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Rügen Mehr als 180 Starter beim 1. Molenlauf
Vorpommern Rügen Mehr als 180 Starter beim 1. Molenlauf
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10:46 28.10.2018
Die Kinder starten zum ersten Molenlauf in Sassnitz. Quelle: Christine Zillmer
Sassnitz

Dicht gedrängt stehen die Läuferinnen und Läufer unter dem Startbogen an der Sassnitzer Promenade. Die Köpfe sind nach oben gereckt, die Arme angewinkelt und die Augen nach vorn gerichtet. Die Zuschauer am Streckenrand zählen laut von zehn abwärts. Der Countdown läuft. Ein lauter Knall signalisiert den 186 Startern den Beginn des ersten Sassnitzer Molenlaufes als Saisonabschlussveranstaltung für die Hafenstadt auf Rügen – organisiert im Zusammenhang mit dem Aktivherbst vom Tourismusstammtisch und der Stadt Sassnitz eine gelungene Veranstaltung am vergangenen Wochenende.

In drei Starterkategorien gab es Medaillen, Urkunden und kleine Präsente der Sponsoren des Molenlaufes. Leon Kräusche (53), Wirtschaftsförderer der Stadt Sassnitz, beschrieb die Strecke: „Wir starten direkt an der Promenade, dann geht es Richtung Klein Helgoland, es wird gedreht und zurück gelaufen zur Mole. Das muss dann einmal hin und zurück geschafft werden um den Leuchtturm herum, um dann im Zieleinlauf die Medaille zu erhalten.“ Es sei bei den Vorbereitungen beschlossen worden, dass alle Teilnehmer Sieger sein sollen unabhängig von Bestzeiten.

Familie Heyden aus Prora nahm an zwei Läufen teil. Yvonne Heyden (38) zückte die Walkingstöcker und schaffte 4,5 Kilometer. „Ich finde es gut, dass es eine Möglichkeit gibt zum Walken. Die Veranstaltung ist toll organisiert und jeder bekommt eine Medaille“, sagt sie nach ihrem Zieleinlauf. Papa Andreas Heyden (53) feuerte derweil seinen Sohn Emil (6) an. „Er ist schon beim Rügenbrückenlauf gestartet und es macht ihm richtig Spaß. Im nächsten Jahr sind wir wieder mit dabei“, sagt er.

Die kleinen Starter bewiesen ihr Können auf insgesamt 800 Metern Laufstrecke und kamen gerötet, erschöpft aber glücklich wieder zurück. Kira-Sophie (12) aus Sassnitz ist Mitglied des Sho Bu Kan Karate Vereins. „Ich freue mich total, dass ich es geschafft habe, es hat richtig Spaß gemacht. Ich war erst total aufgeregt und jetzt glücklich“, erzählte sie nach dem Lauf. Am Tisch der Tourismusinfo im Molenfußgebäude wartete sie geduldig mit den anderen Startern auf ihr Präsent. Wasser, Kekse, eine Fischdose und das Sassnitzer Tourismusheftchen lagen in der Teilnehmertüte. „Ich werde auch im nächsten Jahr wieder starten“, versprach Kira-Sophie stolz.

Ein Geburtstagsgeschenk erhielt Claudia Groß (50) aus Sassnitz. „Ich habe mir den Start zu meinem ’Runden’ gewünscht und meine Freundinnen mussten alle mit“, erzählt sie. Zusammen mit Katrin Bachmann und Angela Scheffler aus Sassnitz startete sie im Walking und kam nach 42 Minuten ins Ziel. Angela Scheffler war erst skeptisch: „Wir überlegten wie das funktionieren soll, denn auf der Mole ist es lediglich asphaltiert, der Untergrund ist eigentlich nicht so gut geeignet. Aber wir sind ja keine Profis und es hat funktioniert“, sagte sie nach ihrer Teilnahme. Mareike Dorn (34), selbst Mitorganisatorin und Mitarbeiterin der Tourismusinfo in Sassnitz, nahm ebenfalls am 4,5-Kilometer-Lauf teil: „Ich fand es toll, dass am Wegesrand der Strecke die Leute gejubelt haben, das hat zusätzlich motiviert. Es wurde geklatscht und angefeuert.“

Neben den sportlichen Herausforderungen gab es ein familiengerechtes Rahmenprogramm. Maik Juch, Moderator des ersten Sassnitzer Molenlaufes, begleitete durch das Programm. Am Tisch des Nationalparkzentrums stand der Chef Mark Ehlers persönlich und gab Auskunft über Fossilien, Eltern verkauften Kuchen, die Sassnitzer Feuerwehr sorgte für kulinarische Genüsse und am Getränkestand konnte sich jeder erfrischen. Die Pep Steps und die Jasmunder Plattdänzer tanzten im Regen. Und so wie zum Saisonauftakt in diesem Jahr fuhren am Ende die Sassnitzer Schiffe entlang der Küste. Die erste Anmeldung für den zweiten Molenlauf ist bereits eingereicht. Siegerläufer Peter Heydemann aus Sassnitz will auch im nächsten Jahr starten.

Christine Zillmer

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