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Rügen Putbusser holen ihre Historie aus der Versenkung
Vorpommern Rügen Putbusser holen ihre Historie aus der Versenkung
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18:11 04.12.2018
Der Circus in Putbus im Herbst. Quelle: Ralf Eppinger
Putbus

Es ist noch nicht einmal Weihnachten – da wird den Putbussern und ihren Gästen schon ein Geschenk für Ostern ins Nest gelegt. Denn die Stadtvertreter wollen dann die Geschichte der einst fürstlichen Residenzstadt zurück ans Licht der Öffentlichkeit holen. Einen entsprechenden Beschluss haben sie während ihrer jüngsten Sitzung gefasst – einstimmig. Sie sind damit einem Antrag der Fraktion „CDU Putbus, Denk mal!“ gefolgt – wie zuvor schon die Mitglieder des Sozial- sowie des Betriebsausschusses. „Wir wollen, dass die Putbus-Ausstellung ab Ostern 2019 oberhalb des Cafés Central an der Alleestraße zu sehen ist – endlich wieder“, macht Fraktionsvorsitzende Julia Präkel (CDU) gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG deutlich.

Mit dem nunmehr gefällten Beschluss haben sich die Stadtvertreter auch gegen Pläne der Stadtverwaltung ausgesprochen. Die sollen zum Inhalt gehabt haben, die Ausstellung im Rathaus zu zeigen. „Das wäre für potenzielle Besucher, Einheimische wie Gäste, sinnlos gewesen“, sagt Julia Präkel dazu. Denn die Ausstellung würde dann quasi eine unter Ausschluss der Öffentlichkeit sein. Das Rathaus ist nur an drei Tagen der Woche für wenige Stunden geöffnet und am Wochenende natürlich gar nicht.

Im Café Central an der Alleestraße neben dem Insel-Theater soll dies ganz anders aussehen. So soll Betreiber Detlef Schwitalla zugesichert haben, dass die Ausstellung an sechs Tagen in der Woche zu sehen sein wird. Er wolle dafür die erste Etage oberhalb des Cafés zur Verfügung stellen und mit seinem Personal die Aufsicht übernehmen. „Der Stadt würden dadurch keine Kosten entstehen. Einziges Manko ist es, dass der Zugang nicht barrierefrei ist“, macht Julia Präkel deutlich.

Die Ausstellung zur Geschichte der Stadt Putbus ist vor mittlerweile vielen Jahren von Reinhard Piechocki und Katrin Eigenfeld zusammengestellt worden. Die Präsentation besteht aus drei Teilen, befasst sich mit der Chronologie der Stadt und ihren Bauten, der Geschichte des Fürstenhauses und verschafft einen Einblick in die Historie der Romantik. Vor mehr als 15 Jahren war diese Schau bereits gezeigt und dann wieder abgehängt worden. Im Juli 2017 wurde sie dann wieder aus der Mottenkiste geholt und sollte dauerhaft im linken unteren Teil der Orangerie zu sehen sein. Und zwar dort, wo bis zu ihrem Umzug in die Alleestraße die Putbus-Information untergebracht war.

Doch der Zuspruch sei gering gewesen – auch, so wissen Insider zu berichten, weil für die Ausstellung kaum bis gar geworben worden war. Schließlich wurde sie abhängt, dieser Orangerie-Teil von der Stadtverwaltung an einen Rügener Künstler vermietet.

Nun soll die Schau für vorerst zwei Jahre ans Licht der Öffentlichkeit zurückkehren. Für Kurkarten-Inhaber soll der Besuch kostenfrei sein, für alle anderen erschwinglich. Von 2,50 Euro pro Nase ist die Rede.

Chris Herold

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