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Achtung Stolperfalle: Weg nach Klein Helgoland wird repariert

Sassnitz Achtung Stolperfalle: Weg nach Klein Helgoland wird repariert

Sassnitz lässt Hochwasserschäden an verlängerter Uferpromenade beseitigen

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„Wir sind gegenwärtig bereits dabei, eingeholte Angebote für eine Notreparatur des Uferwegs nach Klein Helgoland zu sichten.Claudia Klemens, Bauamtsleiterin Sassnitz

Sassnitz. Sie haben Konjunktur in Sassnitz – rot-weiße Absperrbänder. Nach der Brücke am Birkengrund, dem Tierpark und dem Seesteg stoßen Einheimische und Gäste in der Rügener Hafenstadt auch an der verlängerten Promenade, dem Uferweg vom Kurplatz nach Klein Helgoland auf so ein Band. Abgesperrt ist damit ein Abschnitt, auf dem das Hochwasser zu Jahresbeginn den Weg fast komplett weggerissen und fortgespült hat. „Das Absperrband am Uferweg soll aber wieder verschwinden“, kündigt Bauamtsleiterin Claudia Klemens an. „Wir werden die Hochwasserschäden beseitigen lassen.“ Sie spricht von einer „Notreparatur“, die schon vorbereitet werde.

OZ-Bild

Sassnitz lässt Hochwasserschäden an verlängerter Uferpromenade beseitigen

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Die ersten Sonnentage des gerade begonnenen Frühjahrs liefern den Beweis: Kaum strahlt der Himmel, herrscht nicht nur auf den beiden mit Fördergeld ausgebauten Flaniermeilen, der Wind- und der Strandpromenade, ein buntes Gewimmel. Auf letzterer bummeln Einwohner und Sassnitz-Besucher gern weiter – vorbei an der Altstadt und über den Kurplatz über den als verlängerte Promenade geltenden Uferweg bis Klein Helgoland. Doch auf dem Uferweg müssen sie sich aneinander vorbeidrängeln an der abgesperrten Abbruchstelle. Wer dort die abgestellte Bank zum Ausruhen nutzt, mutiert zum rot- weißen „Zaunkönig“, denn das Sitzmöbel steht ganz dicht am Absperrband. Das Hochwasser zu Jahresbeginn hat Sassnitz arg zugesetzt. „Doch so kann es nicht bleiben. Das können wir unseren Gästen nicht zumuten“, forderte denn auch Stadtvertreter Stefan Grunau bereits in einer Ausschuss-Sitzung.

An die Windpromenade, die unmittelbar hinter dem Stadthafen beginnt und ihn mit der Altstadt verbindet, sind – bis auf die beschädigten, unteren Treppenstufen an den beiden Abgängen zur Ostsee – Flutschäden kaum noch sichtbar. Mit schwerer Technik ließ die Stadt dort bereits tonnenschwere Platten des Belags, die die Flut verschoben hatte, neu verlegen. Beim Frühjahrsputz wurden die letzten Steinchen weggeputzt und Löcher an der Flaniermeile verfüllt. Trotzdem mahnt Gerd Löffler, Mitglied im Bauausschuss: „Wir brauchen eine vernünftige Lösung an der Windpromenade, um besser gewappnet zu sein. Die nächste Sturmflut oder ein Hochwasser kommen bestimmt.“ Eine Möglichkeit wird in einer Erhöhung der Steinpackung gesehen.

„Das wäre eine Küstenschutzmaßnahme“, sagt Claudia Klemens. Angeschnitten wurden die bereits bei einer Inspektion der Hochwasserschäden mit Vertretern aus dem Wirtschaftsministerium. Die waren vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen. Bürgermeister Frank Kracht hatte sie eingeladen, denn Sassnitz hofft bei der Beseitigung der Hochwasserschäden auf finanzielle Unterstützung durch das Land.

„Wir haben einen Förderantrag gestellt“, so der Bürgermeister.

Zum Inhalt dieses Antrags gehört auch die verlängerte Promenade nach Klein Helgoland. Dabei geht es aber nicht nur um die Instandsetzung des Uferwegs. „Die Treppenanlage vom Karl-Liebknecht-Ring nach Klein Helgoland soll auch grundhaft erneuert werden und am Kurplatz eine öffentliche Toilette gebaut werden“, erläutert Claudia Klemens. Das Vorhaben ist als neues Projekt in den Nachtragshaushalt der Stadt für 2017 aufgenommen worden, den die Stadtvertreter in jüngster Sitzung zum Beschluss erhoben haben. Im Etat sind zunächst 50000 Euro für Planungsleistungen für dieses Vorhaben vorgesehen. Mit einer Umsetzung des Projektes wird allerdings erst in den kommenden zwei Jahren gerechnet. Vorausgesetzt der Förderantrag wird positiv beschieden, kalkuliert die Stadt 140000 Euro ein, mit denen sie sich an der Finanzierung von Treppe, Uferweg und Toilette beteiligen müsste.

„So lange können wir mit der Beseitigung der Hochwasserschäden am Uferweg aber nicht warten“, betont Frank Kracht. Die Stadt habe deshalb auch gleich einen vorzeitigen Baubeginn beantragt, damit der Weg rasch in Ordnung gebracht werden kann. Dieser Antrag sei genehmigt worden, teilt der Bürgermeister mit. Das bedeutet: Die Stadt kann loslegen, muss aber erst einmal finanziell in Vorleistung gehen. Die Verwaltung hat auch schon losgelegt. „Wir sind gegenwärtig bereits dabei, eingeholte Angebote zu sichten“, sagt Claudia Klemens und präzisiert: „Es geht tatsächlich erst einmal und ausschließlich um eine Notreperatur, damit Besucher auf dem Uferweg in der Saison wieder gefahrlos spazieren können.“ Die Reparatur beschränke sich genau auf jenen Wegabschnitt, der zurzeit mit dem rot-weißen Band abgesperrt ist. „Dort soll das vom Hochwasser gerissene Loch mit Steinen verfüllt und der Weg wieder geglättet werden“, erläutert die Bauamtsleiterin.

Über die Ostsee nach Klein Helgoland

110 Tonnen ist der sechstgrößte Findling Rügens schwer, auf den Spaziergänger schauen, wenn sie das Ende des Wegs vom Kurplatz zum Sassnitzer Stadtrand am Ufer der Ostsee erreicht haben. Etwa 15 Meter vom Ufer entfernt, liegt der Findling im Wasser. Er heißt „Uskam“, wird im Volksmund aufgrund seiner roten Färbung und Form aber auch „Klein Helgoland“ genannt. Der Stein konnte bis 2002 trockenen Fußes erreicht werden. Zu ihm führte eine Brücke, die im Februar des Jahres durch starke Eismassen aber komplett zerstört wurde. Daran erinnert heute noch die eiserne Halterung, die auf dem Findling zu sehen ist.

Udo Burwitz

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