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Rügen Reifezeit der Rügener Jugend
Vorpommern Rügen Reifezeit der Rügener Jugend
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03:41 07.09.2013

Der „Playboy“ war und ist in der westlichen Hemisphäre das Männer-Magazin schlechthin und seine Bilder gaben den Frauen Impulse, wie eine attraktive Frau „auszusehen“ hat — wenn sie Erfolg haben will.

Der (zumeist) männliche Leser fand vor allem hier seine Erfüllung, da die sonstigen Medien betreffs Nacktheit erzkonservativ und zensiert waren, so dass die so oft gepriesene (sexuelle) Freiheit des Westens, der des Ostens (DDR), eindeutig nachhinkte.

In den Jahren 1984 und 1985 kam es durch Leserbriefe zu heftigen Diskussionen, weil nicht jeder Leser mit dem vorgegebenen Typ einverstanden war, zumal er im Alltag solchen Frauen gar nicht begegnete. Es kamen auch Fragen auf, ab wann man überhaupt ein nacktes Mädchen fotografieren dürfe.

Auf der Insel Rügen, wo ich von natürlichen, ungezwungen heranwachsenden Jugendlichen und dem FKK-Leben unzählige Bilder gemacht hatte, war das nie ein Thema gewesen. In den siebziger Jahren hatte ich das Thema Frühreife schon fotografisch umgesetzt und mit Genehmigung der Eltern einige Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren fotografiert.

Jetzt sah ich meine Zeit gekommen, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich bot dem „Playboy“ eine ästhetische und hochwertige Serie Aktbilder an, die ich von zwölf bis 16-jährigen Mädchen gemacht hatte. Die Serie wurde angenommen und mit 8000 Mark honoriert.

Als nach einem halben Jahr noch immer die Veröffentlichung ausstand, fragte ich nach — und erfuhr, dass der damalige Chefredakteur von einem neuen abgelöst wurde — und dieser das Thema nicht aufgreifen würde. Ich kann die Bilder zurückfordern, frei verwenden und das gezahlte Geld als Ausfall-Honorar verbuchen.

Natürlich wäre mir damals ein guter Beitrag im „Playboy“ lieber gewesen, aber das Geld half mir sehr, die Schwierigkeiten zu überwinden, die mich nach der Übersiedlung nach Österreich erwarteten.

Inzwischen wurden diese Bilder in etlichen seriösen Zeitschriften publiziert, und ich bewies, dass ein diffiziles Thema wie Frühreife durchaus fotografisch bewältigt werden kann, ohne Tabus zu verletzen. Mein Credo immer vorausgesetzt: „Wer nackt Würde zeigt — gibt sich keine Blöße“.

Klaus Ender

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