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Rügen Saisonabschluss im Zeichen des Rügen-Fürsten
Vorpommern Rügen Saisonabschluss im Zeichen des Rügen-Fürsten
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00:00 10.09.2018
Bergen

Der „Überraschungsgast“ freute sich über die hübsch in violett und grün beleuchtete Marienkirche und begann seinen Auftritt stilgerecht mit einer Improvisation sakraler Orgelklänge. Dass sich kein geringerer als Thomas Putensen hinter der kryptischen Ankündigung im Programm verbarg, hatten die Organisatoren des ersten Jaromar-Festes erst am Samstag-Nachmittag offenbart. „Wir waren gespannt, ob es Bergener gibt, die sich daraufhin in Bewegung setzen“, meinte Olaf Klut von der ausrichtenden Stadt-Information.

Zum ersten Mal veranstaltete die Bergener Stadt-Information das Jaromar-Fest im Klosterhof der Inselhauptstadt

Tatsächlich füllten sich am Abend die bis dahin eher lichten Reihen im Bergener Klosterhof allmählich. Drei Tage lang, von Freitag bis Sonntag, lief das erste Jaromar-Fest. „Uns war klar, dass wir klein anfangen müssen“, meint Kluts Mitstreiter Klaus-Dieter Götz. Am Anfang habe die Idee eines Weinfestes zum Saisonabschluss der Tourismus-Branche gestanden. Und weil sich 2018 die Gründung des Bergener Klosters zum 825. Mal jährt, wurde das Fest kurzerhand dessen Gründer, Rügen-Fürst Jaromar, gewidmet. Klein und fein sollte das Fest sein und das Angebot „regional, kulinarisch und kulturell“. Zu Bergen passend eben.

In der ebenfalls farblich in Szene gesetzten Zeile der Kunsthandwerker weihte Kati Rohde Kinder in die Geheimnisse der Keramik ein. Allerdings blieb das benachbarte Museum auch am Tag des Offenen Denkmals geschlossen. Kinder konnten sich Geschichten von Erzähler Sebastian Lau anhören oder an dessen Schnitzmobil experimentieren. Am Sonntag-Nachmittag öffnete zudem Birgit Schuster ihr „Schnuppe Figurentheater“. Verpflegung wurde geboten vom „letzten Wildschwein aus dem Raddas“ von Torsten Druckrey bis zum vegetarischen Gemüsetarte am Stand von Elke Neugebauer aus Frankenthal.

„Wir sind regelmäßig beim Grünen Markt in Gingst und wollten einmal sehen, wie die Bergener auf unser biologisches Angebot reagieren“, sagte Marieke Stauf, die mit ihren Teilhaberinnen regionales Gemüse, Kräuter und Obst aus nachhaltigem Anbau ihres Hofes „Zubzow eins“ bei Trent anbot. Schillings Gasthof und Gut Kartzitz waren ebenso im Angebot wie Mecklenburger Landwein von Schloss Rattey.

Stadtvertreterin Eva-Maria Schwerin (Linke), die am Sonnabend zwischen Klosterhof und dem zeitgleich stattfinden Stadtteilfest in Bergen-Süd pendelte, wunderte sich nur über die offenbar unterbliebene Terminabstimmung der Verantwortlichen aus Stadt, Stadt-Information und Stadtentwicklungsverein. Zudem hatte erst ein Wochenende zuvor das von Bergener Einzelhändlern ausgerichtete Kinder- und Jugendereignis „Grüner wird’s nicht“ in der Freiluftbühne auf dem Rugard stattgefunden.

Perspektivisch könne das Jaromar-Fest auch auf Markt und Rugard ausstrahlen, blickt Klaus-Dieter Götz voraus. „Wir wollen das Zentrum von Bergen entwickeln.“ Die Zukunft der Stadt-Information ist indes ihrerseits nicht gesichert. Der zweijährige Vertrag endet zum Jahresende und über die Verlängerung entscheidet die Stadtvertretung in der kommenden Sitzung am 19. September. Ein beruhigendes Signal setzte gleichwohl Stadtpräsident Matthias Ewert (CDU) schon mal, der das Fest am Freitag eröffnet hatte.

Ebenfalls am Freitag bot der Greifswalder Sänger und Pianist Artur Apinyan mit seiner Band frische Beats und kantige Grooves. Aber erst beim Auftritt von „Pute“ bildete sich die erste Schlange am gemeinsamen Bierstand von Kaufmannshof und Märchenhotel. Der Greifswalder heizte die Stimmung tüchtig an, sang „Deine Liebe und mein Lied“ von Holger Biege, näselte Udo-like „Sah ein Knab’ ein Röslein stehen“ oder spielte den reaktivierten Partisanen-Hit „Bella Ciao“ an. Zu dem Rock-Klassiker „Lady in Black“ unterteilte Putensen das Publikum dem Ambiente entsprechend in „Mönche“ und „Nonnen“, die er getrennt mitsingen ließ. Da war das Eis bereits gebrochen, als Heinz-Jürgen „Gotte“ Gottschalk die Bühne betrat und „Über Sieben Brücken“ ging.

Uwe Driest

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