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Umweltverbände organisieren Proteste

Bergen/Samtens Umweltverbände organisieren Proteste

Kundgebung gegen Erweiterung B 96n / Nabu kritisiert Haltung von Burkhard Lenz (CDU) zur Allee-Fällung

Bergen/Samtens. Der Naturschutzbund Rügen (Nabu) macht gegen Allee-Fällung und Weiterbau der B 96n mobil. Am kommenden Montag, 18. Juli, findet um 10.30 Uhr an der Kreuzung B96/B196 eine Protestkundgebung statt, an der auch Vertreter des BUND teilnehmen werden. Die Bürger Rügens sind willkommen, heißt es in einer Ankündigung der Rügener Nabu-Geschäftsführerin, Marlies Preller. „Der ,feierliche Baubeginn’ des letzten Abschnitts der B 96n auf Rügen soll am 19. Juli mit Frau Dr. Merkel in Begleitung von Politikern und Wirtschaftslobbyisten begangen werden“, heißt es in dem Nabu-Statement. „Die großflächige Zerstörung der Insel Rügen wird somit ihre Fortsetzung finden. Im Bereich des Sehrow-Bachtales, wo Feldlerche, Wachtelkönig, Braunkehlchen ihren Lebensraum haben, ebenso der Fischotter und viele Amphibien, die wiederum Nahrungsgrundlage der benachbarten Weißstorch-Familie darstellen, sind erste Wiesenflächen asphaltiert bzw. geschottert worden – eine adäquate Grundlage für die Feierlichkeiten.“

 

OZ-Bild

Marlies Preller

Marlies Preller sieht in dem Spektakel einen Baustein der klaren Linie der CDU-Politik und bezieht sich dabei auf ein Interview der OSTSEE-ZEITUNG mit den beiden Direktkandidaten der Christdemokraten für den Landtag, Burkhard Lenz und Holger Kliewe. Preller empört sich beispielsweise über die Ansicht von Lenz, die „Rügenautobahn“ als ein „Muss“ für die Insel zu bezeichnen.

„Da interessiert es schon mal nicht, was der Insel gut tut“, sagt sie „Breitere Pisten plus mehr Autos auf Rügen gleich mehr Wählerstimmen?“ Den Schlenker von Lenz, die Streckenführung der geplanten Bergener Ortsumgehung zu kritisieren, weil „viel zu viel landwirtschaftliche Nutzfläche in Mitleidenschaft gezogen“ werde, sieht sie als den Versuch, bei der Bauernschaft für die Wahl zu punkten.

Dabei sei der schonende Umgang mit den Agrarflächen seit Beginn der Planungen zur B 96n stets eine Position der Umweltverbände Nabu und BUND gewesen. Von Lenz sei im Laufe der Verfahren dazu nichts zu hören gewesen.

Die Behauptung von Burkhard Lenz, im aktuellen Planfeststellungsverfahren liege für den Ausbau der B 96 zwischen Stüssendorf und Ralswiek und der damit einhergehenden Allee-Abholzung keine Stellungnahmen von den Umweltverbänden vor, weist Preller zurück. „Es gibt kein aktuelles Planfeststellungsverfahren, an dem sich die Umweltverbände beteiligen könnten“, sagt Preller. „Das ist bereits 2012 abgeschlossen worden. Jetzt läuft ein Planänderungsverfahren, an dem sich Nabu und BUND mit Stellungnahmen beteiligt haben.“ Marlies Preller meint, Burkhard Lenz noch in einem weiteren Punkt korrigieren zu müssen. Der Landtagsabgeordnete und Direktkandidat sagte gegenüber der OZ: „Jetzt, wo der Ausbau beginnen soll, wird Widerstand organisiert, der uns wieder viel Mittel und Zeit kosten könnte.“ Preller: „Da das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist, kann auch noch nicht gebaut werden. Doch in einem Punkt hat Herr Lenz Recht. Widerstand ist von den Umweltverbänden zum Schutz der Allee und letztendlich zum Erhalt der Lebensqualität der Menschen erneut angesagt.“ Das sei bereits 1994 so gewesen, als im Sommer die erste Demonstration in der Allee zwischen Strüssendorf und Ralswiek stattgefunden habe. In deren Folge seien über 10000 Unterschriften gegen die Baumfällungen gesammelt worden. „Damals haben die Verbände dank des großen Medienechos und breiter Unterstützung aus der Bevölkerung durchgesetzt, dass überhaupt erst ein ordentliches Planfeststellungsverfahren anberaumt wurde“, sagt Preller. „2011 wurden erneut 2000 Unterschriften gesammelt. 2012 waren es fast 5200, die Ministerpräsident Erwin Sellering übergeben wurden.“

Jens-Uwe Berndt

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