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Rügen Projekttag am Rugard: Von A wie Anbrennen bis Z wie Zorb
Vorpommern Rügen Projekttag am Rugard: Von A wie Anbrennen bis Z wie Zorb
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00:00 26.07.2016
Mit Hilfe von Lupen und der Kraft der Sonne: Nadja Döhring (12, v.l.), Inga Herke (11), Frank Leiste (11), Carlotta-Marie Franz (11) haben unter Aufsicht ihrer Lehrerinnen Kathrin Kern (links) und Regina Eichner (rechts) auf kleine Holzbretter Namen und Zeichen eingebrannt. Quelle: Fotos: Christian Rödel

Mit ihren Lupen fangen Carlotta-Marie, Inga und Nadja aus der fünften Klasse beim Projekttag der Regionalen Schule „Am Rugard“ die Strahlen der grellen Sonne ein und schicken diese gebündelt auf ein Holzstück.

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Beim traditionellen Workshop der Bergener Schule entsteht immer etwas für folgende Generationen / 360 Schüler waren dabei

INSEL INTIM

Stefanie Büssing

berichtet aus

Rügens Szene.

☎ 03838/2014835

Wie von Geisterhand geführt brennen die Strahlen unterschiedliche Namen und Zeichen darauf – es steigt verbrannter Geruch in die Nasen der Schüler. Klar, dass man solche Experimente nicht ohne Aufsicht von Erwachsenen machen darf! Unter den kontrollierenden Blicken der beiden Mathe- und Physik-Lehrerinnen Kathrin Kern und Regina Eichner erlernen die Fünftklässler, wie das gebündelte Licht ein Feuer entfachen kann.

Diese Station ist nur eine von 19, die beim traditionellen Projekttag der Regionalen Schule „Am Rugard“ dicht umringt ist. Die erste Stadträtin von Bergen und Chefin des Bürgerzentrums, Astrid Schlegel, und ihre Kollegin Sabine Verch von der Schulverwaltung staunen nicht schlecht, was die 360 Schüler an diesem letzten Unterrichtstag auf die Beine gestellt haben. Nicht ohne Stolz erzählt Schulleiter Heinz Neudeck den beiden Damen von der Bergener Stadtverwaltung: „Jedes Jahr entsteht während unserer Projekttage etwas Bleibendes, von dem nachfolgende Schülergenerationen auch noch etwas haben werden.“

Der neue hölzerne Unterstand, mit dessen Aufbau die Schüler während der diesjährigen Projektwoche beschäftigt waren, steht. Das Holzmaterial für die Sitzgelegenheit auf dem Schulgelände stammt aus dem Bestand des Bergener Stadtbauhofes. „Wir sind sehr froh über diese Unterstützung", meint der Schulleiter. „Noch froher wären wir allerdings, wenn unser Schulgebäude auch bald saniert werden würde.“ In der Tat, die äußere Fassadenhülle der Regionalen Schule an der Sassnitzer Chaussee strahlt noch immer DDR- Charme aus, und die Energieeffizienz des Gebäudes dürfte mit Sicherheit nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen der heutigen Zeit entsprechen. Davon lässt sich das Lehrerkollegium jedoch nicht verdrießen und engagiert sich um die Horizonterweiterung der Schüler in 15 Klassen, in denen auch Kinder aus Syrien, Afghanistan, der Türkei und Polen lernen.

„Wir haben natürlich auch in diesem Jahr wieder die Wünsche der Schüler berücksichtigt“, so Nicole Preuß, die maßgeblich als Religionslehrerin mit in die Vorbereitungen der Projektwoche involviert war. Im Schulgarten neben dem sogenannten grünen Klassenzimmer haben die Schüler coole Hängematten zwischen die Bäume gehängt und relaxen dort im Schatten. Nur ein paar Meter weiter hüpft eine große transparente PVC-Kugel, auch Zorb genannt, über das Außengelände der Schule. Im Inneren des Zorbs bewegen sich jeweils zwei Schüler wie in einem Hamsterrad samt Kugel über einen 15 Meter langen Parcours. Der Andrang ist groß und es bildet sich eine lange Schlange mit Schülern, die es gar nicht erwarten können, als „Zorbonaut“ durch das luftgepolsterte All zu schweben. Der Poseritzer Sven Ramme hat mit seinem Zorbing- Parcours genau den Nerv der Kinder getroffen.

Alle 19 Stationen des Projekttages einzeln zu erwähnen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Ob nun die THW-Jugend mit ihrer modernen Rettungstechnik oder der DRK-Kreisverband Rügen-Stralsund mit seinem Kurs für junge Sanitäter – das Angebot war vielfältig, kurzweilig und sehr lehrreich. Die Elternschaft sei dennoch zum Schluss erwähnt, weil sie sich ebenfalls stark für die Präsentation der Projektwochen-Ergebnisse gemacht hat. Mit frisch gebackenem Kuchen bereicherte der Elternrat den Kuchen-Basar, um Geld für die Beschaffung von Arbeitsgeräten und Sämereien für den Schulgarten zu erwirtschaften.

Christian Rödel

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