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Reporterlegende: „Auf Rügen fühle ich mich fast zu Hause“

Glowe Reporterlegende: „Auf Rügen fühle ich mich fast zu Hause“

Klaus Angermann, der einst Olaf Ludwigs Olympiasieg auf dem Rad kommentierte und mit vielen Spitzensportlern von einst per Du ist, macht gern auf der Insel Urlaub

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Klaus Angermann hat zusammen mit seiner Frau Renate mehr als zwei Wochen Urlaub auf Rügen gemacht.

Quelle: Fotos: Chris-Marco Herold

Glowe. Gestern wurden die Koffer gepackt, heute geht es in zwei Etappen von Glowe zurück nach Wiesbaden. Die etwas mehr als zwei Wochen zuvor beschreibt Klaus Angermann so: „Unser Rügen-Urlaub war ein Lottogewinn. Jeden Tag tolles Wetter.“ Seine Frau Renate nickt, strahlt übers ganze Gesicht.

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Klaus Angermann, der einst Olaf Ludwigs Olympiasieg auf dem Rad kommentierte und mit vielen Spitzensportlern von einst per Du ist, macht gern auf der Insel Urlaub

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Urlaub gemacht haben sie bei einem Bobspitzensportler von einst: im Ferienhaus von Raimund Bethge. Der war 1976 Ersatzmann, als Meinhard Nehmer, der in Varnkevitz auf Wittow lebt, mit seinem Bob in Innsbruck olympisches Gold einfuhr. Ein Jahr später saß Bethge zusammen mit Nehmer im Gold-Bob bei der WM in St. Moritz, später wurde er Bundestrainer.

Das und vieles mehr kann Angermann rauf und runter erzählen. Schließlich war er immer hautnah dabei und wurde so zu einer Reporterlegende. Der in Dresden geborene und heute in der hessischen Landeshauptstadt lebende Vollblutjournalist arbeitete von 1963 bis 1998 als Sportreporter für das ZDF, danach für Eurosport. Er berichtete von unzähligen Olympischen Spielen, war mehr als 40 Mal bei der Tour de France hautnah dabei und moderierte jahrelang die „ZDF- Sportreportage“.

„Da sind auch Freundschaften entstanden, die bis heute halten“, sagt der 78-Jährige. Eben die mit Bethge, aber auch die mit Olaf Ludwig. „Dessen Olympia-Gold beim Einzelrennen in Seoul 1988 habe ich kommentiert. Wir rufen uns bis heute regelmäßig an. Ich soll immer mal zur Tour d’ Allèe nach Rügen kommen, habe es aber noch nie geschafft“, sagt Angermann. Der ist übrigens auch mit IOC-Präsident Thomas Bach auf Du und Du. „Den habe ich bei seinem Fecht-Olympia-Sieg in Montreal kennen gelernt“, sagt Angermann.

Er hat mit seiner Frau nun zum dritten Mal Glowe für die schönsten Tage des Jahres ausgewählt. Jeder Urlaubstag auf Rügen begann mit einem Ritual, verrät Angermann: „Brötchen holen bei Bäcker Arndt und die OZ dazu.“ Die sei für ihn klar strukturiert. „Von der großen Politik bis in den kleinsten Winkel der Gemeinden wird alles abgebildet. Selbst einem Schülerzirkus wird viel Platz eingeräumt.

Aber der gebührt ihm auch“, lobt Angermann. Eigentlich wollten er und seine Frau nur zwei Wochen bleiben. Aber die OZ ist „schuld“, dass es ein paar Tage mehr wurden. „Wir haben uns am vorausschauenden Wetterbericht in der Zeitung orientiert. Der sagte Sonne voraus – und es hat tatsächlich gestimmt.“

In den mehr als 14 Tagen haben die Angermanns die Inseln Hiddensee sowie Rügen von Nord nach Süd, von Ost nach West bereist und bewandert. Einen Lieblingsort kann er nicht nennen: „Die ganze Palette ist so vielseitig. Und wenn man sich mal verkriechen will, gibt’s auch Wald.“ Sie dagegen hat ihren Lieblingsort gefunden: „Ich bin am liebsten auf Hiddensee.“ Nicht nur Orte und Landschaften haben die beiden kennen gelernt. „Auch fast alle Gaststätten. Unser Favorit ist die ,Zur Schaabe’ in Glowe“, sagt Angermann. Auf einen Besuch des Königsstuhls hat er aber verzichtet: „Ich bin nicht geizig. Aber die 8,50 Euro, nur um draufzustehen, sind mir zu happig.“

Die Urlaubslaune haben sich die Angermanns davon nicht trüben lassen und für die Insel noch ein Lob parat: „Man fühlt sich hier schon fast zu Hause, wenn man das dritte Mal da ist.“

Bei den ganz großen Ereignissen dabei

17 Olympischen Spielen hat Klaus Angermann als Sportreporter seinen Stempel aufgedrückt. 45 Mal war er bei der Tour de France mit Mikrofon mit dabei. 35 Jahre lang war er für das Zweite Deutsche Fernsehen im Einsatz, danach noch für Eurosport.

Der gebürtige Dresdner hat Ende der Fünfzigerjahre als Sportjournalist und Gerichtsreporter für den „Demokrat“ in Rostock gearbeitet. Einen Ernteeinsatz im Herbst 1958 nutze er zur Flucht in den Westen.

Chris-Marco Herold

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