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Zuviel Zoff? – Kreis-CDU tagt in Bergen

Bergen Zuviel Zoff? – Kreis-CDU tagt in Bergen

Kurzfristig anberaumte Sitzung soll mit Bergener CDU-Vertretern stattfinden

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Aussagen eines Stadtvertreters als Unfug zu bezeichnen, vergiftet die Atmosphäre.Peter Wendekamm, Linke

Bergen. Heute Abend soll es nach Informationen der OSTSEE-ZEITUNG eine Sondersitzung des CDU-Kreisvorstandes in Bergen geben. Offenbar mit dabei: der CDU-Ortsvorstand und Teile der Bergener CDU/FDP-Fraktion. Bei der Zusammenkunft soll es vermutlich auch um das Verhältnis zwischen den Bergener Christdemokraten und Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos) gehen.

Anlass für diese Veranstaltung könnte die jüngste Stadtvertretersitzung gegeben haben, an der neben der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Christine Zillmer auch die stellvertretende Landesvorsitzende der CDU, Martina Liedtke, teilgenommen hatten. Beide Frauen waren von der aufgeladenen Atmosphäre während der Veranstaltung entsetzt gewesen.

Bei der hitzigen Debatte um die Dienstreise von Bürgermeisterin Anja Ratzke nach Estland (die OZ berichtete) war es kurzzeitig auch zu Diskussionsbeiträgen gekommen, die sich mit dem Verhältnis der Stadtvertreter untereinander und von Teilen der CDU/FDP-Fraktion zur Bürgermeisterin befassten.

Peter Wendekamm von der Fraktion der Linken wies darauf hin, dass jeder Anwesende – ob Verwaltungsmitarbeiter oder Stadtvertreter – in Diskussionen seine persönlichen Befindlichkeiten zurückstellen solle. In diesem Zusammenhang sagte er in Richtung Ratzke, dass jede Kritik und Anfrage durch die Stadtvertreter zuallererst ein legitimer Akt sei.

Das bestätigte Oliver Cornelius (Grünes Bündnis Bergen). „Kritik ist immer zulässig“ sagte er. „Bei allem macht aber der Ton die Musik.“ Dabei bezeichnete er das Auftreten von Andre Thedran in der Einwohnerfragestunde, der der Bürgermeisterin und der Verwaltung eine Vielzahl detaillierter Fragen gestellt hatte, als „20-minütige One-Man- Show“. Thedran ist für die CDU/FDP-Fraktion im Europaausschuss aktiv. Die empörte Reaktion des Präsidenten der Stadtvertretung, Matthias Ewert (CDU), auf Ratzkes öffentliche Beantwortung der von ihm eingereichten Fragen zur Estland-Reise verglich er mit einem Verhalten, das ihn an die „Kita- und Schulzeit“ erinnere. „Vielleicht sollte mehr geredet und nicht lange schriftliche Anfragen gestellt werden.“

Einen unangemessenen Umgang wirft seinen Ex-Mitstreitern auch Rainer Eggers vor. Der Bergener Seniorenbeirats-Chef hatte zur letzten Sitzung die CDU/FDP-Fraktion verlassen und war zum GBB gewechselt.

Anlass war für Eggers die Weigerung seiner einstigen Fraktionskollegen gewesen, seinem Wunsch zu entsprechen, neben dem Präsidenten der Stadtvertretung und der Bürgermeisterin als Gratulant bei Seniorengeburtstagen in die Satzung „über Ehrungen und Auszeichnungen“ aufgenommen zu werden.

Was Eggers vor allem als Stärkung der Funktion des Chefs des Seniorenbeirats wertete, bezeichnete Oliver Gurk (CDU/FDP-Fraktion) als „völligen Unfug“. Peter Wendekamm empörte sich, dass sich Gurk herausnahm, die „Aussage eines Stadtvertreters als Unfug zu bezeichnen“. Das vergifte die Atmosphäre.

Eike Bunge (Vorsitzender CDU/FDP-Fraktion) hielt eine Satzungsänderung für unnötig. Zu seiner Zeit als Präsident der Stadtvertretung habe Eggers ohne Satzungseintrag gratuliert, das könne er auch weiterhin tun.

Präsident unzufrieden

Der Präsident der Stadtvertretung, Matthias Ewert, sieht sich im Beitrag „Fraktionswechsel geht im Dienstzoff unter“ vom vergangenen Freitag nicht korrekt wiedergegeben. Demnach seien seine Zitate und die Aussage in passiver Rede (sie bezogen sich auf seine schriftlichen Anfragen zur Dienstreise von Bürgermeisterin Anja Ratzke und das angebliche Dienstherrenverhältnis zur Verwaltungs-Chefin) an zwei unterschiedlichen Stellen der Sitzung gefallen. Ewert verwahrt sich dagegen, dass die Aussagen komprimiert dargestellt wurden. Seiner Ansicht nach entstehe ein falscher Eindruck über das, was er gemeint habe.

Jens-Uwe Berndt

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