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Rügen Potenzielle Klassik-Stars
Vorpommern Rügen Potenzielle Klassik-Stars
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00:00 29.01.2018
Rügener Ausnahmetalent: Der 13-jährige Jakob Hübner aus Krakvitz war einer der erfolgreichsten Teilnehmer des Wettbewerbes „Jugend musiziert“ in Stralsund. FOTOS (4): CHRISTIAN RÖDEL

Kommen zukünftige Klassik-Stars bald von Deutschlands größter Insel? Beim Regional-Wettbewerb „Jugend musiziert“ am Wochenende in Stralsund spielten die musikalischen Nachwuchstalente von Rügen richtig stark auf. Zu den herausragenden jungen Musikern zählte Theresa Radig aus Trent, die mit Franz-Ludwig Schluckner aus Sassnitz vierhändig am Konzertflügel brillierte. Die beiden elfjährigen Talente erhalten an der Bergener Musikschule ihre Ausbildung und sind Eleven der Klavierlehrerin Marina Lebedeva.

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Beim regionalen Wettbewerb „Jugend musiziert“ waren 14 junge Rüganer dabei. Und sie haben die Jury begeistert.

Förderprojekt

110 Mädchen und Jungen waren am Wochenende beim Regionalwettbewerb Nordost in Stralsund dabei.

„Jugend musiziert“ ist das renommierteste Musikförderprojekt Deutschlands. Knapp eine Million Kinder und Jugendliche haben in den 55 Jahren seines Bestehens bei „Jugend musiziert“ mitgemacht. Für viele von ihnen war dies der erste Schritt in eine erfolgreiche Musikkarriere.

Der 14-jährige Hannes Wendt aus Sehlen darf sich an der Blockflöte ebenfalls zur jungen Musiker-Elite Rügens zählen. Der Gymnasiast ist Schüler einer Hochbegabten-Förderklasse in Greifswald und mit seinen vielfältigen Talenten auch außerhalb des Musizierens breit aufgestellt. In Begleitung seiner Eltern Gisela Stolpe und Peter Hübner kam Hornist Jakob Hübner von Krakvitz in die Hansestadt. „Das Üben auf dem Horn macht mir viel Spaß, auch wenn es manchmal ziemlich anstrengend ist, aber meine Eltern drängen mich nicht dazu“, so der 13-Jährige, der in Stralsund die Jona-Schule besucht. „Jakob hat im Vorschulalter angefangen zu musizieren, zuerst auf der Flöte und wenig später an der Gitarre“, sagt sein Vater.

Aus einer höchst musikalischen Familie entstammt Emil Brandenburg aus Koldevitz bei Garz, denn auch seine vier Geschwister spielen alle mindestens ein Instrument. Der 17-jährige Schüler des Bergener Gymnasiums hat schon dreimal an dem Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ als Hornist teilgenommen und ist stets weiter gekommen, hat sich jedes Mal für das Landesfinale qualifiziert. Das war in diesem Jahr wieder so.

Die Jury aus drei Profi-Musikern war begeistert von dem Vorspiel des Rüganers. Jury-Mitglied Raik Harder vom Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft an der Universität Greifswald meint:

„Nicht nur Emil Brandenburg war außergewöhnlich in seiner Virtuosität, sondern auch erstaunlich viele andere Teilnehmer zeigten hier ein sehr hohes Niveau.“ Hochschullehrer Sascha Blaue, Lehrer am Schweriner Konservatorium, war der zweite im Bunde der Jury, die durch Nikolas Pritzkat komplettiert wurde. Der ist Hornist im Philharmonischen Orchester des Theaters Vorpommern: „Die Anzahl von elf Hornisten an dem Wettbewerb in einem so dünn besiedelten Landstrich ist bemerkenswert.“

Die Gastgeberstadt brauchte sich mit ihrer jungen Musiker-Elite auch nicht hinterm Berg zu verstecken, denn die Schüler der dortigen Musikschule spielten ganz vorne mit. Mara Gulden (12) und ihre Duo-Mitspielerin Hanna Rettensteiner (11) brillierten vierhändig am Klavier. An der Querflöte – unter Begleitung des Stralsunder Musikschuldirektors Wolfgang Spitz am Flügel – spielte die 13-jährige Fenia Busch stark auf. Zu den drei Spielorten des Ausscheides zählten neben der Aula und der Musikschule auch die Nikolaikirche.

Christian Rödel

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