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Rügen Saisonvorbereitung: Putbus setzt am Circus auf Chemi-Keule
Vorpommern Rügen Saisonvorbereitung: Putbus setzt am Circus auf Chemi-Keule
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04:06 26.02.2013
Hurra, es schneit: Im Winter verwandelt sich der Circus in Putbus in eine Augenweide. Von Unkraut keine Spur — der Schnee deckt alles zu auf dem markanten Rund, das der Stadt zurzeit wenig Arbeit macht. Quelle: Udo Burwitz

Doch beim Kampf gegen den Wildwuchs auf dem Vorzeige- Rund tritt die Kommune auf der Stelle, räumt Bauamtsleiter Thomas Möller ein: „Mechanische Lösungen sind zu teuer, gespritzt werden darf nicht, weil ein geeignetes und zugelassenes Mittel fehlt.“

Zurzeit präsentiert sich der Circus ganz in Weiß. Doch unterm Schnee warten Flugsamen von Löwenzahn und Co. auf den vom Obelisk in der Platzmitte strahlenförmig angelegten Wegen nur auf die ersten Sonnenstrahlen. Das Bild, das sich Besuchern dann auf dem Vorzeige-Rund bietet, hat Stadtvertreter Uwe Driest (Grüne) schon vor Augen: wucherndes Unkraut. Für den Kommunalpolitiker alles andere, als ein Aushängeschild. „Der Circus ist so ein exponierter Platz. Da müssen wir bei der Pflege endlich einen Schritt weiter kommen“, fordert er. Schließlich stehe die Saison vor der Tür und die müsse gut vorbereitet werden.

Die Verwaltung sei aktiv geworden, beteuert Möller. „Wir haben Pflegetechnik auf dem Circus und im Schlosspark getestet“, informierte er im Tourismusausschuss, dass er sich mit einer Rostocker Firma in Verbindung gesetzt hat, die selbst Maschinen zur Unkrautbekämpfung entwickelt. Mit dieser Spezialtechnik, die ähnlich wie eine Egge in der Landwirtschaft funktioniert, wurde ein Feldversuch auf dem markanten Rund in Putbus unternommen und auf Wegen in Park und in der Stadt ein mit Drahtbürsten ausgestatteter Bankett-Kehrer getestet.

Möllers Fazit ist ernüchternd: „Die Technik funktioniert auf einfachen, ländlichen Wegen prima. Doch auf dem Circus und im Park wird das Steingranulat der Deckschicht beschädigt.“ Die Wege auf dem Circus wurden vor knapp einem Jahrzehnt im Zuge der kompletten Platzsanierung nach den Vorgaben des Denkmalschutzes erneuert. Sie bekamen eine spezielle wassergebundene Decke. „Die aber dünner als auf herkömmlichen Wegen ist“, so der Bauamtsleiter. Er hält den Einsatz der getesteten Technik zwar für möglich. „Doch es ist Nacharbeit notwendig.“ Einerseits müsste das Unkraut abgeharkt und abtransportiert werden. „Da kommt ganz schön was zusammen, ein halber Kubikmeter Unkraut auf nur wenigen Quadratmetern“, habe der Test gezeigt. „Das ist alles teure Handarbeit.“ Außerdem müsse die Deckschicht nach dem Maschineneinsatz wieder verdichtet werden. Sonst bestehe die Gefahr, dass das Steingranulat beim nächsten Regen weggespült werde. Für den einmaligen Technikeinsatz im Jahr veranschlagt der Bauamtsleiter rund 2500 Euro, den gleichen Betrag für die notwendigen Nacharbeiten. Möllers Fazit: „Diese mechanische Lösung können wir uns nicht leisten. Dafür stehen uns gar nicht die Mittel zur Verfügung.“

Quo vadis?, hakte Driest nach, den Circus im Visier. „Spritzen ist nach wie vor mein Favorit“, entgegnete Thomas Möller. Doch für den Einsatz der chemischen Keule seien ihm die Hände gebunden. „Das Spritzen ist uns leider versagt worden.“ Zurzeit gibt es kein umweltverträgliches Mittel, das eingesetzt werden kann, so Möller: „Wir können nur hoffen, dass bald eins genehmigt wird.“

Udo Burwitz

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