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Rügen Rügen bietet Verbrauchern nachhaltige Alternativen
Vorpommern Rügen Rügen bietet Verbrauchern nachhaltige Alternativen
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10:54 29.10.2017
Rebecca Runge, Marieke Stauf und Charlotte Gründler betreiben eine Bio-Gärtnerei in Zubzow. Quelle: Anne Ziebarth
Prora

Viele Besucher kamen am Wochenende ins Naturerbezentrum nach Prora, um sich beim Markt der nachhaltigen Alternativen davon zu überzeugen, wie vielfältig das Angebot der regionalen und lokalen Anbieter mittlerweile ist. Umweltfreundlich, Ressourcenschonend und sozialverträglich produziert waren alle Produkte, die man hier erwerben konnte.

Zum Abschluss der Woche der Nachhaltigkeit öffnete ein bunter Markt im Naturerbezentrum Prora seine Pforten.

Mit einem Stand voller selbstgezogenem Gemüse aus ihrer in diesem Jahr eröffneten Bio-Gärtnerei in Zubzow waren Rebecca Runge, Marieke Stauf und Charlotte Gründler auf der Messe vertreten.  Anhand des knackigen Salates und den prachtvollen Kohlköpfen und Schwarzwurzeln lässt sich bereits jetzt erkennen, dass die drei jungen Frauen ganz sicher den grünen Daumen haben und bestimmt auch in den kommenden Jahren für qualitativ hochwertiges Bio-Gemüse von der Insel Rügen sorgen werden.

In eine Jacke von „Nordwolle“ schlüpfte Sarah Assmus-Kersten. „Schön warm“, sagte die junge Frau aus Flensburg. Der Preis von über 200 Euro für die Jacke war ihr dann aber doch zu hoch.  Dabei ist die Jacke aus Wolle des heimischen „Grauwolligen Pommerschen Landschafs“ gemacht, einer Rasse, von der es in der Region nur noch weniger als 2000 Tiere gibt. „Die Schafe stehen auf Rügen und auf Hiddensee das ganze Jahr draußen“, berichtet Mandy Sperlich, die sonst im Nordwolle-Shop auf Hiddensee arbeitet. „Die Wolle behält einen höheren Fettgehalt, ist dadurch nicht nur kälte- sondern auch wasserabweisend.“ Die Idee zur regionalen Wolle hatte Nordwolle-Gründer Marco Scheel vor etwa drei Jahren. Er ist nicht nur Fan der Wollqualität, sondern möchte auch die aussterbende Haustierrasse vor dem Verschwinden bewahren.

Kräutersamen konnte man sich am Stand der Initiative Natur im Garten mitnehmen, die zum Beispiel auch mit dem Lebensgut Frankenthal auf Rügen zusammenarbeitet. Regina Ferch von der Halbinsel Zudar versorgte sich am sehr verlockend mit frischen Blumen geschmückten Stand bei Almut  Roos von Natur im Garten mit kleinen Portionen von Petersilie-, Zwiebel- und Dillsamen sowie einigen Pflanztipps für ihr heimisches grünes Paradies.

Gleich im Eingangsbereich der Halle standen die „Soroptimisten“. Diese Organisation berufstätiger Frauen  hat es sich auf die Fahne geschrieben, Gutes  zu tun und sich um die finanzielle Unterstützung von Projekten auf der Insel Rügen zu kümmern. Christina Wuitschik  und Marlis Raulff präsentierten auf der Messe den diesjährigen Adventkalender „Helfen und Gewinnen“. Hinter jedem Türchen verbirgt sich die Möglichkeit zum Beispiel Restaurantgutscheine, Ausflugstickets oder Wellnessanwendungen zu gewinnen. Der Erlös aus dem Kaufpreis des Kalenders geht an wohltätige Zwecke (Den Kalender gibt es auch im Servicecenter der OZ am Bergener Markt)

Der Markt der Nachhaltigen Alternativen ist Teil der dritten Rügener Woche der Nachhaltigkeit. Diese ist eine gemeinschaftliche Aktion von dem Biosphärenreservat Südost-Rügen, der Tourismuszentrale Rügen, dem Tourismusverband Rügen, dem Insula Rugia e.V., dem Rügen Produkte Verein e.V., der Landesforst MV / Forstamt Rügen, dem Nationalpark Jasmund, dem Nationalpark-Zentrum Königsstuhl, dem Naturerbe Zentrum Rügen und vielen weiteren Partnern.

Anne Friederike Ziebarth

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