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Chinesen atmen auf Rügen tief durch

Sassnitz Chinesen atmen auf Rügen tief durch

Eine Jugend-Delegation aus Sassnitzer Partnerstadt Huai’an war vor allem von der Natur der Insel begeistert

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Bei einem Besuch der Sassnitzer Feuerwehr durften die jungen Frauen und Männer aus Huai’an auch mal an der Spritze stehen.

Quelle: Christian Thiele

Sassnitz. Neugierig beäugt die junge Chinesin das, was die Mitarbeiter des Sassnitzer E-Werks auf das Büffet gestellt haben: Deftige deutsche Hausmannskost trifft dort auf asiatische Art zubereitete Nudeln und verschiedene Gemüse. Dass die Gäste aus der Sassnitzer Partnerstadt Huai’an sich anfangs nur zurückhaltend bedienen und zu zieren scheinen, hat nichts mit der Skepsis gegenüber den Speisen zu tun. Für die Jugendlichen ist es ganz selbstverständlich, dass sie ihren Rügener Gastgebern den Vortritt lassen.

Die Gäste aus China haben drei Tage lang immer wieder von unserer guten Luft geschwärmt.“Ralf Berger, Kulturamt

Rund eine Woche haben neun Schüler der Höheren Beruflichen Schule aus Huai’an und drei ihrer Betreuer Sassnitz besucht. Im Jahre 2007 unterzeichneten die Millionenmetropole in der Volksrepublik und die Rügener Hafenstadt einen Partnerschaftsvertrag. Seitdem besuchen sich vor allem junge Leute aus beiden Städten regelmäßig. Dass die Kontakte vor allem zwischen Jugendlichen aufgebaut werden, sei das Besondere an dieser Verbindung, sagten der Sassnitzer Stadtpräsident Norbert Thomas und der frühere Bürgermeister Dieter Holtz, die diese Partnerschaft zu den Chinesen seinerzeit angebahnt hatten – über Länder- und vor allem über Sprachgrenzen hinweg.

Enny-Fee hält Wu Hao ihr Mobiltelefon vors Gesicht. Auf dessen Bildschirm sind chinesische Schriftzeichen. „Ich habe mir extra eine Übersetzungs-App aufs Telefon geladen“, erklärt die 14-jährige Sassnitzerin. Die Technik hilft, falls man sich mit Händen, Füßen und Schul-Englisch mal nicht verständigen kann. Was ihm bei seinem Besuch auf der Insel am besten gefallen habe, hat Enny-Fee den jungen Mann aus Huai’an gefragt. „Oh alles!“, antwortet er begeistert. Alles sei hier so schön. Vor allem die Berge und der Wald!

Berge? Rügens Hügellandschaft scheint die jungen Gäste aus China besonders zu beeindrucken. Adrian Dreßen und Benny Edelmann vom Sassnitzer Jugendbeirat, die die Besucher auf vielen Ausflügen begleiteten, bestätigen das. „Die jungen Chinesen waren sehr angetan vom Besuch im Nationalpark Jasmund. Den Wald, die Kreidefelsen – das kennen sie von zu Hause nicht.“

Es seien junge Leute aus einer chinesischen Großstadt, erinnert Ralf Berger. Der Mitarbeiter des Sassnitzer Kulturamtes koordiniert die Partnerschaft der Kommune und war schon öfter in Huai’an. Smog sei dort nichts ungewöhnliches. „Nach ihrer Ankunft in Sassnitz haben die Jugendlichen und ihre Betreuer sich drei Tage lang immer wieder über die frische Luft hier gefreut“, erzählt er. Am Bobbiner Tempelberg konnten sie von dem Weitblick und der kräftigen Brise gar nicht genug bekommen. Im Kreidemuseum Gummanz hörten sie ganz genau hin, wenn es um die Entstehung der Insel ging.

Neben den Exkursionen haben die Gäste aus China auch einen Teil ihrer Freizeit mit Sassnitzer Altersgenossen verbracht. Im Kulturhaus des Jugendbeirats wurde gemeinsam gekocht, sie spielten unter anderem Tischtennis und Tischkicker. Letzteres liege ihnen deutlich weniger als der Nationalsport Tischtennis, sagt Benny Edelmann schmunzelnd. In einer Disziplin seien sie aber nicht einzuholen:

Höflichkeit. „Wir wollten uns beim Büffett hinten anstellen“, erzählt Enny-Fee. „Aber die jungen Chinesen haben uns richtig an den Anfang der Schlange gedrängt. Auf dem Gebiet haben wir gegen sie keine Chance.“

Maik Trettin

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