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Raser auf dem Wasser: Polizei blitzt im Nationalpark

Stralsund Raser auf dem Wasser: Polizei blitzt im Nationalpark

Die Zahl der kleineren Verstöße auf dem Wasser nimmt ab. 2015 hat die Wasserschutzpolizeiinspektion Stralsund 1385 Anzeigen aufgenommen. Das ist im Vergleich zu 2014 eine Verringerung um 287.

Stralsund. Die Zahl der kleineren Verstöße auf dem Wasser nimmt ab. 2015 hat die Wasserschutzpolizeiinspektion Stralsund 1385 Anzeigen aufgenommen. Das ist im Vergleich zu 2014 eine Verringerung um 287.

„Besonders oft haben wir Verstöße gegen die Ordnung der Seeschifffahrtsstraßen geahndet oder sind eingeschritten, wenn sich Boots- und Schiffsführer nicht an die Hafenordnungen hielten“, sagt der Chef der Wasserschutzpolizei, Fredi Ewert. Auch wenn Sportbootführerscheine fehlten oder gegen die Fischereiordnung im Stralsunder Hafen verstoßen wurde, wurden die Beamten aktiv. Zudem rief oft falsches Verhalten in den Schutzgebieten des Nationalparks die Polizei auf den Plan.

Im Gegensatz zu den Ordnungswidrigkeiten war bei den Straftaten ein Anstieg zu verzeichnen. Wurden 2014 178 Anzeigen aufgenommen, waren es 2015 183. „Schwerpunkt bei den Straftaten waren Verstöße gegen das Fischereirecht“, sagt Ewert. Anzeigen gab es auch wegen Gewässerverunreinigungen oder Trunkenheit im Verkehr. „Uns beschäftigten aber genauso Brände, Körperverletzungen, Unterschlagungen, der Missbrauch von Notrufen, Diebstähle und Sachbeschädigungen.“

Die Sicherheitsbeamten kontrollieren auch Schiffe. „Die Anforderungen im Sicherheitsbereich sind hoch und speziell“, sagt Ewert. „Wir werden immer vor neue Herausforderungen gestellt, weil sich die internationalen Regelungen zu Fragen der Schiffssicherheit, des Meeresumweltschutzes und des Terrorismus ständig ändern.“ Umwelt- und Meeresschutz und damit verbunden die Befahrensregelung der Nationalparks sind ein wichtiger Teil der Arbeit. „Wir haben an 29 Tagen in der Saison im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und dabei einige Verstöße festgestellt.“

2015 hatte die Polizei 47 Sportboot- und sieben Schiffsunfälle zu verzeichnen. „Die Ursachen sind ganz unterschiedlich“, sagt Ewert. „Das reicht vom Nichtbeachten der Regeln und Witterungsverhältnisse bis hin zu mangelnden Revierkenntnissen und technischen Mängeln.“

Immer wieder kommt es auch zu Unfällen, wenn Alkohol im Spiel ist. Doch bei einem kuriosen Fall im November 2015 war es kein Bootsführer, der betrunken war. „Eine alkoholisierte Person wollte im Querkanal baden gehen und den Kanal schwimmend überqueren. Leider hat er nicht mehr geschafft, und musste von den Kollegen gerettet werden“, sagt Ewert.

Für die Sicherheit im Bereich der Stralsunder Polizeiinspektion sind 32 Beamte verantwortlich. Sie teilen sich auf die Stationen Barth, Schaprode, Ribnitz-Damgarten und Stralsund selbst auf.

OZ

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