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Rügen Ehemaliger Nazi-Koloss zu fast zwei Dritteln saniert
Vorpommern Rügen Ehemaliger Nazi-Koloss zu fast zwei Dritteln saniert
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21:09 19.08.2018
Zwei Seebrücken und eine Marina sollen demnächst errichtet werden, um die gigantische Anlage attraktiver zu machen. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Prora

Nach jahrelangem Stillstand wird seit etwa vier Jahren intensiv an dem fünf Blöcke umfassenden Bau direkt am Strand gearbeitet. Am vergangenen Freitag hatte der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe (CDU), Prora wegen seiner „rasanten touristischen Entwicklung“ den Status Erholungsort verliehen, womit der Binzer Ortsteil künftig Kurtaxe und Fremdenverkehrsabgabe erheben kann. „Es tut sich wirklich sehr viel hier“, sagte Glawe.

Bis 2022 entstehen mindestens drei Hotels

Bürgermeister Schneider rechnet damit, dass der insgesamt 4,5 Kilometer lange Koloss mit über 1500 Appartements, die von Urlaubern und Dauermietern genutzt werden sollen, bis 2022 komplett saniert sein wird. Mindestens drei Hotels entstehen in den Blöcken, zwei sind bereits fertig.

Um das Umfeld für einen Urlaubsort mit bald gut 3500 Ferien-Betten zu schaffen, plant die Gemeinde enorme Investitionen: „Darunter sind zwei Seebrücken und eine Marina“, verdeutlichte Schneider. Zudem werde im nächsten Jahr eine neue Einkaufsstraße errichtet. Der Bürgermeister erwartet für die Sanierung der Blöcke und die Infrastruktur insgesamt Investitionen von 500 Millionen Euro in Prora bis 2022.

Kritiker fürchten: Infrastruktur reicht nicht aus

Es gibt aber auch Sorgen wegen der Dimension des neuen Ferienortes: Kritiker befürchten, dass die geplante Infrastruktur für fast 10 000 Menschen, die mittelfristig zur Hochsaison in Prora wohnen könnten, nicht ausreicht.

Wir berichten

Über das Bau-Projekt berichten wir online sowie in unserer gedruckten Zeitung ab morgen wieder ausführlich. Unter anderem können Sie eine Reportage aus Prora und das Interview mit dem Bürgermeister lesen.

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