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Rügen Rügener Fischer haben erste „Silberlinge“ im Netz
Vorpommern Rügen Rügener Fischer haben erste „Silberlinge“ im Netz
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09:30 13.10.2018
Die ersten Heringe dieser Herbstsaison haben der Baaber Fischer Silvio Mundt (li.) und seine Kollegen in dieser Woche in Sassnitz angelandet. Quelle: Maik Trettin
Sassnitz

Der Hering ist da! Der Baaber Fischer Silvio Mundt und seine Kollegen haben in dieser Woche im Sassnitzer Stadthafen die ersten „Silberlinge“ dieses Herbstes an Land gebracht. Den größten Teil des Fangs – 1,5 Tonnen holten die Fischer allein an einem Tag an Bord – wurden sie gleich im Hafen bei Gastronomen und Großhändlern los und auch einzelne Kunden versorgten sich unmittelbar am Kutter mit dem frischen Fisch.Dass der schon jetzt in den Netzen gelandet ist, hat selbst die erfahrenen Mönchguter verwundert. „Eigentlich ist der Hering drei Wochen zu früh dran.“ Mundt und seine Kollegen hatten aufgrund der geringen Quote den Dorschfang in diesem Jahr früher abgeschlossen als sonst, wollten aber bis zum Eintreffen der Heringe nicht tatenlos herumsitzen. „Wir waren nur mal rausgefahren, um zu gucken“, sagt der junge Fischer. Eigentlich wären sie erst gegen Ende des Monats in die Heringssaison gestartet. Aber die üppigen Schwärme kämen immer zeitiger. Schon im vergangenen Jahr hatten die Mundts früher als normal mit der Fangsaison begonnen. Dieses Jahr fahren sie dreimal die Woche von Sassnitz aus raus, meist montags, mittwochs und sonntags, und vermarkten den Fisch auch gleich vor Ort. Die Nachfrage sei groß, auch ohne das umstrittene MSC-Siegel für nachhaltige Fischwirtschaft, das aufgrund des Zustands der Beständen in diesem Teil der Ostsee nicht mehr für hiesige Fänge vergeben wird. Gaststätten auf der Insel, die Kutter- und Küstenfisch GmbH in Sassnitz oder Zwischenhändler haben vor Saisonbeginn ihre Bestellungen aufgegeben und erwarten schon die Lieferungen. Dass EuroBaltic in Mukran aufgrund des fehlenden Siegels keinen heimischen Fisch mehr aufkauft und verarbeitet – Silvio Mundt zuckt die Schultern. Ihre Fänge würden die Fischer, die selbst vermarkten, auch so an den Mann oder die Frau bringen.Dem Hering scheint es in der Ostsee vor Rügen gut zu gehen. Die gefangenen Tiere seien gut genährt, richtig fett, „noch besser als im Herbst 2017“, erinnert sich Erwin Mundt, der Senior in dem Familienbetrieb. Wie er half auch seine Frau Gundula beim Puken auf dem Kutter. Für sie ist die Arbeit damit noch nicht beendet. „Dieser Hering ist genau der richtige zum Einsalzen“, erzählt sie. Dabei geht die Fischersfrau nach traditioneller Methode vor. Jeder habe da so sein eigenes Rezept. Aber: Wer die Fische jetzt einlegt, hat genau zu Silvester die besten Salzheringe, weiß Gundula Mundt aus Erfahrung.

Maik Trettin

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