Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Beamte erhalten neues Revier
Vorpommern Rügen Beamte erhalten neues Revier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:37 06.12.2018
Am Mittwoch zieht das Polizeihauptrevier Bergen von der Breitsprecherstraße in die Wasserstraße um. Polizeihauptmeister Bernd Blank (li.) und Polizeioberkommissar Dirk Rienow freuen sich über die neuen Räume. Quelle: Uwe Driest
Bergen

Ab dem heutigen Mittwoch ist der altbekannte Standort des Bergener Polizeireviers in der Breitsprecherstraße Geschichte. Die Beamten sind ab sofort in der Wasserstraße 15d zu finden. „Mit dem neuen Dienstgebäude sind wir für die kommenden 20 bis 30 Jahre gut aufgestellt“, freut sich Mario Ullrich, Leiter des Polizeihauptrevieres. Ullrich ist Zeitzeuge und tut seit 1990 Dienst im Bergener Revier. „In der Breitsprecherstraße habe ich den größten Teil meiner Lebensarbeitszeit verbracht“, sagt er. Im Alter von 27 Jahre begann er dort als Dienstgruppenleiter und nach einem Zwischenstopp in Stralsund kehrte er im Oktober 2014 als Revierleiter wieder in das Polizeihauptrevier in Bergen zurück. Inzwischen aber sei dort der bauliche Zustand nicht mehr zeitgemäß. Umkleideräume waren zuletzt feucht und die Garagenwände mussten gestützt werden. „Die Sanierung hätte einen erheblichen Investitionsaufwand erfordert“, so Ullrich. Demgegenüber bietet das zuletzt als Finanzamt genutzte Gebäude, modernste Ausstattung mit gemeinsamen Schulungs- und Beratungsräumen. Ursprünglich war das Gebäude einmal für die SED-Kreisleitung erbaut. Das Kreisamt der Volkspolizei hatte seinen Sitz in jener Zeit in der Dammstraße und im heutigen Sitz der Feuerwehr in der Rugardstraße war die Verkehrspolizei untergebracht.

Den Umbau inklusive energetischer Sanierung übernahm der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V), der das 4,3 Millionen Euro umfassende Bauprojekt zwischen März 2017 und Dezember 2018 umsetzte. Die gemäß Stellplatzsatzung der Stadt Bergen zu schaffenden Besucherparkplätze befinden sich vor dem Gebäude, Dienst-Fahrzeuge haben ihren Platz auf dem mit einer Schranke versehenen Gelände dahinter. Nach dem Auszug des Finanzamts Bergen Ende 2011 stand das Gebäude mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung im Jahr 2014 bis zum Beginn der Sanierung leer. Das mehrgeschossige Gebäude mit insgesamt 1208 Quadratmetern Nutzfläche sei den erhöhten Sicherheitsanforderungen der Polizei entsprechend umgebaut worden, teilt die Polizei mit. Dazu gehören neben den Büros für die allgemeine Verwaltung auch der Sicherheitsbereich mit Wache sowie der zwei Zellen umfassende „Gewahrsamsbereich“.

Besprechungsräume nutzen die etwa 40 Polizisten des Reviers und zehn Beamten der Kriminalpolizei ebenso gemeinsam, wie die neuen Schulungs- und Fitnessräume. Auch die Kripo wird erheblich besser ausgestattet sein und verfügt künftig über separate Räume für Spurensicherung oder Gegenüberstellungen. Mehr Platz ist auch für die zusätzlichen Beamten vorhanden, die im Sommer den sogenannten „Bäderdienst“ unterstützen oder auch und Praktikanten von der Fachhochschule Verwaltungsschule in Güstrow. „Das viergeschossige Verwaltungsgebäude präsentiert sich durch seine prägnante Gestalt und sparsame Formensprache“, teilt die Polizei etwas sperrig mit. Die Fassade erhielt oberhalb der Spritzwasserzone einen neuen einheitlichen Anstrich. „So wird das nicht homogene Erscheinungsbild der Liegenschaft beruhigt“, denn sowohl der Anbau als auch der Verbindungsbau seien nicht Bestandteil des aktuellen Bauprojekts gewesen. Mit anderen Worten, bei den beiden Anbauten bleibt alles beim Alten. Erreichbar ist das Revier vor allem über die Billrothstraße. Der Zugang zum Gebäude ist künftig barrierefrei über das vordere Bürogebäude möglich. „Die Bauleistungen konnten fast ausschließlich an Auftragnehmer aus der Region vergeben werden“, betont das BBL. Die Erreichbarkeiten der Polizei in Bergen bleiben auch nach dem Umzug zur Wasserstraße weiterhin unverändert. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) kündigte an, das neue Revier zu späterem Zeitpunkt feierlich eröffnen zu sollen.

Uwe Driest

Im Keller wird geprobt. Hier stehen 18 Frauen vom Samtenser Frauenchor dicht gedrängt unter Heizungsrohren. Beste Stimmung, als der neue Chorleiter Alex Bergstedt die Übungen zum Einsingen anstimmt.

05.12.2018

Die Musikschule Vorpommern-Rügen lud zum Konzert in der Vorweihnachtszeit ein. Die Einnahmen wurden für eine Reise zur Partnerschule im Baltikum gesammelt.

05.12.2018

Die dreiteilige Ausstellung über die Geschichte der Stadt soll wieder für jedermann zugänglich sein. Deshalb wird sie künftig oberhalb des Cafés Central an der Alleestraße ihren neuen Platz finden. Das Rathaus als Ausstellungsort lehnen die Stadtvertreter ab.

04.12.2018