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Der Bischof kommt zum Unterricht

Glowe Der Bischof kommt zum Unterricht

Mit einem Schulgottesdienst der Freien Schule Glowe startete der evangelische Bischof Hans-Jürgen Abromeit eine Besuchswoche im Inselnorden

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Käthe Rosenau, Merle Steiner und Ilka Dost (v.l.n.r.), Schülerinnen der Freien Schule Glowe, haben jede Menge Fragen an den evangelischen Bischof Hans -Jürgen Abromeit und packen die sich gestern beim Schulgottesdienst bietende Gelegenheit beim Schopfe, um sie an den Mann zu bringen.

Quelle: Udo Burwitz

Glowe. Was ist ein Bischof? Merle Steiner überlegt: „Der Chef vom Pastor“, sagt die elfjährige Schülerin der Freien Schule Glowe. Zusammen mit ihren Mitschülern und dem Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Nordrügen, Christian Ohm, wartet sie auf dessen „Chef“ vor der Kapelle St. Brigitta. Für die Glower Schüler stand gestern etwas ganz Besonderes auf dem Unterrichtsplan: Der Bischof kommt. Und Hans-Jürgen Abromeit, Bischof der Nordkirche, war trotz Schreck in der Morgenstunde – „Ich musste mich zu Hause erst einmal um einen Wasserrohrbruch kümmern.“

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Mit einem Schulgottesdienst der Freien Schule Glowe startete der evangelische Bischof Hans-Jürgen Abromeit eine Besuchswoche im Inselnorden

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– pünktlich. Punkt 9 Uhr schritt der „Chef“ vom nordrügenschen Pastor über die Schwelle der Glower Kapelle und feierte mit den Schülern einen Schulgottesdienst. Der markiert den Auftakt einer Besuchswoche des Bischofs im Inselnorden.

„Wer ist das erste Mal in der Kapelle?“, will Pfarrer Christian Ohm zum Auftakt des Gottesdienstes wissen. Es melden sich nur Mitarbeiter, die den Bischof begleiten, die Hände sämtlicher Schüler bleiben unten. Lehrer Günther Neef weiß, warum. „Wir feiern regelmäßig Schulgottesdienste zu den Höhepunkten im Jahr in der Kapelle“, klärt er flüsternd auf. „Finde ich toll“, freut sich Hans-Jürgen Abromeit – nicht flüsternd, sondern laut in die Runde. An der Schule wird nach Jena-Plan, einem reformpädagogischen Konzept, unterrichtet. Die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde gehöre als eine Facette dazu, so Günther Neef. Wie auch der Religionsunterricht mit Marlies Ketel.

„Wollten sie eigentlich immer Bischof werden?“ Kaum haben die Mädchen und Jungen das letzte Lied im Gottesdienst gesungen, löchern sie ihren Gast mit Fragen. Davon haben sie im wahrsten Sinne des Wortes gleich einen ganzen Sack voll. Den reicht Christian Ohm rum. Die Schüler haben sich auf ihre Bischof-Premiere gründlich vorbereitet. Bereits in der Schule notierten sie, was sie vom Würdenträger wissen wollen, auf Zetteln, die in den Stoffbeutel wanderten. „Ich bin erst einmal Pastor geworden. Habe Theologie studiert und wurde dann von der Synode zum Bischof gewählt“, umreißt Hans-Jürgen Abromeit seinen Werdegang kurz und knapp, der den gebürtigen Westfalen nach Greifswald, dem Sitz des Bischofs für das Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche führte. Dass er Rouladen am liebsten esse, in der Freizeit gern liest und wandert, verheiratet ist und fünf Kinder hat, gab Hans-Jürgen Abromeit auf „Fragen aus dem Sack“ preis.

Von denen lautete eine auch: Welche Aufgabe hat ein Bischof eigentlich? „Er muss die gesamte Landeskirche mit den örtlichen Gemeinden in Verbindung halten.“ Dafür sei er viel unterwegs, sagte Abromeit und lieferte den 70 Mädchen und Jungen der Freien Schule das aktuellste Beispiel. „Dafür beginne ich heute bei euch eine Besuchswoche auf Rügen.“ Neben Glowe standen gestern Bobbin und Altenkirchen auf dem Programm. Visiten in Bergen, Sassnitz, Gingst, Schaprode und auf Hiddensee sind geplant. Dabei wird der Bischof nicht nur mit Kirchengemeinde-Mitgliedern, sondern auch mit Flüchtlingen, Landwirten, Bürgermeistern und Senioren sprechen.

Udo Burwitz

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