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Rügen Sassnitz: Ab nächste Woche sehen Autofahrer rot
Vorpommern Rügen Sassnitz: Ab nächste Woche sehen Autofahrer rot
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00:00 28.04.2016

Autofahrer werden auf der Fahrt von Mukran nach Sassnitz am Ortseingang der Hafenstadt im Mai nicht nur das satte Grün der sprießenden Blätter von Bäumen am Straßenrand entdecken. An der Kreuzung der Landesstraße L 29, Mukraner Straße/Gewerbegebiet, wird es für sie noch bunter. Dort werden sie nacheinander das aufleuchtende Rot, Gelb und Grün der neuen Ampelanlage vor Augen haben, die an dem Verkehrsknotenpunkt errichtet wurde. „Die neue Lichtsignalanlage soll nächste Woche in Betrieb genommen werden“, teilte Ingo Stoltz, Mitarbeiter des Bauamtes der Hafenstadt, auf Nachfrage im Bauausschuss der Stadt mit, der Dienstagabend tagte.

Masten mitten auf dem Radweg sind für mich ein Schildbürger— streich.“Stadtvertreter Stefan Grunau

„Das missbillige ich außerordentlich“, quittierte Stadtvertreter Stefan Grunau die Ankündigung der Inbetriebnahme. Egal, welche Farbe aufleuchten wird, für Grunau ist die Lichtsignalanlage generell ein „rotes“ Tuch. Und nicht nur für ihn, betonte er: „Denn die Anlage hat das Straßenbauamt gegen den Willen der Stadtvertreter errichtet“, begründete er. Der Bau der Ampelanlage ist umstritten.

Ursprünglich standen sowohl eine Lichtsignalanlage als auch der Ausbau der Kreuzung zum Kreisverkehr zur Debatte. Beide Varianten hatte das Straßenbauamt zu Papier gebracht, nachdem die Unfallkommission des Landkreises das Amt aufgefordert hatte, Lösungen zum Entschärfen der Unfallgefahr an der Kreuzung zu erarbeiten. Am Knotenpunkt krachte es in den vergangenen drei Jahren neun Mal. Die Kommission stufte die Kreuzung als Unfallschwerpunkt ein. Während das Straßenbauamt aus Kostengründen die 60 000 Euro teure Ampellösung favorisierte, sprachen sich die Sassnitzer Stadtvertreter dagegen aus. Sie befürchten Staus, weil sich nur wenige Meter entfernt bereits eine Ampelanlage an der Lanckener Kreuzung am Ortsteingang aus Richtung Sagard befindet. Stattdessen sollte nach dem Willen der Kommunalpolitiker ein Ausbau des Knotenpunktes zum Kreisel erfolgen. Der Haken: Der hätte 250 000 Euro gekostet. Abgelehnt hat das Straßenbauamt den Kreisverkehr nicht. Der wäre aber nur gebaut worden, wenn die Stadt die Mehrkosten übernimmt (die OZ berichtete). „Das Geld hat die Kommune aber nicht“, beleuchtete Ausschussmitglied Gerd Löffler die finanzielle Situation der Stadt und merkte an, dass dies nicht verschwiegen werden darf.

Die Lichtsignalanlage sei technisch schon jetzt startklar für den Betrieb, sagte Ingo Stoltz. Auf der Kreuzung müssten nach Angaben des Straßenbauamtes aber noch Änderungen an der Fahrbahnmarkierung vorgenommen werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll die Ampelanlage in der kommenden Woche zugeschaltet werden.

Stadtvertreter Stefan Grunau stößt sich nicht nur daran, dass die Anlage überhaupt gebaut wurde. „Da wurden Masten mitten auf dem Fahrradweg aufgestellt“, kritisierte er in der Ausschuss-Sitzung. „Das ist für mich ein Schildbürgerstreich.“ Ob die Ampelanlage tatsächlich die kostengünstigere Variante ist, zweifelte Stadtvertreterin Svea Lehmann an. „Es ist überhaupt nicht detailliert dargestellt worden, was die Wartung und Pflege dieser Anlage kostet“, mutmaßte sie, dass auf lange Sicht ein Kreisverkehr womöglich rentabler gewesen wäre. Nachfragen beim Straßenbauamt blieben diesbezüglich gestern erfolglos. Alle zuständigen Mitarbeiter seien unterwegs, hieß es.

Von Udo Burwitz

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