltungen genutzt werden kann. Denn so eine Räumlichkeit fehlt uns bislang“, macht Kliewe deutlich. Und auch, dass sich nicht nur die Bedingungen für die Kameraden erheblich verbessern würden, sondern auch der Wirtschaftshof in Waase quasi freigezogen wäre. „Denn den wollen wir ja in Zukunft schließlich auch noch entwickeln“, blickt Kliewe voraus.

Ein kommunales Grundstück für den Neubau eines Gerätehauses hat die Gemeinde nach seinen Worten am Waaser Ortseingang gleich hinter der Brücke auf der rechten Seite in petto. Und seit der letzten Gemeindevertretersitzung auch eine Hausnummer, was die eventuellen Kosten für das Vorhaben angeht. „Die Basisvariante könnte wohl für 550 000 Euro gebaut werden. Etwa 650 000 Euro wären für einen neuen Neubau mit drei Garagen fällig“, sagt Mirko Leddermann. Er ist Planer bei der Baukonzept Neubrandenburg GmbH. Und dies Ingenieurbüro ist ausweislich seiner Referenzliste nicht ganz unerfahren, wenn es um den Bau von Feuerwehrgerätehäusern geht. Die Planer aus der Vier-Tore-Stadt haben in diesem Zusammenhang ihre Spuren auf Rügen schon in einigen Gemeinden hinterlassen: in Buschvitz und Gingst sowie als jüngstes Beispiel beim Bau des neuen Gerätehaus am Ortseingang von Middelhagen.

Die Ummanzer stehen mit ihrem Projekt noch ganz am Anfang. „Sie müssen sich darüber klar werden, was alles da rein soll. Dann haben wir eine Planungsgrundlage“, so Leddermann. Kliewe jedenfalls setzt für die Entwicklungs- und Planungsphase zwei Jahre an. „Wenn wir 2018 anfangen können, sind wir richtig gut“, sagt er – auch in der Hoffnung, dass die Kommune für ihr Vorhaben dann Fördermittel zur Verfügung hat.

Die Ummanzer Wehr ist eine mit Grundausstattung. Seit dem vergangenen Jahr verfügt sie auch über einen allradgetriebenen Mannschaftswagen. Der bringt die Kameraden zum Einsatzort, zieht bei der Wasserrettung das Mehrzweckboot, bringt die Jugendfeuerwehr zu Wettkämpfen. „Das Fahrzeug ist unerlässlich. Mit rund 42 Quadratkilometern Fläche sind wir eine sehr große Gemeinde und unsere Einsatzgebiete liegen oft abseits der Straßen“, so Gemeindewehrführer André Möller. Und schließlich haben die Ummanzer noch ein Löschfahrzeug. „Damit das in den alten Speicher passt, musste der Fußboden abgesenkt werden. Das ist auch ein Grund dafür, dass Wände feucht geworden sind und sich Salpeter im Mauerwerk ausbreitet“, sagt Kliewe.

Chris-Marco Herold

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