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Rügen Rügens Hafenstadt will das Möwen-Füttern eindämmen
Vorpommern Rügen Rügens Hafenstadt will das Möwen-Füttern eindämmen
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07:48 17.06.2016
Bei Sassnitz-Besuchern beliebt: Möwen füttern im Stadthafen. Quelle: Lutz Roessler
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Sassnitz

Möwenalarm in Sassnitz: Die Vögel werden in der Hafenstadt auf Rügen zur Plage. Eine Ursache dafür ist die vor allem bei Kindern und Urlaubern beliebte Fütterung der Tiere. Die will die Stadt unterbinden. Der Ordnungsausschuss der Kommune sprach sich in seiner Sitzung am Mittwochabend dafür aus, entsprechende Hinweisschilder aufzustellen, die zu einem Verzicht auf das Füttern auffordern.

Gefüttert werden die Möwen in Sassnitz nicht nur von Urlaubern bei einem Besuch im Stadthafen. Auch Einwohner servieren den Vögeln ein Zubrot und das lockt die in die Stadt. Mit ihrem Geschrei sorgen sie dort für Lärmbelästigung. Zudem verschmutzen sie mit ihren Hinterlassenschaften Balkone, Fassaden sowie Dächer und werden zudringlich. Anwohner der Hauptstraße haben sich deshalb jetzt mit einem Schreiben an den Bürgermeister gewandt und ein Fütterungsverbot angeregt.

Ein generelles Fütterungsverbot lehnen die Mitglieder des Ordnungsausschusses jedoch ab. Damit werde nach Auffassung von Stadtvertreter Dieter Neels gar nichts erreicht. Er sprach sich dagegen aus, dass Sassnitz den Bädern Warnemünde und Zinnowitz folge. In denen gilt ein Fütterungsverbot für Möwen. In Warnemünde droht bei Zuwiderhandlung sogar ein Strafgeld von bis zu 5000 Euro. Allerdings räumt die Verwaltung der Hansestadt selbst ein, dass sich die entsprechende Verodnung schwer durchsetzen lässt, da die Kontrolle nicht einfach sei.

Der Ordnungsausschuss plädiert für einen anderen Weg in Sassnitz. Statt Verbots- setzt er auf Hinweisschilder, mit denen Urlauber wie Einheimische gebeten werden sollen, das Füttern zu unterlassen. Das Gremium favorisiert Aufklärung und regt an, für Touristen Flyer zu erstellen, die über das Verhalten der Möwen informieren. Die Vögel gelten als so genannte „Kulturfolger“. Sie ziehen dorthin, wo ihnen der Mensch eine Futtergrundlage bietet und werden somit durch die Fütterungen zur Plage in der Stadt. Darüber soll auch bereits der Nachwuchs in den Schulen der Hafenstadt aufgeklärt werden.

Udo Burwitz

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