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Rügen Rügens Lösch-Nachwuchs geht leer aus
Vorpommern Rügen Rügens Lösch-Nachwuchs geht leer aus
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00:01 13.07.2016

Meike Dahms hat sich bei der Miss-Wahl gegen die Konkurrenz durchgesetzt. In Prora waren am Wochenende nicht die üblichen langbeinigen und solariumgebräunten Schönheiten zum Wettbewerb auf dem Laufsteg angetreten, sondern Kinder, bei denen äußere Werte eher selten eine Rolle spielen. Die Wahl zur Miss und zum Mister Jugendfeuerwehr Vorpommern-Rügen war Teil des diesjährigen Kreiszeltlagers der Jugendfeuerwehren des Großkreises. 450 Mädchen und Jungen aus den Jugendwehren hatten auf dem Gelände der Jugendherberge die Zelte aufgeschlagen.

„Feuer(m)ehr“ – passend zu diesem Motto hatten die jungen Vertreter aus verschiedenen Nachwuchswehren Teile ihrer Uniformen mit maritimen Accessoires kombiniert, die sie am Strand oder in ihrer eigenen Garderobe fanden. „Dabei hatten die Mädchen und Jungen ihrer Kreativität freien Lauf gelassen“, sagt der Kreisjugendfeuerwehrwart Ingo Trusheim schmunzelnd, wenn er an die auf dem Laufsteg gezeigten Ergebnisse zurückdenkt. Während Schärpe und Krone beim Wettbewerb der Mädchen an die junge Rüganerin gingen, votierte das Publikum bei den Jungen für Dominique Weber von der Jugendfeuerwehr Tribsees, der sich seitdem „Mister Jugendfeuerwehr Vorpommern-Rügen“ nennen darf.

Meikes Titel war allerdings der einzige, den sich die Rügener Nachwuchskameraden bei der diesjährigen Auflage der Kreiszeltlagers sichern konnten. Bei allen anderen Wettbewerben hatten jeweils die Altersgenossen vom Festland die Nasen vorn. So ging der Wanderpokal für Sport und Spiel diesmal an die Jugendfeuerwehr Steinhagen. Bei der Lagerolympiade setzte sich die Gruppe aus Süderholz an die Spitze. Die frühere Rügener Landrätin und heutige Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner (Linke) war traditionell zur Siegerehrung bei den Nachwuchskameraden auf der Insel erschienen, um die Pokale zu überreichen. Auf Platz zwei der Gesamtwertung landeten die Marlower, die die weiteste Anreise zum Kreiszeltlager hinter sich hatten. In die Lagerwertung flossen auch die Ergebnisse der verschiedenen Aktionen ein. Bei der „Suche nach dem verlorenen Schatz von Prora“ hatten die Organisatoren die von zahlreichen Sponsoren gestifteten Preise in fünf Kisten verpackt und diese im Wald, am Strand und sogar im Wasser versteckt. Um die Koordinaten zu erfahren, mussten die jungen Teilnehmer Aufgaben und Rätsel lösen.

Außerhalb der Wertung hatten sich die Spitzen-Jugendmannschaften des Kreises, die Jugendfeuerwehren des Amtes Nord-Rügen und aus Sundhagen, auf den Landesausscheid am kommenden Wochenende in Gützkow bei Greifswald vorbereitet. Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer, lautete die Aufgabe. Die Mädchen und Jungen mussten möglichst schnell und fehlerfrei eine Wasserversorgung herstellen und dabei auch Hindernisse überwinden. Mit dem, was die Rüganer und Sundhagener zeigten, waren der stellvertretende Kreisbrandmeister Sven Schäfer sowie Ingo Trusheim höchst zufrieden. „Die Kinder waren top“, lobt der Kreisjugendfeuerwehrwart. Ob es reicht, sich auch am Wochenende an die Landesspitze zu setzen, werde sich zeigen.

Maik Trettin

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