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Rügen Rätselraten um Todesanzeige geht weiter
Vorpommern Rügen Rätselraten um Todesanzeige geht weiter
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12:03 07.03.2018
Stralsund

Das Rätselraten um eine mysteriöse Todesanzeige und das offensichtliche Verschwinden des Ex-Rektors der Hochschule Stralsund, Dr. Matthias Straetling, geht weiter. Nachdem er tagelang wie vom Erdboden verschluckt war und auch die Polizei den Fall geprüft hatte, meldete er sich gestern telefonisch bei der OZ und der Polizei. Er sei in der Schweiz und es gehe ihm gut, sagte er.

Parallel zu seinem Verschwinden war am vergangenen Freitag ein Nachruf mit seinem Namen auf einem Trauerportal der OZ im Internet erschienen. Offen ist nach wie vor, wer hinter der mit Rektorat der Hochschule Stralsund unterzeichneten Anzeige steckt. Die Hochschule habe die Anzeige nicht veranlasst, versicherte die amtierende Rektorin, Professorin Petra Maier.

„Es ist nicht schön, von seinem eigenen Tod in der Zeitung zu lesen“, sagte Straetling zu dem Nachruf. Darin war „In memoriam – 14. Juni 1963 - 28. Februar 2018“ zu lesen: „Er wollte ein besonderer Rektor sein, war aber den Anforderungen des Amtes nicht gewachsen. Nun hat er tragischerweise daraus selbst die unumkehrbare Konsequenz gezogen. Mögen seine Familie und seine neue Partnerin Kraft finden, ihn in guter Erinnerung zu behalten.“

Straetling selbst habe keinerlei Erklärung für den „sehr bösen Scherz“. Dass von ihm seit dem angegebenen Todesdatum jede Spur fehlte, erklärte er mit einem Skiausflug. Sein Handy habe er zu Hause liegen gelassen. Der Nachruf war offenbar unter einem falschen Namen veröffentlicht worden.

Dienstagfrüh habe er per Mail den OZ-Bericht „Rätselraten um Ex-Rektor: Wo steckt Matthias Straetling?“ zugeschickt bekommen. Daraufhin sei er nach Hause in seinen Heimatort St. Gallen gefahren und hätte sich von dort aus mit der Polizei in der Schweiz und in Stralsund in Verbindung gesetzt.

Straetling war seit Oktober 2016 Rektor in Stralsund. Am 19. Dezember 2017 war er nach 15 Monaten abgewählt worden. Vorgeworfen wurden ihm Alleingänge als Rektor, so bei der Erarbeitung eines Strategiepapiers oder bei Zuarbeiten zur Fortschreibung des Landeshochschulgesetzes. Straetling selbst hatte sich stets gegen diese Vorwürfe verwahrt.

Gegen die Abwahl hatte er Beschwerde beim Bildungsministerium von MV eingelegt.

mw/jm

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