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Rügen Rügen-FDP: Frauen sollen es richten
Vorpommern Rügen Rügen-FDP: Frauen sollen es richten
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18:04 18.04.2018
Heidrun Schrahn und Bianca Pahnke (v.li) Quelle: Jens-Uwe Berndt
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Bergen

Das Ergebnis fiel deutlich aus: Von den stimmberechtigten 19 Teilnehmern am Kreisparteitag der Rügener FDP am Montagabend in Bergen votierten 13 für Heidrun Schrahn als neue Vorsitzende. Fünf Stimmen fielen auf Gegenkandidat Uwe Ahlers, Bürgermeister von Dranske. Ein Anwesender enthielt sich.Damit folgt die Sassnitzerin dem im Dezember 2017 zurückgetretenen Sven Heise, der wegen eines schlüpfrigen WhatsApp-Chats mit einem 17-Jährigen in die Kritik geraten war. Der Jugendliche hatte sich sexuell belästigt gefühlt und Vertrauenspersonen anvertraut (die OZ berichtete).

Diskussionskultur soll neu belebt werden

Nach der Wahl appellierte der anwesende stellvertretende Vorsitzende der Landes-FDP, Michael vom Baur, an die Rügener Liberalen, sich bei Problemen künftig zusammenzusetzen und die verschiedenen Standpunkte auszudiskutieren. „Ich kenne den Kreisverband der Insel als unser Flaggschiff“, sagte vom Baur. „Es tut weh, von außen zu sehen, dass das ins Wanken geraten ist. Ich würde mich freuen, wenn Rügen wieder eine starke Rolle spielt.“ Es sollte wieder von Angesicht zu Angesicht miteinander statt über die sozialen Netzwerke übereinander geredet werden.Die Heise-Affäre hatte der FDP auf der Insel schwer zugesetzt. „Das Jahr ging mit Streitigkeiten und Austritten zu Ende“, sagte Schrahn im Rechenschaftsbericht zur politischen Arbeit. „Wir mussten uns im verbliebenen Kreisvorstand erst wieder neu finden.“

Bianka Pahnke wird Stellvertreterin

Jetzt wollen die Freien Demokraten durchstarten. Das soll auch der an verschiedenen Positionen neu besetzte Kreisvorstand dokumentieren. Allerdings handelte es sich am Montagabend lediglich um eine Nach-, nicht um eine Neuwahl, da man sich in einer Wahlperiode befinde, die erst im kommenden Jahr enden werde.Neben dem Vorsitz wurde auch einer der beiden Stellvertreterposten neu besetzt: Bianca Pahnke setzte sich mit elf Stimmen gegen den Binzer Ortsvorsitzenden Patrick Meinhardt (acht) durch. Uwe Ahlers erhielt elf Stimmen für seine Kandidatur als Schatzmeister. Das jahrzehntelange FDP-Mitglied betonte aber, diese Aufgabe nur bis zur nächsten regulären Vorstandswahl im nächsten Jahr übernehmen zu wollen. Jens Denecke aus Wiek hatte zuvor eine Kandidatur abgelehnt. Begründung: „Ich habe mich vehement für einen kompletten Neuanfang eingesetzt. Den sehe ich im Moment nicht und deshalb stehe ich auch nicht zur Verfügung.“ Knut Alschweig wurde zum Schriftführer gemacht. Neue Beisitzer wurden Sven Fröhlich aus Bergen (in Abwesenheit) sowie Ondre Brüdgam und Friederike von Buddenbrock aus Wiek.

Meinhardt veröffentlicht Thesenpapier

Für ein Achtungszeichen in Richtung neuer politischer Arbeit sorgte Patrick Meinhardt mit einem Antrag. Darin trug er der Rügener FDP an, sich für vier Thesen stark zu machen, die man den derzeitigen Kandidaten zur bevorstehenden Landratswahl im Mai unterbreiten will. „Mal sehen, wie sich dazu jeder einzelne positioniert“, sagte Meinhardt. Die Thesen: 1. zurück zum eigenen Landkreis Rügen, 2. Ausbau von Güttin zum Regionalflughafen, 3. Einrichtung eines zweiten Gymnasiums auf Rügen und 4. Entwicklung der Insel zu einem Akademie-, Hochschul- und Weiterbildungsstandort. Das Thesenpapier fand einhellige Zustimmung. Zuvor hatten die Parteitagsteilnehmer das Ansinnen von Bernd Beyer aus Binz abgelehnt, sich schon jetzt für einen der Kandidaten zu positionieren. Beyer regte an, den Bewerber aus der CDU, Andreas Kuhn, zu unterstützen. Patrick Meinhardt gab zu bedenken, ob eine Parteinahme für einen Kandidaten nicht auch das Signal sei, dass man das Landkreisgebilde akzeptiere: „Aber was wir jetzt haben an Kreisen, ist der größte Blödsinn, den man sich vorstellen kann.“Der Ex-Vorsitzende Sven Heise nahm an dem Kreisparteitag nicht teil.

Jens-Uwe Berndt

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