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Rügen Rotarier spenden kleinen Lebensretter
Vorpommern Rügen Rotarier spenden kleinen Lebensretter
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00:01 10.11.2016
Axel Poggendorf vom Rotary Club übergibt den Defibrillator an Dirk Mai vom Sanitätszug Rügen. Quelle: DRK

Er ist klein, ziemlich teuer – und er kann Leben retten: der Defibrillator. Der Rotary Club Rügen hat für 1200 Euro eines dieser Geräte gekauft und es dem Sanitätszug Rügen übergeben. Dabei handelt es sich um einen so genannten Automatisierten Externen Defibrillator (AED), der – verpackt in einem Notfallrucksack – von der „schnellen Eingreiftruppe“ vor allem bei Veranstaltungen zum Einsatz kommt.

„Situationen folgender Art hat es auf Rügen schon häufiger gegeben“, schildert DRK-Sprecher Burkhard Päschke mögliche Szenarien. „Ein Konzert, eine Sportveranstaltung – plötzlich rufen Besucher in Panik nach einem Sanitäter. Was dann folgt, ist hunderte Male geübt worden. Der Patient wird angesprochen, und die Vitalfunktionen werden überprüft. Wenn dann keine Reaktion festzustellen ist, wird die Leitstelle informiert und ein Notarzt angefordert. In solchen Fällen heißt es, schnell zu reagieren – Minuten zählen.“ Geschehen unter anderem im vergangenen Jahr bei den Störtebeker Festspielen, als einem Besucher mit Herzinfarkt durch das schnelle Eingreifen der ehrenamtlichen DRK-Helfer das Leben gerettet werden konnte (die OZ berichtete).

„Der Sanitäter schaltet den AED ein und klebt die Pads auf“, erläutert Päschke den Vorgang zur Stabilisierung des Herzens. „Das Gerät analysiert nun automatisch den vorliegenden Herzrhythmus und fordert per Sprachbefehl dazu auf, gegebenenfalls einen Stromimpuls auszulösen um dem plötzlichen Herztod entgegenzuwirken.“

Bisher hatten die Helfer des Sanitätszuges drei AED an wichtigen Stellen auf der Insel deponiert. Wie Burkhard Päschke sagt, seien die Defibrillatoren bei der Wasserwacht Glowe am Strand in der Rettungswache während der Badesaision, bei den Störtebeker Festspielen Ralswiek im Sanitätswachraum und beim DRK-Betreuungszug Stralsund auf einem Einsatzfahrzeug des Roten Kreuzes deponiert.

Der DRK-Kreisverband-Rügen- Stralsund – auch in diesem Jahr wieder Partner bei der OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ – verfügt über drei ehrenamtliche Bereitschaften. Neben der Medical Task Force und dem Betreuungszug Stralsund ist der Sanitätszug Rügen im Auftrag des Landkreises und des Bundes zur Gefahrenabwehr und für den Katastrophenschutz gebildet worden. „In den drei Bereitschaften arbeiten über 70 Ehrenamtler und investieren einen Teil ihrer Freizeit in den Schutz der Bevölkerung“, erläutert DRK-Sprecher Päschke. „So wurden 2016 bereits vier Übungen absolviert, drei Einsätze gefahren, 64 kulturelle und sportliche Events abgesichert und insgesamt 12105 ehrenamtliche Stunden absolviert.“

Rotary Club

Im Rotary Club haben sich Rügener Bürger zusammengefunden, um durch ihr freiwilliges Engagement den Gemeinsinn zu fördern und soziale Projekte zu organisieren. Als eingetragener Verein ist er in der Lage, Organisationen und Bürger im Ehrenamt zu unterstützen.

25 Jahre besteht der Verein bereits. In dieser Zeit konnte er durch zahlreiche Aktionen und Spenden Nöte lindern und maßgebliche Hilfe leisten. Axel Poggendorf von der Rugard-Apotheke in der Stadt Bergen ist derzeit Präsident im Club.

Jens-Uwe Berndt

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