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Rügen Radwegebau in der Sackgasse
Vorpommern Rügen Radwegebau in der Sackgasse
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00:00 12.10.2018
Rügen

„Was den Radwegebau auf Rügen anbelangt, bin ich jetzt mal ein wütender Bürger“, sagte Herbert Trilk . Der passionierte Radfahrer und Vorstand des Vereins „Tour d’Allée Rügen“ redete sich auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung von Zirkow den Frust von der Seele. Auch im Verein sei die Nachricht, dass sich der Bau des Radwegs von Zirkow nach Serams erneut verzögert, „nicht gerade auf Gegenliebe gestoßen“ (die OZ berichtete). Trilk will das sowohl am Sonnabend vor fast 300 Teilnehmern der Radsportveranstaltung „Boddenrunde“ als auch im November bei der Alleentagung in Güstrow vortragen. „Da habe ich Rederecht, weil ich Hauptorganisator der Radfernfahrt über die Deutsche Alleenstraße von Sellin zum Bodensee war.“

„Es ist einfach nur traurig. Weder Petitionen noch Demonstrationen haben uns dem Lückenschluss durch Bau eines Radwegs von Zirkow nach Serams näher gebracht. Ronald Rambow, Fremdenverkehrsverein Binz

„Einfach nur noch traurig“ findet auch Ronald Rambow die erneute Absage wegen verzögerter Planung. „Die Antwort hören wir nun schon seit 2012“, bedauert der Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins Binz. Weder mit Petitionen, noch mit Demonstrationen sei etwas erreicht worden.

„Wir haben uns seit Jahren engagiert, alles zuzuarbeiten. Nun sind uns die erneuten Verzögerungen unerklärlich“, sagt Zirkows Bürgermeister Jens Hoyer. Als Grund kann er sich nur vorstellen, dass Anlieger nach der Auslegung der Planungsunterlagen im September aus Sorge um zu hohe Kosten Einwendungen erhoben. Die Eigentümer würden für den notwendigen Grunderwerb in Pantow nur minimale Beträge erhalten. Andererseits solle die Gemeinde den Anteil für Fußweg und Beleuchtung des innerörtlichen Teils finanzieren, den sie dann wieder auf die Einwohner umlegen müsse. So werden die Anlieger doppelt belastet und stößt das Unterfangen auf wenig Akzeptanz im Ort.

Das Radwegeprojekt verbleibt also vorerst gemeinsam mit fünf weiteren auf der Prioritätenliste, welche der Kreistag in seiner Sitzung vom Anfang Oktober aktualisierte. Die Liste dient als Grundlage für die Aufnahme in das Lückenschlussprogramm des Landes. Fertiggestellt wurden zuletzt die Ortsdurchfahrt in Samtens, der Abschnitt von Garz zum Haus Büchsenschuss sowie der Weg vom Ortsausgang Sassnitz Richtung Königsstuhl. In diesem Jahr hätten neben dem Lückenschluss zwischen Zirkow und Serams auch die Verbindung von Garz nach Samtens fertiggestellt werden sollen.

Noch länger warten Radfahrer auf den Weg von Trent nach Schaprode, der 2016 fertig sein sollte. Dort begannen inzwischen immerhin Arbeiten, die zum kommenden Sommer beendet sein sollen, sagt Manfred Borowy vom Straßenbauamt des Landes. Keine Zusage des Landes gab es hingegen für einen von der Gemeinde Trent gewünschten Radweg nach Silenz und Teschvitz als Teil des Ostseeküstenradwegs. Dort fänden sich gleich mehrere Alternativen einer Hinterlandanbindung abseits der L30, heißt es aus dem Amt. Den traurigen Rekord dürfte die Verbindung von Karow nach Lubkow halten, deren für 2016 geplante Fertigstellung sich bis voraussichtlich 2020 verzögert. „Dort haben wir Leitungen im Boden am Straßenrand entdeckt, die eine neue Planung erforderlich machen“, so Borowy. Gerade auf diesem Stück allerdings ist immer wieder zu beobachten, dass sich Autoschlangen hinter Radfahrern stauen oder mit geringem Abstand vorbeifahren. Bei Mukran schließlich fehlt nach wie vor die Verbindung zwischen dem Radweg Richtung Prora und dem Richtung Sassnitz. Weil dort besonders viele Autos fahren, wurde die Finanzierung des nur 1,5 Kilometer langen aber 1,3

Millionen Euro teuren Lückenschlusses von Neu-Mukran nach Dubnitz nun vom Land zugesagt und soll bis zum Jahr 2021 realisiert werden.

Uwe Driest

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