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Rügen-Talk mit Dieter „Maschinchen“ Birr

Rügen-Talk mit Dieter „Maschinchen“ Birr

Binzer Talkshow-Gastgeber André Holst neckt seine Promi-Gäste kräftig / Veranstaltungsreihe feiert Jubiläum

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„Mensch, Dieter, dann bist ja eher ein ,Maschinchen’", meinte Moderator André Holst, als Rock-Rentner Dieter Birr ihm gestand, dass er in bewegenden Momenten sehr nah am Wasser gebaut ist.

Quelle: Fotos: Christian Rödel

Binz Am vergangenen Montag ging vor genau 20 Jahren der erste Binzer Show-Talk im Ostseebad über die Bühne. Daran erinnerte Talkshow-Gründer André

OZ-Bild

Binzer Talkshow-Gastgeber André Holst neckt seine Promi-Gäste kräftig / Veranstaltungsreihe feiert Jubiläum

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Holst noch einmal ausdrücklich, als er am Montagabend im Binzer Arkona-Strandhotel während der aktuellen Auflage dieser beliebten Veranstaltungsreihe seine Gäste begrüßte. Im restlos ausverkauften großen Saal des Hotels mussten noch zusätzliche Sitzgelegenheiten auf die Bühne verfrachtet werden und so standen neben der roten Ledercouch weitere Sessel in der gleichen Farbe. Denn es sollte voll werden auf der Bühne.

Den bunten Show-Reigen eröffnete das singende Multi-Talent Uta Bresan , die als Schlagersängerin und MDR-Moderatorin sehr erfolgreich unterwegs ist. Mit zwei Hits ihres 2015 erschienenen Albums „Das Beste“ brachte die blonde Dresdenerin den Saal schnell auf Betriebstemperatur, bevor sie es sich mit ihrem langjährigen MDR-Berufskollegen und Freund zum ausgiebigen Plausch auf der roten Couch gemütlich machte.

Bei Holst erzählen die meisten Gäste schnell aus dem Nähkästchen und lassen sich von ihm dazu verleiten, viel Privates von sich preiszugeben. Als Holst nach Pannen auf der Bühne fragte, erzählte Bresan, wie sie sich während einer großen Fernsehshow beim Tanzen einen Fuß gebrochen hat. „Ich habe erst gar nichts gespürt und meinen Auftritt bis zum Schluss durchgezogen, und erst danach bekam ich unglaubliche Schmerzen“, so die schlanke TV-Entertainerin. Da waren die kleinen Kratzer von Tieren, die sie sich während ihrer beliebten MDR-Sendung „Tierisch, tierisch“ zugezogen hatte, nur Peanuts. Ganz ausführlich erzählte die glückliche Mutter über ihre beiden Kinder im Alter von neun und 13 Jahren.

Der nächste Showgast war ebenso ein alter Bekannter von Holst, aber bisher war Ex-Puhdys-Frontmann Dieter „Maschine“ Birr nur zu Interviews bei ihm im Rundfunkstudio.

Rockmusiker sind selten Gast beim Binzer Show-Talk und so erlebte die Veranstaltung nach zwei Jahrzehnten eine kleine Kulturrevolution. „Gab es eigentlich Groupies vor 1989 im Osten der Republik?“, wollte Holst als Erstes wissen. „Ja, die gab es natürlich, die hießen nur anders“, parierte „Maschine“ lässig, ohne zu sagen, wie denn die leichten Damen am Bühnenausgang in DDR-Rockmusikerkreisen damals bezeichnet wurden. Auf sein derzeitiges Lebensgefühl befragt antwortete Dieter Birr berlinernd: „Ick fühl mir immer noch nicht so richtig erwachsen und kann auch richtig weenen in emotionalen Momenten, eigentlich bin ich ein Weichei“. „Dieter, dann bist du ja doch eher ein Maschinchen“, war daraufhin der freche Einwurf von Holst, der mit diesem Satz ein kollektives Prusten im Saal erzeugte. Maschine nahm´s gelassen und zeigte Altersmilde. Ein einziges Mal an diesem Abend bot dem Lästermaul Holst ein Mann mal so richtig Paroli. Der künstlerische Leiter der Magdeburger grünen Theater-Zitadelle, Wolfgang Sebastian , sagte zu Holst, als es um das Thema „Schöner Altern“ ging. „Du siehst aus, wie zwischen 45 und Erdbestattung.“ Das saß! In der Theater-Zitadelle, einem von Friedrich Hundertwasser entworfenem Gebäude, arbeiten zur Zeit Dagmar Fredric, Gaby Baginsky und Enrico Scheffler an einem Musical. Über diese und andere Projekte plauschten Holst und seine vier Gäste auf der Bühne.

Den Abschluss des langen Show-Talk-Abends bildeten der Mundharmonika-Spieler Michael Hirte und die ostdeutsche Schlagerlegende Regina Thoss . Nach dem Talk bedankte sich die Putbuser Ärztin Antje Coordt bei Regina Thoss, die im vergangenen Jahr den Verein „KinderLachen009“ mit einem Benefiz-Konzert unterstützt hatte. Das Benefiz-Konzert soll in diesem Jahr am 13. November im Putbuser Theater wiederholt werden. Der Erlös kommt dem Verein zugute, der sich für krebskranke Kinder und Kinder in der Dritten Welt engagiert.

„Wir konnten schon einigen Kindern teure Therapien ermöglichen, unter anderem auch einem Rügener Jungen“, so Ärztin Antje Coordt, die gleichzeitig Vorsitzende des Vereins ist.

Christian Rödel

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