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Rüganer tuckert mit „Trabbatoni“ um die Ostsee

Bergen/Hamburg Rüganer tuckert mit „Trabbatoni“ um die Ostsee

Sebastian Dombrowski aus Ramitz nimmt an der Baltic Sea Circle, der nördlichsten Rallye des Erde, teil.

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Am Sonnabend fiel der Startschuss zur Baltic Sea Circle am Hamburger Fischmarkt

Quelle: Privat

Bergen/Hamburg. „Trabbatoni läuft richtig gut und die Stimmung ist auch toll“, hat Sebastian Dombrowski seiner Mutter Grit am Telefon erzählt. Der 26-jährige Rüganer startete am vergangenen Sonnabend gemeinsam mit zwei Freunden vom Hamburger Fischmarkt zur Oldtimer-Rallye um die Ostsee. Das Trio stürzte sich in das Abenteuer „Baltic Sea Circle“, das sie im Trabbi aus dem elterlichen Betrieb in Ramitz in den kommenden zwei Wochen rund 7500 Kilometer weit durch zehn Länder rund um die Ostsee führen soll und erreichte am frühen Mittwoch-Morgen die Fähre auf die norwegischen Lofoten. Jetzt geht es über den Polarkreis durch Lappland zum Nordkap. Anschließend über Murmansk und St. Petersburg, durch die Baltischen Staaten zurück nach Hamburg.Teilnehmende Autos müssen mindestens 20 Jahre alt sein und die Teams dürfen weder Autobahnen noch Navigationsgeräte nutzen. „Während unseres Studiums hörten wir zum ersten Mal von der Rallye und irgendwann hat uns Torben kurzerhand angemeldet“, sagt Sebastian Dombrowski , der mit dem gleichaltrigen Hamburger Ingenieur Lennart Dörwald und dem zwei Jahre älteren Torben Weich#aus aus Flensburg (28) unterwegs ist. Erst eine Stunde vor dem Start erhielt jedes Team ein Roadbook, das neben der Route auch eine Liste „voller unglaublicher Aufgaben, Herausforderungen und mit viel Spass“ enthält. So bestand die erste Herausforderung in Dänemark für jedes der 250 Teams darin, den Wagen auf Podeste aus Legosteinen zu hieven.

 

„Wir hoffen nur, dass der Motor hält.“

Gewinner der Rallye wird nämlich nicht das schnellste Team, sondern jenes, das die Aufgaben am besten erfüllt. Das Ziel sollen möglichst alle 250 Teams am 2. Juli erreichen, damit die gemeinsame Abschlussparty steigen kann. Gefeiert wird indes schon während der Fahrt. Das Roadbook enthält auch Hinweise zu Zeit und Ort von Rallye-Parties, wo sich die Teams treffen und ihre Geschichten erzählen können. „Du hast die Chance irgendwo im wilden Osten zu den weißen Nächten und bei der nördlichsten S.A.C Adventure Party am Polarkreis bis in die tiefhelle Nacht zu feiern“, locken die Organisatoren.„Wir sind früher schon mal mit einem Dutzend Trabbis nach Schweden gefahren, da reizte es uns, einmal auch bis zum Nordkap durchzuziehen“, erzählt Sebastian Dombrowski. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Duroplast-Rittern erwies sich dabei als wenig hilfreich. Die Aussagen reichten von „Kein Problem, wir sind früher bis nach Moskau gefahren“ bis „Ich bin alle 200 Kilometer liegen geblieben“. Besondere Herausforderung für die Trabbi-Piloten: „Wir müssen noch einen Anhänger ziehen, um Sprit mitzuführen. Weil der Tank eines Trabbis nur 25 Liter fasst, kämen wir sonst nicht von Tankstelle zu Tankstelle“. Das Zwei-Takt- Mischöl müssen die Jungs regelmäßig selber mischen und weil auch Ersatzteile nicht zu haben sind, „werden wir vorsichtig fahren und unnötige Risiken meiden.“ Zudem finden im Hänger auch Vergaser, Lichtmaschine, Kerze und Keilriemen Platz. „Wir hoffen nur, dass der Motor hält.“ Den haben sie vor Fahrtantritt noch erneuert. Ansonsten ist das Trio nur schwer zu erschüttern. „Lennart ist Ingenieur und ich bin in einer Werkstatt groß geworden“, beruhigt Sebastian Dombrowski sich und seine Eltern. Übernachtet wird während der gut zweiwöchigen Tour ausschließlich im Zelt.

Auch für den guten Zweck wird etwas erreicht

Die Teilnehmer der Rallye unterstützen gleichzeitig ein Spendenprojekt. Die Crew des Rügener Trabbis entschied sich, dem Hamburger Kinderhospiz „Sternenbrücke“ zu helfen, erzählt Sebastian Dombrowski. Der versteht etwas von Marketing und warb schon im Vorfeld bei Bekannten und Gewerbetreibenden im eigenen Umfeld um Spenden. „Rund 5500 Euro haben sie schon zusammen“, weiß Vater Michael Dombrowski, der den Wagen rechtzeitig von Ramitz nach Hamburg überführt hatte. „Alle Kosten der Rallye tragen wir selber“, betont Sohn Sebastian. „Die Spenden gehen über das Portal Betterplace eins zu eins an das Hospiz, das auch die Spendenbescheinigung erstellt.“ Weil Oldtimer noch nicht mit neuer Technik zu sparsamem Verbrauch und geringem Schadstoffausstoß versehen sind, sehen die Veranstalter zudem einen „Eco-Ausgleich“ für das gewählte Rallye-Fahrzeug und die gefahrene Strecke vor. Auf der Facebookseite „Smartstepracing“ berichten die drei Abenteuerer regelmäßig über den Verlauf der Rallye.

Uwe Driest

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