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Wahl in Trent: Zwei Einzelkämpfer wollen Bürgermeister werden

Trent Wahl in Trent: Zwei Einzelkämpfer wollen Bürgermeister werden

Entweder Kirsten Wiktor oder Gunther Krüger werden 2017 das Gemeindezentrum eröffnen / Das Bauvorhaben ist wegen zu hoher Kosten ins Stocken geraten / Der Planer wurde gewechselt

Trent. Die Trenter haben die Wahl. Am Sonntag entscheidet sich die Gemeinde im Westen Rügens für einen neuen Bürgermeister. Zwei parteilose Einzelkämpfer stellen sich der Abstimmung: mit Kirsten Wiktor die amtierende Bürgermeisterin und mit Gunther Krüger ein Mann, der lange Jahre an der Spitze der Gemeinde gestanden hatte. Von 1999 bis 2014 hatte er die Geschicke geleitet, war aber vor zwei Jahren seinem Gegenkandidaten Jan Müller mit 165 zu 179 Stimmen knapp unterlegen. Dem wiederum war im Dezember 2015 von den Gemeindevertretern das Vertrauen entzogen worden, weil Leistungen für den Bau des Gemeindezentrums nicht rechtzeitig vergeben worden und zugesagte Fördermittel verfallen waren (die OZ berichtete).

Seitdem amtiert die vormalige Stellvertreterin Kirsten Wiktor als Gemeindeoberhaupt und will es bleiben, „weil die Arbeit an sich und die mit der Gemeindevertretung Spaß macht“, sagt die dreifache Mutter und hauptamtliche Naturführerin. Seit 2009 ist sie Gemeindevertreterin und will sich vor der Wahl vor großen Versprechungen für die etwa 700 Köpfe zählende Gemeinde hüten. Sie wolle bürgernah arbeiten, die Gemeinschaft und das Vorhandene erhalten und sich im Sinne der Kommune für den Ausbau des Rad- und Wanderwegenetzes stark machen. Krüger hingegen wolle Gemeindestraßen sanieren, bald wieder mehr als 1000 Einwohner haben und an Erfolge „aus meiner Amtszeit“ anknüpfen. „Als ich Bürgermeister wurde, standen wir kurz vor der Zwangsverwaltung, am Ende war die Gemeindekasse mit 750000 Euro gefüllt“, sagt er mit Blick auf den Ortsteil Vaschvitz. Die Ferienanlage wird noch um 30 auf dann 80 Häuser größer. „Das Projekt war umstritten, aber inzwischen ist es die finanzielle Grundlage der Gemeinde, weil der Investor auf mein Drängen sein Gewerbe 2012 in Trent angemeldet hat und wir so sämtliche Gewerbesteuern bekommen“, sagt Krüger, der zusammen mit seiner Tochter Ferienhäuser verwaltet.

Die größte Baustelle sieht er aber in der Trenter Mitte. Dort konnte zwar inzwischen die Bodenplatte für das schon in Krügers Amtszeit geplante Gemeindezentrum gelegt werden, weil doch noch Fördermittel aufgetrieben werden konnten (die OZ berichtete). Aber derzeit ist die Baustelle verwaist. „Da gilt ein Baustopp wegen Ungereimtheiten in der Ausschreibung“, vermutet Krüger und auch, dass der einst für 405000 Euro geplante Bau, der von der Feuerwehr und den Trenter Bürgern genutzt werden soll, erheblich teurer werde. „Wir hatten schließlich auch erst einen Eingeschosser geplant. Nun wird’s ein Zweigeschosser“, sagt Krüger. Nach OZ-Informationen sollen die Kosten wohl tatsächlich aus dem Ruder gelaufen sein. Dazu sagt Kirsten Wiktor nichts, „weil wir nicht öffentlich darüber beraten haben“. Zudem könne von einem Baustopp nicht die Rede sein“, nur von einer „kleinen Verzögerung“. Und zweigeschossig sei das Gebäude, weil ansonsten nicht genügend Stellplätze für die Fahrzeuge der Wehrmitglieder zur Verfügung stehen würden. Außer Frage steht allerdings, dass sich nunmehr ein neuer Planer mit dem Projekt befasst. „Der hat sich schon mit einem Vertreter unserer Verwaltung vor Ort umgesehen, um das Vorhaben zu einem guten Ende zu bringen“, sagt Kreissprecher Olaf Manzke. Das hoffen Wiktor und Krüger – und auf eine Eröffnung Anfang 2017. Wer ist dann Bürgermeister? „Das wird ein enges Rennen“, sagen beide.

Chris-Marco Herold

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